Safran-Risotto mit Jakobsmuscheln, Honig-Tomaten und grünem Spargel

Es wird allmählich zur Tradition, dass ich in jedem meiner Heimaturlaube ein zünftiges, italienisches Risotto koche: Diesmal herrlich gelb eingefärbtes Safran-Risotto mit lecker in Knoblauch gebratenen Jakobsmuscheln, warmen Honig-Tomaten und grünem Spargel. Die Jakobsmuscheln hatte ich frisch beim Fischhändler in Bremen erstanden und das Ergebnis war sehr gelungen. Die Honig-Tomaten kamen vom Gemüsemarkt und wurden supersüß in der Pfanne. Der deutsche, grüne Spargel schenkt eine saisonale Komponente.

Beim Risotto-Reis habe ich mich für Arborio entschieden, ein Mittelkornreis, welcher nach der gleichnamigen piemontesischen Stadt benannt wurde. Neben Arborio zählen noch Vialone und Carnaroli zu den drei bekanntesten Risotto-Reissorten.

Ich bin begeistert!

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Zutaten (für 2 bis 3 Portionen)

5 Stangen grüner Spargel | 250 g Risotto (Arborio) | 5 Jakobsmuscheln | 16 kleine Honig-Tomaten | 1 Zwiebel | 2 Zehen Knoblauch | ein Stück Ingwer | Olivenöl | 150 g Parmesan | 1 Glas Gemüsefond | 0,1 g Safran | schwarzer Pfeffer | Salz | frische Kräuter (Petersilie, Estragon, Basilikum) | 1/4 Flasche Weißwein (italienischer “Orvieto Classico”)

Frische Jakobsmuscheln vom Bremer Fischhändler mit "Nuss" und "Corail"

Frische Jakobsmuscheln vom Bremer Fischhändler mit “Nuss” und “Corail”.

Gemüse, Fond und Parmesan vorbereiten

Gemüse, Fond und Parmesan vorbereiten.

 

Zubereitung

Zuerst das Gemüse schnibbeln. Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Knoblauchzehen schälen und ebenfalls in kleine Stücke zerteilen. Ingwer schälen und klein schnibbeln. Grünen Spargel abwaschen, die Enden abschneiden, den unteren, etwas holzigen Teil gegebenenfalls mit einem Sparschäler bearbeiten und die Stangen in grobe Stücke schneiden. Parmesan in grobe Stifte hobeln. Die frischen Kräuter waschen, trocken schütteln, Stiele entfernen und klein häckseln. Tomaten abwaschen und das Grünzeug dran lassen! Erstmal alles zur Seite stellen.

Nun zur Risotto-Zubereitung. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer bei mittlerer Hitze anschwitzen. Den ungewaschenen Risotto in den Topf geben und zirka 1 Minute andünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Mit Fond aufgießen, bis der Risotto knapp bedeckt ist. Unter regelmäßigem Rühren zirka 16 bis 18 Minuten garen und gelegentlich Fond nachgießen, damit der Reis nicht abkühlt. Zwischendrin schwenken und prüfen, ob der Risotto cremig ist und Wellen bildet (die Italiener nennen diese perfekte Konsistenz “All’onda”). In den letzten Zügen der Garzeit die Safranfäden  dazugeben. Ist der Reis dann gut, 3/4 des Parmesans einrühren und abgedeckt noch 1 bis 2 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Honig-Tomaten hinzugeben. Die Tomaten solange erhitzen bis sie leicht angeschrumpelt sind.

Honig-Tomaten frisch vom Markt und Safranfäden

Honig-Tomaten frisch vom Markt und Safranfäden.

Im nächsten Schritt die grünen Spargelstücke zubereiten. Olivenöl in noch einer heißen Pfanne erhitzen und den Spargel hineingeben. Den Spargel bis zur gewünschten Bräune anbraten. Aus der Pfanne nehmen und warm halten.

Jakobsmuscheln im Uhrzeigersinn in der heißen Pfanne. Honig-Tomaten in einer zweiten heißen Pfanne

Jakobsmuscheln im Uhrzeigersinn in der heißen Pfanne. Honig-Tomaten in einer zweiten heißen Pfanne.

Zum Schluss die Jakobsmuscheln zubereiten, da sie am schnellsten fertig sind. Dafür eine weitere Pfanne mit Olivenöl erhitzen. Knoblauchstücke hineingeben und warten bis die Pfanne knackig heiß ist. Von den Jakobsmuscheln nur die sogenannte “Nuss” (weißer, runder Teil) verwenden. Diese wird von den Muschelschalen getrennt, während das orangefarbene “Corail” entfernt wird. Dieses “Corail” gilt als Delikatesse und schmeckt sehr fischig. Laut der Deutschen See Fischmanufaktur in Bremerhaven sollte man Jakobsmuscheln, von denen man das “Corail” mitessen möchte, nur zwischen August und November einkaufen. Ich habe das auch als “Rogen” bezeichnete Stück der Jakobsmuschel also jeweils entfernt und nicht mitverarbeitet. Die “Nüsse” der Jakobsmuscheln nun im Uhrzeigersinn in die heiße Pfanne legen. Die Uhrzeigersinn-Taktik dient dazu, nicht den Überblick dabei zu verlieren, welche Stücke zuerst gewendet werden müssen. Jede Seite zwischen 1,5 und 2,5 Minuten anbraten und sofort aus der Pfanne nehmen. Ich mag Jakobsmuscheln am liebsten mit einem glasigen Kern.

Zuletzt das Ganze anrichten. Risotto mithilfe eines Servierrings auf Tellern hübsch platzieren. Daneben grüne Spargelstücke und Honig-Tomaten anordnen. Jakobsmuscheln aufteilen. Mit Petersilie, Estragon und Basilikum garnieren. Den übrigen Parmesan über Risotto und Spargel geben. Heiß servieren. Großartig!

Fertig!

Fertig!

Kalbsleber mit roter Zwiebel, Apfel, Kartoffelbrei und Spinat

Heute gibt es eines meiner allzeit liebsten Gerichte, die ich bereits als Kind sehr mochte: Leber. Die Erfahrung lehrt mich, dass diese für meine Begriffe köstliche Innerei bei vielen Menschen eher auf Ablehnung stößt. Einerseits aus Unkenntnis und andererseits, weil sie eben ein Entgiftungsorgan ist. Aus letzterem Grund esse ich Leber tatsächlich nur in großen Abständen und keinesfalls regelmäßig. Auch verzichte ich mittlerweile auf Schweineleber. Für mich kommt Leber nur auf den Tisch, wenn es entweder Geflügel- oder Kalbsleber ist und von einem regionalen Schlachter stammt. Die hier verwendete Kalbsleber habe ich auf dem Wochenmarkt in Bremen von einem norddeutschen Schlachthof eingekauft. Sie hatte eine sehr gute Qualität und wurde in der Pfanne schön cremig-zart. In Kombination mit einer roten Zwiebel, einem süßen Apfel und Baby-Spinat war es eine sehr gelungene Mahlzeit zum Mittagessen!

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Zutaten (für 2 Portionen)

300 g Kalbsleber | 1 reifer, rotbäckiger Apfel | 150 g Baby-Spinat | 5 mittelgroße Kartoffeln (mehligkochend) | 1 rote Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | schwarzer Pfeffer | Muskatnuss (gemahlen) | Kräutersalz | etwas Mehl | etwas Butter | ein paar Schluck Milch | Olivenöl

Ein Teil meiner Einkäufe: Rote Zwiebel, Apfel, Muskatnuss, Baby-Spinat, Kartoffeln und Kalbsleber

Ein Teil meiner Einkäufe: Rote Zwiebel, Apfel, Muskatnuss, Baby-Spinat, Kartoffeln und Kalbsleber.

 

Zubereitung

Zuerst den Kartoffelbrei zubereiten. Dazu Kartoffeln schälen, vierteln und unter fließendem Wasser abspülen. In einen Topf mit ausreichend Wasser geben und solange kochen, bis sie weich sind. Abseihen, zurück in den Topf geben. Zwei Prisen Salz, etwas Muskatnuss und einen Schluck Milch hinzufügen und zerstampfen. Je nach Sämigkeit etwas mehr oder weniger Milch hinzugeben. Ich mag selbstgemachten Kartoffelbrei am liebsten cremig, aber mit noch kleinen, groben Stücken darin. Die Kartoffelmasse mit Hilfe eines Deckels im Topf warm halten.

Jetzt die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen und in kleine Stücke zerteilen. Apfel schälen, halbieren, entkernen und anschließend in halbe Scheiben schneiden. Alle drei Zutaten erstmal beiseite stellen.

Spinat abwaschen und in einem kleinen Topf voll Wasser auf dem Herd blanchieren. Danach das Wasser abgießen und den Spinat mit einem Stück Butter im Topf kurz anschwitzen. Nach und nach fällt der Spinat in sich zusammen. Mit Kräutersalz und schwarzem Pfeffer nebenbei würzen. Nicht zu lange im Topf anschwitzen, sonst wird der Spinat bitter!

In einer weiteren Pfanne die Zwiebelringe in heißem Olivenöl anschwitzen. Nach zirka 2 Minuten die Apfelscheiben und Knoblauchstücke mit hineingeben. Alles mit einer halben Tasse Leitungswasser auffüllen, damit daraus eine Soße entsteht.

Nun zur Leber. Die Leber mit den Fingern abtasten und eventuell Sehnen vorsichtig mit einem spitzen, scharfen Messer entfernen. Da mein Schlachter die Leber bereits so gut wie möglich vorbereitet hatte, musste ich auch keine Haut mehr extra entfernen. Wenn die Leber dann küchenfertig ist, von beiden Seiten pfeffern und mehlieren. Eine große Pfanne stark erhitzen. Butter hineingeben und ebenso einen Klecks Olivenöl, damit die Butter nicht gleich verbrennt. Die Leberstücke in die heiße Pfanne geben und von beiden Seiten scharf anbraten. Dabei jede Seite ungefähr 3 bis 4 Minuten braten. Nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst werden sie zu fest. Erst nach dem Braten salzen!

 Zum Schluss alle Zutaten auf jeweils zwei Tellern zusammenfügen. Mittels eines Servierrings den Kartoffelbrei anrichten. Den Spinat daneben legen und als dritte Komponente die Leber beifügen. Zuletzt die Zwiebel-Knoblauch-Apfel-Mischung darübergeben.

Herrlich lecker!

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Rhabarberschorle mit frischer Pfefferminze, Limetten und Erdbeeren

Wer noch eine spritzige Idee für warme Frühlingstage sucht, findet in dieser erfrischenden Rhabarberschorle – garniert mit Erdbeeren, Pfefferminze und Limetten – genau das Richtige! Geht schnell und einfach und schmeckt wunderbar!

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Zutaten (für 3 bis 4 Portionen)

2 kg Rhabarber | 30 g frischer Ingwer | 500 ml Leitungswasser | 100 g Zucker | 1 l kaltes Mineralwasser (mit Sprudel) | 2 Limetten | ein paar Erdbeeren | ein paar Stengel frische Pfefferminze

Rotstieliger, deutscher Rhabarber

Rotstieliger, deutscher Rhabarber.

 

Zubereitung

Zuerst die Enden des Rhabarbers entfernen und die Stangen in grobe Stücke schneiden. Ingwer schälen und ebenfalls in kleine Stücke zerteilen. Rhabarber, Ingwer, Zucker und Leitungswasser in einen Topf geben und auf dem Herd abgedeckt bei mittlerer Hitze aufkochen. Danach 10 Minuten garen bis der Rhabarber zerfallen ist. Das Ganze anschließend für 30 Minuten ziehen lassen.

Nun den Rhabarber in ein feines Sieb geben und gründlich ausdrücken. Das ergibt etwa 1 l Saft. Mit kaltem, sprudeligem Mineralwasser auffüllen. Eine Limette vierteln, frische Pfefferminze abwaschen und Erdbeeren ebenso abspülen, von den grünen Strunken befreien und vierteln. Limetten, Minze und Erdbeeren in die Gläser geben und mit Rhabarberschorle auffüllen. Die Gläserränder zusätzlich mit jeweils einer Limettenscheibe und einer Erdbeere garnieren. Yummy!

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Kindheitserinnerung: Selbstgemachte Erdbeermilch mit Vanillezucker

Wer kennt sie nicht aus vergangenen Kindertagen? Frisch geschnibbelte Erdbeeren aus der Region, die zusammen mit Zucker leckeren süßen Saft geben und in Milch eingelegt werden. Das wirklich einfache Rezept möchte ich gern auf meinem Blog teilen, denn es gibt tatsächlich Menschen, die das nicht von ihren Großeltern zubereitet bekamen. Den Zucker hatte ich bereits im letzten Winter mit einer Vanilleschote angesetzt und heute nach gut vier Monaten erstmals verwendet. Die Süßspeise eignet sich für’s Frühstück, genauso wie für jede andere Gelegenheit zwischendurch. Und wenn man die Erdbeermilch nur lang genug stehen lässt, färbt sie sich hübsch rosa.

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Zutaten (für 2 Portionen)

1 Schälchen Erdbeeren (à 250 g) | 2 EL Vanillezucker | 2 x 150 ml Milch

Meine ersten deutschen Erdbeeren in diesem Jahr

Meine ersten deutschen Erdbeeren in diesem Jahr.

 

Zubereitung

Zuerst Erdbeeren abwaschen und die grünen Strunken entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und in eine große Schüssel füllen. Den Vanillezucker darüberstreuen, gründlich vermengen und für zirka 1 Stunde ruhen lassen, damit die Erdbeeren gut saften. Anschließend die Erdbeer-Vanillezucker-Mischung auf zwei Schälchen verteilen und mit jeweils 150 ml Milch begießen. Das Ganze für mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen und genießen!

 
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Humble Chicken Stew nach Jamie Oliver

Heute präsentiere ich euch mein erstes eigenes Stew. Die Idee für den Hühnchen-Eintopf stammt dabei aus der Feder des britischen Fernsehkochs Jamie Oliver. Auf seine im Originalrezept vorkommenden Knödel habe ich jedoch verzichtet. Das Stew wärmt schön von innen und passt eher in die kältere Jahreszeit.

Noch einen schönen Montag euch allen!

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Zutaten
(für 4 bis 6 Portionen)

80 g Bacon | Olivenöl | 2 Gemüsezwiebeln | 5 mittelgroße Kartoffeln | 3 Karotten | ein paar Zweige frischen Thymian | 2 Lorbeerblätter | 300 g braune Champignons | 1 gehäufter TL Mehl | 300 g Hähnchenbrustfilet | Salz | schwarzer Pfeffer | 1 Glas á 200 ml Hühnerfond

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Zubereitung

Zuerst das Gemüse vorbereiten. Dazu Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Kartoffeln schälen, abwaschen und in mundgerechte Stücke zerteilen. Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Champignons putzen und halbieren.

Im nächsten Schritt das Hähnchenfilet in mundgerechte Stücke schneiden und ebenfalls den Bacon zerteilen.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen (mittlere Hitze) und den Bacon hineingeben und auslassen. Daraufhin das Hähnchen hinzufügen, bis es von allen Seiten angebraten ist. Folglich Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Thymian sowie Lorbeerblätter in den Topf geben und für etwa 10 Minuten köcheln. Dabei mehrmals umrühren. Nun die halbierten Pilze und das Mehl einrühren und den Topf mit Hühnerfond auffüllen. Salzen und pfeffern. Zum Schluss das Ganze abgedeckt für zirka 35 Minuten köcheln lassen. Auf Tellern heiß servieren.

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Braune Riesenchampignons mit Bärlauchpesto und Ziegenweichkäse

Ich liebe Bärlauch und genau JETZT gibt es ganz viel davon. So auch direkt gegenüber beim örtlichen Gemüsehändler in Bremen. Für ein gelungenes saisonales Fingerfood fehlten also bloß noch braune Riesenchampignons, eine Rolle Ziegenweichkäse und Zutaten für ein gutes Bärlauchpesto. Gedacht, gekauft. Das Pesto geht superschnell und schmeckt göttlich! Es passt auch super auf ein frisches Brötchen oder zu einem Teller Nudeln. Ran an die Gabeln!

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Zutaten (für 2 bis 3 Portionen)

12 braune Bio-Riesenkulturchampignons | 100 g Haselnusskerne (gemahlen) | 100 g Bärlauch | 80 g Parmesan | 100 ml Olivenöl | Salz | schwarzer Pfeffer | 1 EL Zitronensaft | 75 g Ziegenweichkäse | Rote-Rettich-Kresse | frische Petersilie

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Zubereitung

Im ersten Schritt das Bärlauchpesto zubereiten. Dazu den Bärlauch waschen, trocken schütteln, entstielen (ein paar ganze Blätter zum Garnieren beiseite legen) und halbieren. Parmesan in grobe Stücke schneiden. Nun Olivenöl, Haselnüsse, Parmesan und Bärlauch in den Universalzerkleinerer geben und zerhäckseln. Salz, schwarzen Pfeffer und Zitronensaft hinzufügen und alles gründlich vermischen. Abschmecken.

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Die Riesenchampignons putzen und die Stiele entfernen. Die Stiele könnten nach Bedarf auch noch anderweitig Verwendung finden. Die Pilze in eine Auflaufform setzen und im Backofen auf der mittleren Schiene bei rund 150 °C für 12 bis 15 Minuten backen. Herausnehmen und salzen. Folglich die Champignons mit Bärlauchpesto füllen und jeweils ein zerkleinertes Stück Ziegenweichkäse hineindrücken. Zum Schluss mit den ganzen Bärlauchblättern, Roter-Rettich-Kresse und frischer Petersilie garnieren. Sehr gut!

Selbsgemachtes Bärlauchpesto. Wunderbar!

Selbsgemachtes Bärlauchpesto. Wunderbar!

Tarte au Citron (mit Lemon Curd)

Gestern gab es eine himmlisch gute, sommerliche Tarte au Citron, die mit traditionellem, britischem “Lemon Curd” gefüllt wurde. Die Zitronencreme entstand dabei kurzerhand aus Butter, Zucker, Eiern, Zitronensaft und Zitronenschale. Sie kann zudem auch gern einzeln hergestellt und als Brotaufstrich verwendet werden. Als Teig diente ein Mürbeteig. Ich bin ein echter Fan dieses wunderbaren Backwerks!

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Zutaten (für eine Springform à 26 cm Ø)

Mürbeteig
250 g Dinkelmehl | 1 Prise Salz | 90 g Zucker | 125 g Butter | 2 Vanilleschoten | 1 Ei | Keramik-Backbohnen zum Blindbacken

Lemon Curd
Schale von 3 Zitronen | 100 ml Zitronensaft | 100 g Butter | 200 g Zucker | 2 Eier

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Zubereitung

Als Erstes den Mürbeteig zubereiten. Dafür Zucker und Butter miteinander verrühren (aber nicht schaumig schlagen!). Das Mark aus beiden Vanilleschoten auskratzen und zur Butter-Zucker-Mischung geben. Anschließend das Ei hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Das Mehl sieben und zusammen mit dem Salz portionsweise zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben. Wenn der Teig eine krümelige Konsistenz hat, einen Teigball formen und für 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Nun zum Lemon Curd. Butter, Zucker, Zitronenschale und -saft in einem Topf bei milder Hitze aufkochen und solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Topf von der Kochstelle nehmen. Die beiden Eier in einer Schüssel verquirlen und mit Hilfe eines Schneebesens in die Zitronenmasse einrühren. Das Ganze für zirka 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen bis die Masse dicklich-cremig ist. Die Creme etwas abkühlen lassen.

Den Mürbeteig ausrollen und in eine Tarteform legen. Dabei den Rand mit den Fingern hochziehen. Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und den Mürbeteig für rund 10 Minuten auf der mittleren Schiene blind backen (mit Alufolie versehen und darauf Keramik-Backbohnen legen). Im Anschluss die Alufolie und Backbohnen entfernen und den Teig für weitere 5 Minuten backen, bis er Farbe annimmt. Ofen ausstellen und den Teig herausnehmen. Jetzt das Lemon Curd gleichmäßig über dem Kuchenteig verteilen. Die Form daraufhin nochmal in den Ofen stellen und für zirka 15 Minuten der Restwärme aussetzen.

Zum Schluss den Kuchen aus dem Backofen nehmen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Später gern im Kühlschrank weiter abkühlen lassen. Anschneiden und schmecken lassen!

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Herzlich Willkommen!

Ich bin eine junge Thüringerin mit Wurzeln im italienischen Mittelmeerraum.

Auf meinem Blog dreht sich alles um die Liebe zur Küche. Weil ich aber seit April 2014 als Redakteurin auf den Kreuzfahrtschiffen von AIDA arbeite, schreibe ich zeitweise auch Reiseberichte von unterwegs, in welche die kulinarischen Genüsse fremder Kulturen ebenso münden.

Lasst euch verzaubern