Mary Kay Andrews “Winterfunkeln”

Von Oktober über die Vorweihnachtszeit, Weihnachten, Neujahr bis in den späten Januar hinein hatte ich wieder auf einem AIDA Kreuzfahrtschiff – diesmal im Indischen Ozean – gearbeitet und mich hin und wieder in der bordeigenen Bibliothek an interessanten und spannenden Büchern bedient. Über die Festtage musste leichte Kost her, etwas zum Schwelgen, Schmunzeln und Entspannen. Das Buch “Winterfunkeln” von der US-amerikanischen Schriftstellerin Mary Kay Andrews bot für mich genau den richtigen Stoff. Es passt sowohl zu Weihnachten, als auch in den Winter mit all seinem Zauber!

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Einband

“Das Buch für die romantischste Jahreszeit!”

Eloise Foley liebt die Weihnachtszeit von ganzem Herzen. Dieses Jahr soll es besonders schön werden, denn ihr Traummann Daniel will sie ausgerechnet am 24. Dezember vor den Altar führen. Die Antiquitätenhändlerin ist überglücklich. Doch als der große Tag näher rückt, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken: Das Brautkleid – passt nicht. Die Trauzeugin – steht kurz vor der Entbindung. Der Zukünftige – wird mit einer heißen Italienierin in New York gesehen. Wird es an Weihnachten nun doch nicht das lang ersehnte Fest der Liebe geben?

“Große Gefühle und der Zauber von Weihnachten liegen in der Luft.”

Verlag: FISCHER Taschenbuch, Frankfurt am Main, 4. Auflage (Dezember 2014) | Seitenzahl: 283

Meinung

Das Buch “Winterfunkeln” ist leichte Kost und passt ideal zu warmen Winterabenden mit heißem Tee und einer Wolldecke. Hin und wieder etwas kitschig und nicht immer sehr tiefgründig, aber unterhaltsam und witzig geschrieben. Die Antiquitätenhändlerin Eloise hat sehr viel für die Weihnachtszeit übrig und plant deshalb auch ihre Hochzeit am Weihnachtstag. Sie verbringt zwischendrin ein paar Tage inmitten des Weihnachtstrubels in der Großstadt New York (um ihren “Bald-“Ehemann Daniel zu sehen), in der allerhand schief geht. Etwas turbulent, doch für mich amüsant, zu lesen.

Sie ist immer auf der Suche nach alten Schätzen für ihr eigenes Antiquitätengeschäft in Savannah oder manchmal auch für ihren privaten Besitz. So erfreut sie sich einmal an hübschem, uraltem Geschirr oder ein anderes mal an verstaubtem, fast vergessenem Weihnachtsschmuck. Ich mochte ihren Geschmack nach alten, aber doch schönen Dingen und ihre Bescheidenheit, New York zwar eindrucksvoll zu finden, sich jedoch in ländlicher Gegend ein gemütliches Leben mit Daniel auszusuchen und aufzubauen.

Sie ist kein anstrengender Charakter und wirkte auf mich als Leser sympathisch und liebenswürdig. Das Buch las sich in einem Ritt zügig weg. Das einzig Ungewöhnliche dabei war die Tatsache, dass die Erzählperspektive stetig wechselte. Der “Ich”-Erzähler war mal Eloise und mal ihre beste Freundin Bebe. Einen solchen Schreibstil hatte ich zuvor noch in keinem Buch gelesen und ich musste mich erst daran gewöhnen. Es war jedoch beim Lesen keinesfalls hinderlich.

Das Buch ist übrigens die Fortsetzung des Titels “Weihnachtsglitzern”. Wer das nicht gelesen hat, kein Problem, es ist für das Verständnis nicht notwendig. Ich hatte es zuvor auch nicht gelesen.

“Winterfunkeln” hatte genau die weihnachtliche Leichtigkeit mit liebenswerten, fast schrulligen Hauptcharakteren, die ich mir für die besinnliche Adventszeit gewünscht hatte.

Graupen-Risotto mit frischen Pilzen

Wie ihr wisst, liebe ich gute Risotti und probiere dabei gern Neues aus. Und schon lange wollte ich etwas mit Graupen kochen, wobei man unterscheiden muss: es gibt Graupen aus Gersten- oder Weizenkörnern, aber auch eine Nudelform (Hartweizengrieß), die sich Graupen nennt. Ich hatte mich für die Nudelvariante entschieden und daraus ein Risotto-Rezept gezaubert. Dazu gab es frische Riesen-Champignons und Shiitake-Pilze aus dem Bio-Laden, Basilikum und ein gutes Stück lange gereiften Parmesan vom Markt. Das Ergebnis schmeckte köstlich und die Nudel-Graupen liegen nicht so schwer im Magen wie echte Risotto-Reiskörner. Ich bin ab jetzt ein Fan!

DSC07666_wpZutaten (für 4 Portionen)
300 g frische, gemischte Pilze (Champignons, Shiitake) | 2 Schalotten | Olivenöl | 250 g Graupen (aus Hartweizengrieß) | 150 ml Weißwein | ca. 800 ml Gemüsebrühe | 1 EL Butter | 3 Stiele Basilikum | 60 g Parmesan | Salz | schwarzer Pfeffer

Frische Riesen-Champignons und Shiitake-Pilze

Frische Riesen-Champignons und Shiitake-Pilze.

Zubereitung
Im ersten Schritt Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Schalotten schälen und klein würfeln. Als Nächstes Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Schalottenwürfel hineingeben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Pilze hinzufügen und für etwa 2 Minuten mitdünsten. Nun Graupen dazugeben und mit Weißwein ablöschen. Unter Rühren so lange garen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Dann Gemüsebrühe zugeben und so lange weitermachen, bis die Brühe komplett verbraucht ist und die Graupen gar sind (dauert zirka 25 bis 30 Minuten).

In der Zwischenzeit Basilikum waschen, trocken schütteln und grob hacken (ein paar ganze Blätter zum späteren Garnieren aufheben). Parmesan reiben. Beides zusammen mit einem Stück Butter unter das fertige Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gegebenenfalls mit Basilikumblättern und groben Parmesanstreifen garnieren.

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Spaghetti mit Avocado-Chili-Pesto & Bacon

Weil noch drei reife Avocados in der Küche vorrätig waren, brauchte es dringend ein Avocado-Rezept. Nach gründlicher Suche bin ich auf essen & trinken fündig geworden. Zusammen mit frischem Knoblauch, Basilikum, Petersilie und reichlich Chili wurde ein sehr leckeres Pesto daraus. Angebratener Speck und frisch geriebener Parmesan rundeten das Ganze ab. Es schmeckte wirklich hervorragend!

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Zutaten (für 4 Portionen)
6 Stiele frischer Basilikum | 4 Stiele glatte Petersilie | 2 Knoblauchzehen | 3 reife Avocados | 3 EL Olivenöl | 2 EL Zitronensaft | 50 g frisch geriebener Parmesan | 1/2 TL gemahlener Chili | 1 Packung geräucherter Bacon (100 g) | 400 g Spaghetti | Salz | schwarzer Pfeffer

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Zubereitung
Zuerst Basilikum und Petersilie waschen, trocken schütteln, die harten Stiele entfernen und die Blättchen hacken. Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Kräuter und Knoblauch in einen Rührbecher geben. Jetzt Avocados schälen, entkernen und das Fleisch klein schneiden. Ebenfalls in den Rührbecher tun. Olivenöl hinzufügen und alles fein pürieren.

Im nächsten Schritt Zitronensaft, geriebenen Parmesan und Chili in den Rührbecher hineingeben und das Pesto erstmal beiseitestellen.

Anschließend den Bacon in 1 cm große Stücke schneiden und in einer Pfanne knusprig ausbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Danach die Spaghetti in ausreichend kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung bissfest garen. Pasta abgießen und das Nudelwasser auffangen.

Etwa 6 bis 8 EL des Nudelwassers unter das Avocado-Chili-Pesto rühren. Pasta in den noch warmen Topf zurückgeben und Pesto, Bacon und Parmesan hinzugeben. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und eventuell Chili nachwürzen und gründlich vermischen. Köstlich gut!

Norddeutsche Küche: Pannfisch mit Bratkartoffeln, Zucchini, Tomaten und frischem Dill

Heute wird es norddeutsch auf meinem Food-Blog, denn es gibt Pannfisch! Pannfisch stammt ursprünglich aus Hamburg und diente früher zum Verwerten von heimischen Fisch- und Kartoffelresten vom Vortag. Schnell wurde daraus ein norddeutscher Küchenklassiker, den man heutzutage auf den Speisekarten zahlreicher gutbürgerlicher Hamburger Restaurants findet. Das Wort “Pann” leitet sich dabei vom friesischen Plattdeutsch “Pan” ab und bedeutet nichts anderes als “Pfanne”. Beim Fisch habe ich auf gute Seelachsfilets zurückgegriffen, die ich bei F. L. Bodes erstanden habe, in meinem Lieblingsfischfachhandel in Bremen. Anders als im Originalrezept gibt es zu den Bratkartoffeln keine Senfsoße, sondern Gemüsebrühe mit Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Ingwer und frischem Dill. Njam njam!

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Zutaten (für 4 Portionen)
400 g frische Seelachsfilets | 2 große Tomaten | 1 mittelgroße Zucchini | 6 Kartoffeln (Sorte: Linda| 1 große Zwiebel | ein daumengroßes Stück Ingwer | 250 ml Gemüsebrühe | 4 große Stängel Dill | etwas Butter zum Braten | Muskatnuss | Salz | schwarzer Pfeffer | “Fischgewürz zum Braten und Grillen” nach Alfons Schuhbeck (beinhaltet: Meersalz, Kurkuma, Knoblauch, Paprika, gemahlene Senfkörner, Kreuzkümmel, Chili, Ingwer, Kardamom, Pfeffer)

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Zubereitung
Zuerst Tomaten halbieren, die grünen Strunken entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Zucchini ebenfalls in dünne Scheiben zerteilen. Kartoffeln schälen, unter fließendem Wasser kurz abspülen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in Ringe schnibbeln. Ingwer schälen und auch in Scheibchen schneiden. Dill abwaschen, trocken schütteln, die harten Stängel entfernen und den Rest klein hacken. Gemüsebrühe ansetzen. Den Seelachs in vier gleichmäßig große Stücke teilen und anschließend mit dem Fischgewürz sowie dem klein geschnittenen Dill auf der Oberfläche einreiben.

Einen Bräter mit Deckel bereitstellen. Bräter auf den heißen Herd setzen. Ein Stück Butter hineingeben. Kartoffelscheiben darin anbraten. Zwiebelringe und Ingwerstücke hinzufügen und mitbraten bis die Zwiebeln glasig werden. Zwischendrin mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen. Jetzt Zucchinischeiben darüberlegen und anschließend Tomatenscheiben daraufgeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Im nächsten Schritt die Fischfilets obendrauf legen. Den Bräter abdecken.

Der Pannfisch wird traditionellerweise in einer Pfanne mit Deckel auf dem Herd gegart. Das geschieht bei niedriger Hitze für etwa 20 Minuten. Man kann ihn jedoch auch im Ofen fertig garen, um eine gleichmäßige Hitze von allen Seiten zu garantieren. Dafür benötigt der Ofen eine Temperatur von 175 Grad Umluft. Der Fisch und das Gemüse werden hierbei gleichfalls 20 Minuten abgedeckt im Bräter gegart. Das Ergebnis schmeckt grandios!

Elli H. Radinger “Minnesota Winter – Eine Liebe in der Wildnis”

Heute möchte ich euch endlich wieder ein Buch vorstellen, welches ich in diesem Winter gelesen habe: Minnesota Winter – Eine Liebe in der Wildnis. Meine Oma hat es mir weitergeschenkt. Die autobiographische Geschichte spielt im US-amerikanischen Minnesota, in dessen Nähe ich selbst einmal gelebt habe. Inmitten eines der Natur überlassenen Wolfsreviers lebt eine Deutsche zusammen mit ihrem amerikanischen Freund in einer Blockhütte. Vor vielen Jahren war ich als Austauschschülerin im Mittleren Westen der USA, genauer gesagt verbrachte ich meine Zeit in dem Dreieck auf der Landkarte, in dem sich Süd Dakota, Minnesota und Iowa treffen. Eine wunderbare Zeit, die schon viel zu lang vorbei ist. Umso schöner, dass meine Oma an mich gedacht hat und mir dieses Buch gab. So konnte ich nochmal eintauchen in diese hübsche Naturlandschaft. Die Geschichte handelt von viel Natur, Wölfen, Einsamkeit, Liebe und zwei menschlichen Weltanschauungen, die kaum miteinander vereinbar sind.

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Einband

Der Aussteiger Greg Howard ist die Erfüllung ihres Traums vom Leben in der Einsamkeit mitten unter wilden Tieren. Kurz entschlossen bricht Elli Radinger alle Brücken zu ihrer Heimat ab und zieht an einen Ort, der auf keiner Landkarte verzeichnet ist, zu einem Mann, den sie kaum kennt. Sie lebt mit ihm in einer Blockhütte im Revier von Wölfen und Bären und stürzt sich in ein Abenteuer, die sie an ihre Grenzen bringt, körperlich und emotional. Was sie erlebt, übertrifft all ihre Erwartungen – und Befürchtungen.

Verlag: Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2015 (Originalausgabe erschien 2013) | Seitenzahl: 300

Meinung

Das Buch wurde von Elli H. Radinger verfasst, eine Deutsche (aus Hessen), die als Fachjournalistin und Buchautorin arbeitet. Sie hat sich auf das Thema Wölfe spezialisiert und gründete im Jahr 1991 die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Außerdem ist sie seit 1991 Herausgeberin vom Wolf Magazin. Sie schrieb in “Minnesota Winter” ihre Erfahrungen nieder, die sie während ihrer Beziehung zu dem Amerikaner Greg Howard erlebte. Greg ist Aussteiger und hat der Zivilisation mit all seinen Fortschritten wie Elektrik oder Konsum abgeschworen. Er versucht seit knapp 14 Jahren so zu leben wie seine Vorfahren und ließ sich in den Weiten des US-Bundesstaates Minnesota nieder. Elli zieht Hals über Kopf zu ihm in die Wildnis und stellt sich den harten Bedingungen dieses Einsiedlerlebens, wie z.B. täglich Wasser holen aus dem umliegenden zugefrorenen See, Eis schmelzen, Fische fangen und ausnehmen, keinen Ort in der Cabin zu finden für ungestörte Körperwäsche und -pflege, eisige Kälte, Fortbewegung im tiefen Schnee und die kilometerweite Beförderung von Einkäufen mit dem Schlitten, dem Skifahren und Schneeschuhlaufen lernen und allen voran den Eigenheiten von Greg, der mir oft ungerecht, engstirnig und dickköpfig vorkam. Immer wieder streiten die beiden im Buch, weil sie unterschiedliche Weltanschauungen haben. Er will keine Kinder und hasst Hunde, was Elli das Herz bricht, da sie gern ihre geliebte Labradorhündin Lady mit in die USA nehmen möchte, die währenddessen von ihren Eltern in Deutschland betreut wird. Hunde lehnt Greg jedoch kategorisch ab.

Als Leser fragte ich mich sehr häufig, weshalb die Autorin sich so einer schweren Aufgabe überhaupt stellt und all ihre Prinzipien über den Haufen wirft für einen Mann, der sich nicht wirklich für ihre Welt zu interessieren scheint. Er weigert sich, mit ihr einen Urlaub in Deutschland zu machen und ihre Familie kennenzulernen. Er erachtet es als selbstverständlich, dass sie die lange und teure Flugzeugreise zwischen Deutschland und den USA ein- bis zweimal im Jahr hin- und herpendelt. Sie gibt nahezu all ihre Ersparnisse aus, um ihrem Freund gerecht zu werden und vergießt im Laufe des Buches viele Tränen, weil sie an ihre emotionalen wie auch körperlichen Grenzen kommt. Greg beteiligt sich finanziell nicht an ihren Reisen und macht ihr immer wieder Vorwürfe, wenn sie Geld für – in seinen Augen unwichtige – Dinge wie Kaffee oder Internet (Elli schreibt ihre Artikel in der Cabin, um weiter Geld zu verdienen) ausgibt. Er lebt eine Doppelmoral. Als Erklärung für ihr langes Durchhalten nennt Elli immer wieder ihren jahrelang gehegten Wunsch vom autarken Leben in einer Cabin im Wald. So stark war ihr Drang, sich diesen Traum zu erfüllen, dass sie diese Art von Leben lang genug ertragen hat. Bestimmt gab es zwischendrin auch das ein oder andere Erlebnis, das unwiederbringlich und besonders für sie war, wie beispielsweise ihre Begegnung mit Wölfen im Wald, Sterne und Sternschnuppen beobachten, die unzähligen Kanutouren oder das Erlernen, wie man ein Kanu baut.

Ich bewundere die Autorin für ihr Durchhaltevermögen und glaube, dass es nach einer solch deprimierenden Erfahrung auch immer viel Positives zu finden gibt, das man für sich und sein eigenes Leben mitnehmen kann. Sie hat sich, zumindest zeitweise, einen Lebenstraum erfüllt und das kann man ihr nicht vorwerfen. Aus Fehlern lernt man. Das Buch war spannend geschrieben und hat mich zugleich gut unterhalten.

Weißwein-Risotto mit Kräutern, Jakobsmuscheln und selbstgemachtem Gemüsefond

Ich schätze ein gutes Risotto sehr, denn es macht vernünftig satt, schmeckt in der Variante mit Weißwein köstlich und kann ganz unterschiedlich kombiniert werden. Seine Konsistenz ist diesmal wieder perfekt gelungen: cremig, kernig und schlotzig. Als Risotto-Sorte hatte ich mich für Arborio entschieden, den bekommt man in Deutschland problemlos. Und weil ich sehr auf fischige Varianten stehe, fiel die Wahl auf Jakobsmuscheln. Gepaart wurden sie mit frischen, grünen Kräutern, wie Fenchelgrün, Schnittlauch, Basilikum, Petersilie und Koriander. Das Besondere: Auch der Gemüsefond wird hier selbst angesetzt, was man sofort herausschmeckt und ein tolles Aroma gibt. Das Rezept habe ich in dem Bookazine “Der Feinschmecker – Das Beste aus Italien” (Nr. 5, Sonderpublikation) gefunden.

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Zutaten (für 4 Portionen)
300 g Risotto (Sorte: Arborio) | 800 g frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Fenchelgrün, Koriander) 
| 2 Zwiebeln | 1/2 Porreestange | 2 Karotten | 1/4 Knollensellerie | 1 kleine Zucchini | 2 Zehen Knoblauch | 1 kleines Stück Ingwer | 150 ml Weißwein | 50 g Butter | 50 geriebener Parmesan | 12 Jakobsmuscheln | Oliven-Öl | Kokos-Öl | Salz | Pfeffer | frische Gartenkresse

 

Zubereitung
Im ersten Schritt Kräuter abwaschen und verlesen. In 1 Liter Salzwasser blanchieren, danach mit einem Schaumlöffel herausheben und in Eiswasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und pürieren. Erstmal beiseitestellen.

Jetzt den Gemüsefond zubereiten. Dazu das klein geschnittene Gemüse (1 Zwiebel, Porree, Karotten, Knollensellerie und Zucchini) in das Kräuterwasser geben und 30 Minuten köcheln lassen. Hinterher das  Gemüse in ein Sieb schütten und den Fond auffangen und heiß halten. Das zerkochte Gemüse entsorgen.

In einer heißen Pfanne das Risotto zubereiten. Dafür Oliven-Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen. Eine gewürfelte Zwiebel, Ingwerstückchen und eine der zerkleinerten Knoblauchzehen in die Pfanne geben und kurz anschwitzen. Im Anschluss den Risotto-Reis hinzufügen und ebenfalls glasig anschwitzen. Jetzt mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit verdunstet ist, nach und nach mit dem selbstgemachten Gemüsefond aufgießen. Das Risotto darf nicht kalt werden und möchte ständig gerührt werden. Reis in der Flüssigkeit gut quellen lassen. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten. Zwischendurch die Bissfestigkeit der Reiskörner prüfen. Gegen Ende die pürierten, grünen Kräuter und den Parmesan unterheben. Wenn die gewünschte Reis-Konsistenz erreicht ist, die Pfanne vom Herd nehmen und abgedeckt noch kurz ruhen lassen. Gegebenenfalls noch ein Stück Butter mit in den Topf rühren.

Ganz zum Schluss die Jakobsmuscheln zubereiten. Eine weitere Pfanne mit Kokos-Öl heiß werden lassen. Die zweite, klein geschnittene Knoblauchzehe mit in die Pfanne geben. Im nächsten Schritt die Jakobsmuscheln im Uhrzeigersinn ins knackig heiße Öl legen und von beiden Seiten jeweils nur 1 Minute scharf anbraten. In derselben Reihenfolge die Muscheln wieder aus der Pfanne herausheben.

Auf jeden Teller eine große Kelle Risotto geben, mit Jakobsmuscheln belegen, mit einem Rest Parmesan und frischer Gartenkresse bestreuen. Fertig. Schmeckt hervorragend und macht ordentlich satt!

Cantuccini

Nachts schaue ich besonders gern die Sendung “Medical Detectives – Geheimnisse der Gerichtsmedizin” und aus heiterem Himmel überkam mich letzte Nacht mittendrin die Lust, zu backen. Verrückt. Und gedacht, getan. Ich entschied mich kurzerhand für das italienische Mandelgebäck Cantuccini, für das es keine ausgefallenen Zutaten braucht und die richtig lecker zum morgendlichen Kaffee oder Espresso passen. Das Rezept begegnete mir vor ein paar Tagen bei essen & trinken und so kam es ohnehin auf meine To-bake-Liste. Die Cantuccini sind hervorragend gelungen und vom Schwierigkeitsgrad sehr einfach. Bisher waren alle Test-Esser von Geschmack und Knusprigkeit begeistert. Ich werde nie wieder welche im Laden kaufen! Ein kleines Tütchen voll mit herrlich duftenden Cantuccini eignet sich auch besonders gut als Geschenk aus der Küche.

Hmm ... Espresso mit knusprigem Cantuccino!

Hmm … Espresso mit knusprigem Cantuccino!

 

Zutaten (für circa 50 Stück)
125 g Mehl | 90 g Zucker | 1/2 TL Backpulver | 1 Pck. Bourbon-Vanille-Zucker | 1/4 Fläschchen Bittermandel-Aroma | eine Prise Salz | 20 g weiche Butter | 1 Ei | 100 g gehackte Mandeln

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Zubereitung
Zuerst gesiebtes Mehl, Backpulver, Vanille-Zucker, Bittermandel-Aroma und Salz in eine große Rührschüssel geben. Butter und das Ei hinzufügen und alles mit den Rührstäben des Mixers gründlich vermischen. Mandeln mit den Händen darunterkneten und den Teig zu einer Kugel formen. In Folie einwickeln und für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Danach den Teig in drei gleichgroße Stücke zerteilen und zu langen Rollen formen. Alle drei Teigrollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech nebeneinander legen (mit etwa 5 cm Abstand voneinander). Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für zirka 13 Minuten vorbacken (auf der mittleren Schiene).

Im nächsten Schritt das Backblech aus dem Ofen herausnehmen, kurz abkühlen lassen und jede der Teigrollen mit einem scharfen Messer schräg in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Kekse auf dem Backblech verteilen, mit Alu-Folie abdecken und für weitere 13 Minuten in den Backofen (mittlere Schiene) schieben – diesmal bei 160 Grad Umluft.

Zum Schluss die Cantuccini herausnehmen, abkühlen lassen und in einer geschlossenen Blechdose aufbewahren.

Leckere Cantuccini in der Geschenktüte

Leckere Cantuccini in der Geschenktüte.

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Herzlich Willkommen!

Ich bin eine junge Thüringerin mit Wurzeln im italienischen Mittelmeerraum.

Auf meinem Blog dreht sich alles um die Liebe zur Küche. Weil ich aber seit April 2014 als Redakteurin auf den Kreuzfahrtschiffen von AIDA arbeite, schreibe ich zeitweise auch Reiseberichte von unterwegs, in welche die kulinarischen Genüsse fremder Kulturen ebenso münden.

Lasst euch verzaubern