„Ginger Beer“ nach Jamie Oliver

„Ginger Beer“ nach Jamie Oliver

Dieses Rezept für frisches „Ginger Beer“ habe ich vor vielen Jahren mal in der BBC-Serie „The Naked Chef“ mit Jamie Oliver gesehen. Und weil es in den letzten Wochen häufig sehr heiß war, gab es bei uns endlich eine erfrischende Kostprobe davon. Es ist alkoholfrei und schmeckt sehr würzig nach Ingwer, das muss man also mögen. Ich finde es klasse!

DSC09115_wp
Zutaten (für 1 großen Krug à 1,5 l)

150 g frischer Ingwer | 3 Bio-Limetten (Saft & Schale) | 4 EL brauner Zucker | 1,5 l kaltes Mineralwasser (mit Sprudel) | 1/2 Bund frische Nana-Minze | 1/2 Bund frische Zitronenmelisse | 8 Eiswürfel

Der Ansatz. Nach dem Durchziehen durch ein Sieb geben
Der Ansatz. Nach dem Durchziehen durch ein Sieb geben.

Zubereitung
Im ersten Schritt wird der Ingwer geschält und mit einer Reibe klein gerieben. In eine große Schüssel geben. Braunen Zucker hinzufügen. Bio-Limetten heiß abspülen, trocknen und die Schale mit einem Sparschäler abschaben. Limetten auspressen. Sowohl Schale als auch Saft zur Ingwer-Zucker-Mischung geben und durchrühren. Kurz stehenlassen. Nun frische Nana-Minze und frische Zitronenmelisse abwaschen, trocken schütteln und ebenfalls in die Schüssel geben. Mit sprudeligem Mineralwasser auffüllen und für mindestens 15 Minuten ziehen lassen, gern auch länger. Zum Schluss alles durch ein Sieb geben und das „Ginger Beer“ in einen Krug umfüllen. Eiswürfel hinzufügen und gegebenfalls mit Wasser aufgießen. Mit ein paar Stengeln frischer Nana-Minze und frischer Zitronenmelisse garnieren. Fertig. Schmeckt herrlich würzig und erfrischend. Perfekt für einen heißen Tag!

Spargel-Risotto mit Tomaten & Eismeergarnelen

Spargel-Risotto mit Tomaten & Eismeergarnelen

Heute habe ich wieder ein köstliches Risotto für euch. Es passt mit regionalem, weißem Spargel sehr gut in die Mai- bzw. Juni-Saison. Dazu warme, angeschmorte Tomaten, grob gehobelter Parmesan und Eismeergarnelen vom Fischhändler … und der Bauch macht einen Freudentanz. Das Rezept folgt!

DSC08848_wpZutaten (für 6 Portionen)

500 g Risotto (Sorte: Ribe) | 2 Gemüsezwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 1 kleines Stück Ingwer | Kokosöl | 150 ml Weißwein | 500 ml Gemüsebrühe | 150 ml Spargelwasser | 500 g weißer Spargel | 8 kleine Tomaten | 200 g Eismeergarnelen | 100 g Parmesan | Salz | schwarzer Pfeffer | eine Prise Zucker | 3–4 Butterflöckchen

Zubereitung
Zuallererst das Risotto kochen. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch schälen und jeweils klein schneiden. Einen großen Topf mit reichlich Kokosöl erhitzen und Zwiebel, Ingwer sowie Knoblauch darin andünsten. Zuckern und kurz karamellisieren lassen. Risotto hineingeben und ebenfalls anschwitzen. Wenn das Risotto glasig ist, das Ganze mit Weißwein ablöschen. Wenn der Weißwein verdunstet ist, mit Gemüsebrühe nachgießen bis das Risotto ganz mit Flüssigkeit bedeckt ist. Sobald die Flüssigkeit eingekocht ist, erneut Gemüsebrühe nachschütten. Solange fortfahren bis das Risotto weich ist. Das dauerte bei mir rund 22 Minuten. Sechs Minuten vor Ende der Garzeit kommen die Spargelstücke und Eismeergarnelen ins Risotto hinein.

In der Zwischenzeit den weißen Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser binnen zirka 7 bis 8 Minuten weich kochen. Aus dem Wasser nehmen und rund 150 ml vom Spargelwasser aufheben. Mit unter das Risotto geben, das gibt extra Spargelgeschmack.

Tomaten mit Wasser abwaschen und trocknen. Eine kleine Pfanne mit Kokosöl heiß werden lassen und die Tomaten hineinsetzen. Solange darin anbraten bis sie weich und leicht angeschmort sind.

Zum Schluss das Risotto salzen, pfeffern und ein paar Butterflöckchen hineingeben. Den Risotto-Topf vom Herd ziehen und abgedeckt noch für 2 Minuten ruhen lassen.

Das Risotto auf Teller verteilen und die kleinen Tomaten daraufsetzen. Parmesan darüber hobeln und genießen.

Wattwandern & Krabbenpuhlen in Husum (Nordsee)

Wattwandern & Krabbenpuhlen in Husum (Nordsee)

In diesem Jahr war ich bereits zweimal im erholsamen Husum an der Nordsee, um gemeinsam mit meinem Partner dessen Familie zu besuchen. Der erste Besuch fand in der zweiten Aprilwoche statt, während die wunderschöne Krokusblüte im Husumer Schlossgarten zu bestaunen war. Und Mitte Mai zog es uns erneut in die als „graue Stadt am Meer“ literarisch bekannte Heimatstadt von Schriftsteller Theodor Storm. Beim zweiten Mal war ich mutig und wagte mit netter Begleitung einen kleinen Spaziergang im Watt. Ein weiteres Highlight war meine erste Begegnung mit fangfrischen Nordseekrabben, die vor dem Verspeisen zuerst noch gepuhlt werden mussten. Bei sehr vielen Sonnenstunden schmeckte auch das leckere italienische Eis aus der Eisdiele „Cortina“. Wir hatten großes Glück, so regnete es nicht einen einzigen Tag bei beständigen, trocken-warmen Durchschnittstemperaturen von um die 24 bis 25 Grad Celsius. Im Folgenden zeige ich euch meine schönsten Schnappschüsse aus Husum an der Nordsee.

Der Außenhafen.

20180520_122802_wpDer Krabbenkutter „Störtebeker“ mit Fangnetzen.

20180520_122622_wpEin weiterer Krabbenkutter namens „Marion“.

20180520_122437_wpEin Krabbenkutter fährt in der sogenannten Fahrrinne in den Husumer Hafen ein.

20180521_163433_wpNoch mehr hübsche Impressionen vom Dockkoog aus fotografiert.

20180521_163006_wp
20180521_163219_wp
20180521_164701_wp
Beim zweiten Husum-Besuch habe ich mich unter freundlicher Anleitung getraut und einen herrlichen Wattspaziergang gemacht, als gerade Ebbe war. Zweimal am Tag ist Ebbe und zweimal am Tag kommt die Flut. Die genauen Gezeitenvorausberechnungen (Hoch- und Niedrigwasser) findet man in sogenannten Tidenkalendern, beispielsweise in der regionalen Tageszeitung oder auch auf der Website der Tourismus-Organisation.

DSC08949_wpGlitschig, aber samtig weicher Schlamm.

Eine Herzmuschel mit Seepocken. Diese Muschel kommt an der Nordsee am häufigsten vor. Die Seepocken sind winzige Krebse, die sich bei Flut öffnen und mit ihren Fächern kleine Plankton-Teile wegfangen.

DSC08965_wpPfeffermuscheln.

DSC08970_wpAusscheidungen (markante Kothäufchen) von Wattwürmern und eine sichtbare Wohnröhre. Wattwürmer fressen mit ihrem ausstülpbaren Rüssel den Sand, der in ihr Schlupfloch fällt und verdauen die organischen Bestandteile. Der Rest liegt ausgeschieden außerhalb ihrer „Wohnung“, so wie hier sichtbar ist.

DSC08950_wpEin lebendiger Wattwurm.

DSC08963_wpDarmtang. Platte, innen hohle Bänder, die bis zu 30 cm lang werden können.

DSC08985_wpEin leerer Krabbenpanzer. Das Tier wurde vermutlich von einem Vogel gefressen.

DSC08996_wpDiese Strandschnecken lagen überall an den Ufern. Sie sind lebendig und wenn man sie aufhebt, zieht sich die Schnecke fluchtartig in ihr Häuschen zurück. Sie wird 2 bis 3 cm groß und ernährt sich von Kieselalgen. Auch auf ihnen konnte man viele Seepocken finden.

DSC09004_wpHerrlich matschig. Fühlt sich an wie eine wohltuende Schlammpackung.

DSC09014_wpKönnte eine Sandklaffmuschel sein?

DSC09030_wpAlles krutschelt beim Laufen zwischen den Zehen.

DSC08971_wpSchmutzige Füße und kein schlechtes Gewissen.

DSC09051_wpZeit für Körperpflege. Den Schlamm abspülen unter der Fußdusche.

DSC09059_wpWindhosen am Deich … im wahrsten Sinne des Wortes.

20180521_170551wpStrandkorb.

20180408_121902_wpLahnungen am Deich für den Küstenschutz und die Landgewinnung. Man sieht jede Menge doppelte Holzpflockreihen mit Sträuchern dazwischen, sogenannte Faschinen (Bündel von z.B. Reisig).

20180521_171023wpFlaschenpost“ im Schlick.

20180521_170910wpNoch mehr Lahnungen.

20180521_171229wp
20180521_171045wp
Seegras, Blasentang und Strandschnecken. Seegras gilt als ein sehr nützlicher Laichplatz. Blasentang besteht aus einer verzweigten, derb-lederigern Haut mit luftgefüllten Schwimmblasen.

20180521_170513wpEine Wellhornschnecke.

20180521_170420_wpNoch eine Herzschnecke und mehrere Strandschnecken.

20180521_170312_wpEine kleine Strandkrabbe im Blasentang.

20180521_170127_wpMein Schatten und ich.

20180521_165945(0)_wpWarten auf die Flut.

20180521_165834_wp2Jede Menge Blasentang.

20180521_165659_wp
20180521_165834_wp
Überall am Deich grasten verschiedene Schafherden. Die waren sehr zutraulich und an Menschen gewöhnt.

20180521_164455_wpEin Schäfchen pausierte vor einem Meer aus Butterblumen.

20180521_172335(0)wpHerrlich salzige Luft wehte mir um die Nase. Ich hätte noch stundenlang am Deich verweilen können.

Am Deich
Am Deich.

Ein kleines, neugieriges Lamm.

20180521_172233wpKunterbunte Holzstühle zieren den Hafen.

DSC09061_wpAm Binnenhafen findet man alte Speicherhäuser, Möwen, Boote und kleine Werftanlagen.

20180522_172251_wpDSC09067_wpSturmflutwasserstände bis ins Jahr 1362 …

20180522_172946_wpDer Husumer Speicher ist ein renovierter Getreidespeicher. Hier finden seit 1982 regelmäßig kleine Konzerte und andere Events statt, wie beispielsweise Blues-Abende, Tango-Nächte, Folk-Konzerte, Kabarett, After Work Partys, Ausstellungen, Vorträge, Impro-Theater und vieles mehr.

20180407_143114_wpFischbrötchen auf dem Markt am Binnenhafen. Beim Außenhafen gibt’s hingegen auch frische Krabben direkt vom Kutter.

20180407_142814_wpDie Krabbenkutter bringen in regemäßigen Abständen frische Nordseekrabben in den Hafen. In der Zeitung kann man dann nachlesen, wann die jeweiligen Kutter anlegen und der gemeine Bürger die frischen Meeresbewohner einkaufen kann. Das Kilogramm Krabben kostete zwischen 8 und 12 Euro. Wir holten zweimal Krabben. Und dann wurde gearbeitet. Ich habe gelernt, wie man frische Krabben auspuhlt. Das macht Spaß, hat eine nahezu beruhigende Wirkung auf mich und zwischendrin ist die eine oder andere leckere Nascherei drin.

DSC08893_wp„Die schlechten (oder auch die Schalen) ins Töpfchen, die guten ins Kröpfchen.“

DSC08892_wpMister Crab.

DSC08897_wpIch bin fleißig beim Auspuhlen.

20180523_173736_wpEinmal ziehen bitte. Manche Krabben ließen sich ganz einfach puhlen, indem man an beiden Enden zog. Wieder andere zerrissen in zwei oder drei Teile, was schließlich etwas mehr Zeit in Anspruch nahm, bis man das Fleisch von der Schale befreit hatte.

20180523_173830_wpDas essbare Fleisch.

DSC08904_wpHmm njam njam!

DSC08915_wpGegessen wurden die Krabben auf verschiedene Weisen. Entweder man löffelt sie einfach aus der Schüssel und ist sie nebenbei weg. Oder sie kommen auf ein frisches Butterbrot.

DSC08917_wpOder gemixt mit einem großzügigen Klecks Mayonnaise …

DSC08918_wp… und dann ab auf’s Baguette.

DSC08920_wpOder auch mit Käse im Ofen überbacken. Alle Varianten schmecken köstlich. Mein Favorit war ein ganz einfaches Butterbrot mit Krabben obendrauf.

DSC08924_wpWeiter geht’s zum schönen Schlosspark im Herzen Husums. Anfang April blühte hier ein hübsches Meer aus Krokussen, man sagt es seien über 4 Millionen Stück. Ein lila Teppich.

Krokusse so weit das Auge reicht
Krokusse so weit das Auge reicht.
Krokusteppich
Krokusteppich.
Noch mehr Krokusse ... am Wegesrand zwischen den Steinen
Noch mehr Krokusse … am Wegesrand zwischen den Steinen.

Während meines Mai-Besuchs blühte im Schlosspark der Rhododendron prächtig in allen Farben.

RhododendronEine Löwenstatue am Husumer Schloss.

20180407_140353_wpMan findet eine Menge schicker maritimer Motive und dekorativer Spielereien im alten Stadtkern.

20180407_144105_wp
20180407_144029_wp
20180407_143809_wpWenn man sehr gutes Eis essen möchte, sollte man unbedingt im italienischen Eiscafé „Cortina“ auf dem Markt vorbeischauen.

Links: Pistazieneis. Rechts: Pfefferminz mit Schokoladenstücken und Joghurt. Sehr lecker und erfrischend!
Links: Pistazieneis. Rechts: Pfefferminz mit Schokoladenstücken und Joghurt. Sehr lecker und erfrischend!

Dies war mein kleiner, aber feiner Exkurs in unsere Zeit in Husum an der Norsee. Ein schönes Fleckchen in Deutschland, das aufgrund seiner iodhaltigen Luft und Nähe zum Meer sehr erholsam ist. Gern wieder!