Stephen King “Joyland”

Die AIDA Schiffe, auf denen ich zurzeit arbeite, besitzen kleine Bordbibliotheken für die Besatzung, in denen ich sehr gern herumstöbere, um das ein oder andere spannende Buch zu finden. Zwischen all den englisch-, russich- und deutschsprachigen Schmökern entdeckte ich vor einer Weile dieses kleine Juwel von Stephen King: Joyland. Ich liebe seine Filme und habe bereits mehrere Bücher von ihm gelesen. Ich war ganz angetan, dass jemand dieses Buch zurückgelassen hat und freute mich riesig darüber! Heute möchte ich es rezensieren.

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Einband

Stephen Kings Bestseller Der Anschlag – seine Zeitreise in die Sechzigerjahre – wurde von der Kritik einhellig in höchsten Tönen gelobt. In Joyland nun nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht …

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013, in der Verlagsgruppe Random House GmbH | Seitenzahl: 352 | Originaltitel: Joyland (2013, Titan Books, London)

 

Meinung

Die Handlung des Stephen King Romans “Joyland” findet im US-amerikanischen und an der Atlantikküste gelegenen North Carolina im Jahr 1973 statt und behandelt die Themen: die erste große Liebe, Orientierung im Leben eines jungen Erwachsenen, Wehmut und Seelenschmerz, menschliche Enttäuschung, Krankheit, hinterhältiges Morden in einer Geisterbahn und Umgebung sowie die Erkenntnis, was im Leben wirklich wichtig ist.

Im ersten Drittel geht es insbesondere um das Leben des jungen Studenten Devin Jones (u.a. Studium und Finanzierung, Rolle des Vaters, erste große Liebe zu einem Mädchen namens Wendy, Sommerjob mit all seinen beruflichen Herausforderungen im Vergnügungspark “Joyland”, Unterkunft und Verpflegung, Freundschaften knüpfen und die Frage, wohin das Leben führen soll), was sich etwas lang hinzog, aber dennoch nicht uninteressant geschrieben war. Es erinnert an eine klassische Coming-of-Age-Story. Erst im letzten Abschnitt nahm meine Aufregung deutlich zu und führte mich vorbei an einigen Spannungsbögen und der Entlarvung des Geisterbahn-Mörders, den ich zugegeben auch als einen von zwei Möglichkeiten im Verdacht hatte, mir dann aber nicht mehr so sicher war. Das Buch vereint ein Gefühl von Kindheitsnostalgie und ist zugleich ein anregender Krimi. Jedoch hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass nicht etwa der eigentliche Mord im Vordergrund stand, sondern vielmehr die Komplexität des Lebens und so mancher Schicksale von Menschen, denen Devin im Laufe der Handlung begegnet.

Begeistert war ich von der in einzelnen Kulturkreisen bekannten und eigens entwickelten Schausteller- und Jahrmarktsprache, die sich vermutlich durch reisende Völker wie die Sinti und Roma entwickelt hat. King verwendet zahlreiche Begriffe in seinem Roman, mit denen ich bezüglich dieses Kontextes zu Beginn nicht viel anfangen konnte: z.B. Tölpel, Grünschnabel, Schausteller von altem Schrot und Korn, Dogtop, Conies, das Fell oder Schockfreier. Vieles stammt aus dem Jiddischen.

Die Namen etlicher Fahrgeschäfte klingen hingegen vertraut und erinnern an die eigenen Jahrmarkt- und Rummelbesuche aus Kindertagen: beispielsweise “Carolina Spin”, “Wiggle-Waggle-Village”, “Devil Wagons”, “Whirly Cups”, “Howdy House”, “Zipper”, “Thunderball”, “Delirium-Shaker”, “Chair-O-Planes”, “Pup-A-Licius-Bude”, “Dizzy Speedboats”, “Krazy Kups”, “Wild Mouse” und das berüchtigte “Horror House”.

Das Ende ist etwas traurig und hoffnungsvoll zugleich.

Ich kann das Buch weiterempfehlen und habe Lust, mich bald wieder einer Lektüre von Stephen King zu widmen.

DIY-Projekt: Geburtstagskarte “musikalisch dinieren”

Erst kürzlich hatte ein lieber Mensch in meinem Umfeld Geburtstag, dem ich zu besagtem Anlass gern etwas Besonderes schenken wollte. Da er sehr viel für gutes Essen, gehobene Küche und mediterrane Kulinarik übrig hat, bot sich ein Essensgutschein an. Dabei habe ich mich für eine Hamburger Location entschieden, die neben einem mediterranen Ambiente und ausgewählten, extravaganten Speisen sogar einen Michelin-Stern zu bieten hat. Der Gutschein sollte einzigartig aussehen und nicht plump oder gar langweilig sein. Da der Auserwählte selbst Musiker ist, habe ich mir eine musikalisch-appetitliche Aufmachung ausgedacht. Die Idee war schnell in meinem Kopf und somit zog es mich in die verschiedensten Bastel- und Kreativläden. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden! Hier kommt eine Anleitung für Bastelfans:

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Bastelutensilien (für 1 Karte)

1 dunkelrotes A4-Tonpapier mit floral erhabenen Mustern | 1 weiße A4-Wellpappe (zurechtgeschnitten auf 16 x 22 cm) | 1 A4-Transparentpapier mit Musiknoten (zurechtgeschnitten auf 19 x 14,5 cm) | 1 Kupfer-Miniatur-Kochtopf | 1 Miniatur-Streichinstrument (Bratsche) | 1 schmales, oranges Satin-Schleifenband (à 30 cm) | 1 schmales, oranges Organza-Schleifenband (à 30 cm) | 1 breites, oranges Organza-Schleifenband mit floralen Mustern (à 30 cm) | goldener Bouillondraht | doppelseitiges Klebeband | Schere | 1 gelber Miniatur-Papier-Rosenstrauß mit Drahtstengeln und 6 Blüten | 1 Holzmesser und 1 Holzgabel | 1 rosa Papier-Vintage-Untersetzer-Deckchen (Spitze-Design) | 1 kulinarisches Sticker-Set “Italien” | 1 kulinarisches Stickerset “Frankreich” | 1 Miniatur-Kleid | 1 Paar Miniatur-Schuhe | 1 leeres, beiges A4-Blatt mit vorgedrucktem Schriftzug “Einladung” für eine persönliche Botschaft

Alles, was man zum Basteln der Karte braucht, auf einen Blick

Alles, was man zum Basteln der Karte braucht, auf einen Blick.

 

Anleitung

Zuerst weiße A4-Wellpappe und A4-Transparentpapier mit Musiknoten auf die angegebenen Maße zurechtschneiden. Beides versetzt übereinander auf dunkelrotes A4-Tonpapier aufkleben. Holzmesser und Holzgabel mittels doppelseitigem Klebeband links unten auf dem roten Tonpapier anbringen. Den gelben Papier-Rosenstrauß um das Besteck wickeln und “Tomaten”-Sticker auf Gabel und linke untere Ecke kleben.

Aus dem breiten, orangefarbenen Organza-Schleifenband mit floralem Muster eine Schleife legen und zusammenknoten. Daraufhin das schmale, orange Satin-Schleifenband drumherum knoten und beide Enden lang herunterhängen lassen. Den Kupfer-Miniatur-Kochtopf mit goldenem Bouillondraht um die Schleife wickeln und alles mit einem großen Stück doppelseitigem Klebeband auf der weißen Wellpappe fixieren.

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Das Musikinstrument (Bratsche) in der rechten unteren Ecke mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband anbringen, und zwar direkt auf dem transparenten Notenpapier.

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Ich wollte unbedingt auch ein Miniatur-Kleid und Miniatur-Schuhe auf der Karte anbringen, die stellvertretend für eine schicke Garderobe am entscheidenden Ausgeh-Abend stehen. Leider konnte ich in meinen Lieblingsbastelläden nichts dazu finden. Und auch auf diversen Online-Verkaufsplattformen war die Auswahl sehr beschränkt bis unverschämt teuer. Also lief ich kurzerhand alle möglichen Spielzeuggeschäfte ab und wurde schließlich fündig. Ich fand eine kleine, süße Puppe, deren Kleidung und Schuhe geradezu perfekt für mein Vorhaben waren:

Das rothaarige Püppchen gehört zur Serie "Moxie Girlz – Yummiland™" und heißt Kellan. Das Eis ist ein Kamm. Ich habe sie in der Spielwarenabteilung entdeckt und brauchte lediglich Kleid und Schuhe, um sie auf die Karte zu kleben. Jetzt habe ich also ein kleines, nackiges Püppchen zuhause sitzen und muss mir Gedanken machen, was ich ihr in Zukunft anziehe :-) Sie erinnert mich auch ein bisschen an meine Kindheit, in der ich zusammen mit meiner Schwester gern mit Barbie-Puppen gespielt habe

Das rothaarige Püppchen gehört zur Serie “Moxie Girlz – Yummiland™” und heißt Kellan. Das Eis ist ein Kamm. Ich habe sie in der Spielwarenabteilung entdeckt und brauchte lediglich Kleid und Schuhe, um sie auf die Karte zu kleben. Jetzt habe ich also ein kleines, nackiges Püppchen zuhause sitzen und muss mir Gedanken machen, was ich ihr in Zukunft anziehe :-) Sie erinnert mich auch ein bisschen an meine Kindheit, in der ich zusammen mit meiner Schwester gern mit Barbie-Puppen gespielt habe.

Ein rosafarbenes Papier-Vintage-Untersetzer-Deckchen in die linke obere Ecke des roten Tonpapiers kleben und das Kleid mit doppelseitigem Klebeband darauf festmachen. Schuhe an beiden Enden des schmalen, orangefarbenen Organza-Schleifenbandes befestigen, Band um das Kleid wickeln und eine Schleife ziehen. Die Schuhe hängen somit frei nach unten.

Kulinarische Sticker (z.B. Käseplatte, Rotwein- und Weißweinflasche, Pasta-Teller, “Cheers!”-Schriftzug, etc.) nach Belieben auf den noch freien Flächen der Karte verteilen und festkleben (meine Motive waren selbstklebend).

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Passend zum Thema der Karte habe ich noch eine persönliche Botschaft auf ein beiges A4-Papier mit dem vorgefertigten Schriftzug “Einladung” geschrieben und den Essensgutschein ebenfalls handschriftlich festgehalten. Die zusammengerollte Botschaft habe ich schließlich an der Karte befestigt.

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Der Beschenkte hat sich riesig über die Überraschung gefreut und auch ich bin schon sehr gespannt auf den Dinner-Abend zu zweit im wunderschönen Hamburg in naher Zukunft! ♡

Erdbeer-Ginger-Ale-Bowle (Thermomix TM 31)

Ich liebe die Erdbeerzeit und nasche nur allzu gern die süßen Sommerfrüchte im Garten. Heute möchte ich euch eine schnelle Erdbeer-Ginger-Ale-Bowle vorstellen, die ich im Thermomix zubereitet habe. Sie funktioniert aber auch mit jedem anderen Mixer. Viel Spaß beim Nachmachen!

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Zutaten (für 10 bis 12 Portionen)

400 g frische Erdbeeren | 500 ml Ginger Ale | 700 ml gekühlter, trockener Sekt | Eiswürfel | frische Zitronenmelisse

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Zubereitung

Erdbeeren abwaschen, die grünen Strunken entfernen und zusammen mit dem Ginger Ale in den Mixtopf des Thermomix’ geben (ein paar schöne Erdbeeren zum Garnieren beiseitelegen). Für 15 Sek./Stufe 10 pürieren. Das Ganze in ein Bowlegefäß gießen und mit kaltem Sekt auffüllen. Mit reichlich Eiswürfeln und frischer Zitronenmelisse servieren. Lecker!

Versunkener Rhabarberkuchen mit weißer Schokolade

Obwohl die Rhabarberzeit seit dem 24. Juni zu Ende ist, möchte ich euch mein letztes Rhabarber-Backwerk aus diesem Jahr nicht vorenthalten. Kurz bevor die Rhabarber-Saison vorbei war, hatte ich also nochmal die Rhabarberstaude im Garten geplündert und supersaftigen Kuchen gebacken. Die Mischung aus rot- und grünstieligem Rhabarber ist eine kleine Augenweide und zusammen mit der weißen Kuvertüre ergibt sich eine leckere süße Säure.

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Zutaten (für ein Backblech à 35 x 40 cm)

1,3 kg Rhabarber | 1 Orange | 200 g weiße Kuvertüre | 250 weiche Butter | 180 g Zucker | etwas Salz | 4 Eier | 400 g Mehl | 1 1/2 Pck. Backpulver

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Zubereitung

Rhabarber abwaschen, putzen, die Enden und eventuell strunkige Stücke entfernen und in etwa 2 cm breite Stücke zerteilen. Von der Orange 100 ml Saft auspressen. Weiße Kuvertüre klein hacken.

Jetzt zum Teig. Dafür weiche Butter, Zucker und eine Prise Salz mit dem Handrührgerät mindestens 5 Minuten schaumig schlagen. Eier nacheinander für jeweils 30 Sekunden unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und in die Massen sieben. Orangensaft sowie die Hälfte der Kuvertüre unterrühren.

Den Rührteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und den Rhabarber darüber verteilen. Im heißen Ofen bei 170 Grad Umluft auf der mittleren Schiene zirka 20 Minuten backen. Danach den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen, mit der übrigen weißen Kuvertüre bestreuen und für weitere 13 bis 15 Minuten in den Backofen schieben. Herausnehmen und abkühlen lassen. In Stücken servieren.

Bellini-Hugo mit Limetten und Nana-Minze

Diesen erfrischenden Sommer-Frucht-Sekt habe ich in Tim Mälzers Rezeptarchiven gefunden. Und weil sich im Vorratsschrank schon lange eine große Dose Aprikosen herumdrückte, kam die Idee gerade recht. Den Holunderblütensirup hatte ich vor 2 Jahren selbst angesetzt und er schmeckt immer noch ganz fantastisch. Die Nana-Minze wuchert derzeit in großen Mengen im Garten und gibt eine prickelnd-frische Note. Wer mag, kann den Sekt auch einfach weglassen und das Püree stattdessen mit Mineralwasser auffüllen. Probiert es selbst!

Im Kännchen ist der Aprikosen-Holunderblüten-Limetten-Sirup. Im Glas 3 EL Sirup mit trockenem Sekt aufgefüllt. Sehr lecker!

Im Kännchen ist der Aprikosen-Holunderblüten-Limetten-Sirup. Im Glas 3 EL Sirup mit trockenem Sekt aufgefüllt. Sehr lecker!

 

Zutaten (für 10 bis 12 Portionen)

1 Dose Aprikosen (480 g Abtropfgewicht) | 12 EL Holunderblütensirup | 8 EL Limettensaft | 2 Bio-Limetten (Schale unbehandelt) | 6 Stiele frische Nana-Minze | 2 Flaschen gekühlter Sekt ( z.B. Rotkäppchen Riesling trocken)

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Zubereitung

Zuerst Aprikosen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Aprikosen, Holunderblütensirup und Limettensaft in den Mixer geben und pürieren. Kalt stellen, beispielsweise über Nacht.

Limetten heiß abwaschen, trocknen und in Spalten schneiden. Minze abspülen, trocken schütteln, einige ganze Stiele behalten und auch ein paar einzelne lose Blättchen abzupfen.

Kurz vor dem Servieren je 3 EL Püree in Gläser geben, Limettenspalten und frische Minze dazu tun und mit eiskaltem Sekt auffüllen. Yummy!

Wieder auf See: 2 1/2 Monate mit AIDAperla im Mittelmeer

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In Deutschland wüten derzeit sommerlich heiße Temperaturen und überall blühen wunderhübsche Stockrosen, Lavendel, Klatschmohn, Kornblumen, Schafgarbe oder Lupinen am Wegesrand. Es macht mich fast ein bisschen melancholisch, dass ich heute eine weitere Reise auf See antrete und meinen Urlaub damit erstmal beenden muss. Zum Glück bin ich diesmal nur knapp 10 Wochen unterwegs und habe im warmen Spätsommermonat September nochmal frei. Meine nächste Tour wird mich ins Mittelmeer führen, genauer gesagt wird das neue Flaggschiff von AIDA Halt in italienischen, französischen und spanischen Häfen machen. Ich freue mich auf sonnige Temperaturen, das erfrischende Mittelmeer, mediterranes Essen auf Landgängen, den ein oder anderen Sonnenuntergang auf See und besondere Menschen. Am 1. September werde ich dann voraussichtlich im spanischen Barcelona absteigen und wieder nach Deutschland fliegen. Ich wünsche allen noch schöne Sommertage und melde mich bald hier auf meinem Blog zurück – von unterwegs. Ahoi.

Peruanischer Fischsalat: Ceviche mit Zander

Schon länger schleiche ich um dieses Rezept herum und habe mich nun endlich getraut. Ceviche ist ein traditionelles, peruanisches Nationalgericht, welches in meinem Fall mit Zanderfilet angerichtet wurde. Typisch ist dabei eine rote Zwiebel, Chili und Sellerie. Den Fisch habe ich kurz in der Pfanne angebraten, damit er nicht mehr völlig roh, sondern lediglich noch glasig ist. Durch den Zitronen-Limetten-Saft findet eine Denaturierung des Eiweißes statt, wobei der Fisch nach dem Marinieren keine rohen Stellen mehr hat. Das Zanderfilet gart somit quasi kalt. Eine sehr interessante Erfahrung für meine kleine Hobbyküche. Weiterhin haben sich die Komponenten grüner Spargel und Avocado sowie frische Petersilie und frischer Koriander aus dem heimischen Garten hinzugesellt. Das Ergebnis ist super und durch seine Kühle und den Zitronensaft eine echte Erfrischung an einem heißen Sommerabend!

Ceviche ... sooo lecker!

Ceviche … sooo lecker!

 

Zutaten (für 3 bis 4 Personen)

2 Avocados (essreif, z.B. von Hass) | 500 g Zanderfilet | Saft von je 2 Zitronen und 2 Limetten | Chilifäden | 3 Staudensellerie | 1/2 TL Gemüsebrühe (Pulver) | 6 Stangen grüner Spargel | 1 rote Zwiebel | grobes Tiroler Kräutersalz | bunter Pfeffer | 5 EL Olivenöl | 1/2 Bund frischer Koriander | 1/2 Bund frische Petersilie

Zanderfilet

Zanderfilet.

 

Zubereitung

Zunächst den Zander von beiden Seiten salzen, pfeffern und mit etwas Zitronensaft einreiben. Eine große Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen und das Zanderfilet mit der Hautseite nach unten hineingeben. Von beiden Seiten etwa 2 Minuten anbraten und herausnehmen. Abkühlen lassen, Haut entfernen und grob würfeln.

Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Selleriestanden abwaschen, in kleine Ringe zerteilen und kurz in kochendem Wasser mit Gemüsebrühe köcheln. Avocados schälen, die Kerne entfernen und das Fleisch ebenfalls würfeln. Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln, die harten Stiele entfernen und klein hacken (ein paar ganze Stengel zum Garnieren aufheben). Spargel abwaschen, das untere Drittel mit einem Sparschäler bearbeiten und schräg in kleine Stücke zerteilen. Dann den Spargel kurz in kochendem Wasser blanchieren.

Eine große Schüssel oder einen tiefen Servierteller nehmen und Zwiebeln, Selleriestücke, Avocadowürfel, Petersilie, Koriander, Spargel und Fischstücke hineingeben und mit dem Zitronen-Limetten-Saft übergießen. Salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Alles vorsichtig, aber gründlich vermischen und abgedeckt für zirka 20 Minuten marinieren lassen.

Mit frischen Petersilie- und Korianderstengeln garnieren und kalt servieren. Dazu gab es noch Sauerteigbrot und ein gutes Bier. Sehr gut!

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Herzlich Willkommen!

Ich bin eine junge Thüringerin mit Wurzeln im italienischen Mittelmeerraum.

Auf meinem Blog dreht sich alles um die Liebe zur Küche. Weil ich aber seit April 2014 als Redakteurin auf den Kreuzfahrtschiffen von AIDA arbeite, schreibe ich zeitweise auch Reiseberichte von unterwegs, in welche die kulinarischen Genüsse fremder Kulturen ebenso münden.

Lasst euch verzaubern