Asiatischer Rotkohlsalat mit Mango, Erdnüssen & Hähnchenbrust

Asiatischer Rotkohlsalat mit Mango, Erdnüssen & Hähnchenbrust

Kürzlich kam mein Herzblatt von der Arbeit nachhause und hatte einen riesengroßen Rotkohl im Schlepptau. Für ein Experiment in der Schule (er arbeitet zurzeit als Lehrer) brauchte er ein paar Blättchen davon. Da es im Supermarkt keine kleinen Exemplare gab, saßen wir also auf 3 übrigen Kilos. Was bloß damit tun? Zum Verrotten war er definitiv zu schade! Kurzerhand wurde daraus eine asiatische Salat-Variante (warm!) mit gerösteten Erdnüssen, frischem Koriander, süßer Mango und scharf angebratener Hähnchenbrust.

ZUTATEN (für 4 bis 5 Portionen)

1,2 kg Rotkohl | 5 Lauchzwiebeln | 1 mittelgroße, reife Mango | 1/2 Chilischote (getrocknet) | 150 g Erdnüsse (geschält) | 20 g frischer Ingwer | 1 EL frischer Zitronensaft | 1/2 Bund frischer Koriander | 4 EL Sojasoße | 300 ml Gemüsebrühe | getrocknete Gewürze (bunter Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer) | Erdnussöl | 500 g regionales Hähnchenbrustfilet

ZUBEREITUNG

Im ersten Schritt den Rotkohl waschen, trocknen, Strunk entfernen und mit einem großen, scharfen Messer in feine Streifen schneiden (alternativ fein hobeln). Lauchzwiebeln waschen, trocknen, ebenfalls entstrunken und in Ringe zerteilen. Mango schälen und in dünne Scheiben schnibbeln. Chilischote würfeln, dabei die Kerne entfernen.

Erdnussöl in einem Wok (oder einer großen Pfanne) erhitzen, Erdnüsse hineingeben und für rund 3 Minuten rösten. Getrocknete Chiliwürfel zugeben und beides für weitere 2 Minuten rösten. Aus dem Wok nehmen. Anschließend Rotkohl sowie Lauchzwiebeln in den Wok geben und für zirka 5 Minuten kräftig anbraten, dabei regelmäßig umrühren. Jetzt Erdnuss-Chili-Mischung, klein gezupften Koriander, Zitronensaft und Mangoscheiben vorsichtig einrühren. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze aufkochen und für weitere 7 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Mit fein geschnittenem, frischem Ingwer sowie Sojasoße abschmecken.

Hähnchenbrustfilet kurz unter kaltem Wasser abspülen, mit Küchenkrepp trocken tupfen, in etwa gleichgroße Stücke teilen und von beiden Seiten mit Gewürzen einreiben (bunter Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer). In einer Pfanne mit heißem Erdnussöl beidseitig scharf anbraten und bei mittlerer Hitze binnen ca. 6 Minuten fertig braten. Im Zweifel ein Stück Hähnchenbrust anschneiden und prüfen, ob es gar ist.

Zum Schluss Rotkohlsalat und Hähnchenbrust auf Teller verteilen und mit frischem Koriander garnieren. Warm genießen!

Indonesisch: Sesam-Nudeln mit Black Tiger Garnelen & Koriander

Indonesisch: Sesam-Nudeln mit Black Tiger Garnelen & Koriander

Es war mal wieder Zeit für asiatische Küche. Zum Glück haben wir einen wunderbaren und gut sortierten Asiamarkt in unserer Nähe, der neben klassischen, haltbaren Zutaten auch Frisches wie Koriander, Pak Choi, Thai-Basilikum oder Knoblauch vorrätig hat. Ich entdecke bei jedem Besuch Neues, das mich neugierig macht. Das heutige Essen stammt aus Indonesien und schmeckt sehr aromatisch. Ich bin ein Fan! 🍤🍜

ZUTATEN (für 2 Portionen)

200 g Schwarze Sesam-Nudeln | 3 Zehen Knoblauch | 1 große Zwiebel | ca. 20 g frischer Ingwer | 4 EL Erdnussöl | 2 EL Sesamöl | 230 g Black Tiger Garnelen (tiefgefroren) | 2 EL schwarze Sesamsamen | 1 EL Zitronensaft | Meersalz | bunter Pfeffer | 1 Handvoll frischer Koriander

ZUBEREITUNG

Zuerst 1 Liter Wasser kochen und über die Sesam-Nudeln gießen. Für zirka 5 Minuten ziehen lassen (nicht kochen!) und im Anschluss abgießen. Kalt abschrecken und in eine Schüssel geben. Sesamöl zufügen und alles einmal durchrühren. Erstmal zur Seite stellen.

Als Nächstes eine große Pfanne mit Erdnussöl heiß werden lassen und klein geschnittenen Knoblauch sowie Ingwer hineingeben. Beides goldbraun anbraten. Dann Black Tiger Garnelen und Zwiebelwürfel zugeben und alles für 3 Minuten braten. Sesam-Nudeln, schwarze Sesamsamen und Zitronensaft einrühren und das Ganze für weitere 4 Minuten brutzeln lassen, dabei ständig umrühren. Salzen und pfeffern.

Mit frisch gezupftem Koriander garnieren und sofort servieren.

Schneeflöckchen

Schneeflöckchen

Wer kennt sie nicht? Schneeflöckchen, auch als Gabelplätzchen bekannt. Sie zerfallen auf der Zunge und schmecken fluffig-leicht nach Butter und Staubzucker. Sie sind ein Klassiker an Weihnachten. Unsere Vorratsdosen sind nun voll davon!

ZUTATEN (für ca. 100 Stück)

250 g Speisestärke | 100 g Dinkelmehl + etwas mehr | 1 gehäufter EL Vanillezucker | 1 EL Zitronensaft | 100 g Puderzucker | 250 g weiche Butter | eine Gabel | Puderzucker zum Bestäuben

ZUBEREITUNG

Im ersten Schritt die Teigzutaten gründlich miteinander verquirlen: dazu gehören Speisestärke, Dinkelmehl, Vanillezucker, Zitronensaft, Puderzucker und weiche Butter. Anschließend etwa daumendicke Rollen formen, auf Teller nebeneinander legen und für zirka 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Im nächsten Schritt die Rollen bei Zimmertemperatur kurz etwas warm werden lassen, in fingerdicke Scheiben schneiden und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Nun mithilfe einer Gabel auf jedem Plätzchen vorsichtig ein Rillenmuster eindrücken.

Die Backbleche nacheinander im gut vorgeheizten Backofen bei 175 °C Umluft (mittlere Schiene) binnen 10 bis 12 Minuten fertig backen. Herausnehmen und noch im warmen Zustand mit Puderzucker bestäuben. Abkühlen lassen und bis zum Verzehr in Plätzchendosen füllen.

Mailänderli mit Pistazien

Mailänderli mit Pistazien

Bei uns gab es am Wochenende ein typisches Weihnachtsgebäck aus der deutschschweizerischen und süddeutschen Region: feine Mailänderli. Die leckeren Butterplätzchen schmecken dezent nach Zitrone und kommen neben einem Eigelb-Staubzucker-Bestrich meist ohne Verzierung aus. Ich habe sie zusätzlich mit gehackten Pistazien hübsch in Szene gesetzt.

ZUTATEN (für ca. 80 Stück)

250 g Dinkelmehl + etwas mehr | 1 Ei | 1 1/2 EL Schlagsahne | 75 g Zucker | 1 Prise Meersalz | 2 EL Zitronensaft | 125 g weiche Butter | 1 Eigelb | 2 EL Haferdrink | 1 EL Staubzucker | 40 g gehackte Pistazien | beliebige Ausstechförmchen | Nudelholz

ZUBEREITUNG

Zuerst die Teigzutaten gründlich vermischen, also Dinkelmehl, Ei, Schlagsahne, Zucker, Meersalz, Zitronensaft und weiche Butter. Alles zu einem homogenen, geschmeidigen Teig verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank für rund 30 Minuten kalt stellen.

Im Anschluss den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und Plätzchenformen ausstechen. Nun die Plätzchen auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen. Eigelb, Haferdrink und Staubzucker gut miteinander verrühren und über die Plätzchen streichen. Sofort mit gehackten Pistazien bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft (mittlere Schiene) für zirka 8 bis 10 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und bis zum Verzehr in Plätzchendosen verschließen.

Bayrischer Abend: Krautsalat

Bayrischer Abend: Krautsalat

Vor einer Weile haben wir einen sehr gemütlichen Bayrischen Abend zuhause gemacht. Neben Nürnberger Würstchen und Münchner Weißwürsten mit süßem Senf durften auch dampfende Laugenstangen, Obatzda (ich berichtete), Serviettenknödel, knusprige Laugenherzen, bayrisches Hefe-Weißbier sowie leckerer Krautsalat nicht fehlen. Letzteren möchte ich euch heute vorstellen, denn er hat grandios geschmeckt. Inspiriert haben mich dabei die Kuchengötter, jedoch habe ich den Speck weggelassen, Möhren ergänzt und somit eine rein vegetarische Variante ausprobiert.

ZUTATEN (für ca. 6 bis 8 Portionen)

1 Weißkohl | Salz | 1 große rote Zwiebel | 2 größere Möhren | 6 EL Olivenöl | 1 TL Kümmelsamen | 2 EL Weißweinessig | bunter Pfeffer | frischer Schnittlauch

Bayrischer Abend auf dem Tisch.

ZUBEREITUNG

Im ersten Schritt den Weißkohl waschen, trocknen, die äußeren (unschönen) Blätter entfernen, Strunk keilförmig herausschneiden und klein hobeln. In eine große Schüssel füllen. Einen 3/4 TL Salz zugeben und mindestens für 1 Minute kräftig mit den Händen durchwalken, damit der Kohl weich wird. Danach für 30 Minuten stehen und Saft ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die rote Zwiebel schälen und klein schneiden. Möhren schälen und in dünne Viertel zerteilen. Nun 3 EL Olivenöl in einer kleinen Pfanne heiß werden lassen und Zwiebelwürfel sowie Möhrenviertel darin anbraten. Pfanne vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Weißweinessig und die restlichen 3 EL Olivenöl mit in die lauwarme Pfanne gießen, verrühren und alles zum Weißkohl geben. Mit Salz, buntem Pfeffer und gehacktem Kümmel würzen. Das Ganze gründlich durchmischen und mindestens 30 Minuten marinieren lassen.

Zum Schluss mit gehackten Schnittlauchröllchen garnieren.

Thüringisch: Kartoffel-Hörnchen mit Pflaumenmus

Thüringisch: Kartoffel-Hörnchen mit Pflaumenmus

Das Rezept für diese köstlichen Kartoffelhörnchen habe ich von meinem Opa bekommen, der in einem eigenen Kochbuch die besten Rezepte seines Lebens festgehalten hat. Sie werden bei mir mit Original Thüringer Pflaumenmus gefüllt und der Teig enthält gekochte sowie gepresste Kartoffelmasse. Verziert mit Staubzucker sind sie ein gelungener Genuss. Sobald die Plätzchendose leer ist, soll es die köstlichen Hörnchen bei uns wieder geben, so viel steht fest!

ZUTATEN (für ca. 85 Stück)

300 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend) | 200 g Zucker | 3 Eier | 125 g weiche Butter | 550 g Dinkelmehl | 1 Pck. Backpulver | 3/4 Glas Original Thüringer Pflaumenmus (ca. 300 g) | Staubzucker

ZUBEREITUNG

Zuerst Kartoffeln schälen, weich kochen, abgießen, abkühlen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Masse erstmal beiseitestellen.

Jetzt Zucker mit Eiern und weicher Butter schaumig schlagen. Dinkelmehl und Backpulver unterrühren. Kartoffelmasse unterheben. Alles gründlich mit den Händen durchkneten bis eine homogene Teigmasse entstanden ist.

Teig dünn ausrollen und mit einem quadratischen Ausstecher (ca. 7 bis 8 cm Kantenlänge, z.B. ein Ravioli-Ausstecher) Formen ausstechen.

Im Anschluss jedes Teig-Quadrat mit einem Klecks Pflaumenmus bestreichen und von einer Ecke zur gegenüberliegenden Ecke zusammenrollen. Auf mit Backpapier ausgekleidete Backbleche legen und im vorgeheizten Backofen bei 165 Grad °C (Umluft) für zirka 15 Minuten backen. Plätzchen herausnehmen, abkühlen lassen, mit Staubzucker bestäuben und bis zum Verzehr in Plätzchendosen aufbewahren. Schmecken besonders gut frisch!

Tipp: Die Plätzchen können nach ein paar Tagen Lagerung auch nochmal bei 100 °C im Ofen aufgebacken werden.

Selbstgebastelte & gefüllte Schultüte (Zuckertüte)

Selbstgebastelte & gefüllte Schultüte (Zuckertüte)

Nachdem mein Herzblatt lange Zeit in der Musikbranche auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet hat, begann im letzten Frühjahr ein ganz neues Kapitel: Er arbeitet jetzt als Lehrer an einer Gemeinschaftsschule. Zu diesem Anlass hatte ich mir etwas Besonderes einfallen lassen und ihn an seinem „ersten Schultag“ mit einer selbstgebastelten Schultüte überrascht.

„Zuckertüte“ ist im Übrigen ein regionaler Begriff für „Schultüte“, der in meiner thüringischen Heimat verwendet wird und mancherorts in Deutschland jedoch unbekannt ist. Seinen Ursprung haben Schultüten hier jedoch tatsächlich in Mitteldeutschland.

Gefüllt war sie mit Schokolade, Bio-Fruchtschnitten, Keksen, Kaugummis, Luftschlangen, kleinen Notizzetteln, Rotstift, Klebestreifen und Klebestift, Textmarkern, Permanentmarker, Radiergummis, Korrektur-Kugelschreiber, Heftstreifen, Markiernadeln und Pins, Vokabelheft, Korrekturroller, Mini-Tafel mit Kreide, bunten Karteikarten und einem Überraschungsei.

MATERIALIEN (für 1 Schultüte)

1 Bogen goldgelber Fotokarton 50 x 70 cm (Grammatur: 300 g/m²) | Tacker | blaues und lila Krepppapier | 1 Bleistift | Kordel | Schere | weißes Geschenkband | Deko-Sticker nach Wahl | farbiges Deko-Gewebe-Klebeband (5 cm breit) | bunte Luftschlangen | Büromaterial & Süßes zum Befüllen

ANLEITUNG

Im ersten Schritt den Bogen Fotokarton mit Hilfe von Schere, Bleistift und Kordel auf die richtige Größe zurechtschneiden. Dabei wird der Stift an die Kordel gebunden und wie ein verlängerter Zirkel benutzt. Anschließend hält man die Kordel am losen Ende mit dem Finger in einer Ecke des Fotokartons fest und zeichnet eine Kreislinie auf den Karton. Das mag am Anfang etwas knifflig sein und braucht etwas Übung, aber dank des Bleistifts hat man mehrere Versuche frei bis es klappt und man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Um noch genügend Klebefläche übrig zu haben, sollte am Ende etwas mehr als ein Viertelkreis dabei herauskommen.

Im nächsten Schritt schneidet man die Schultütenform entlang der vorgezeichneten Linie mittels einer Schere aus. Nun schiebt man die Tüte soweit in sich zusammen bis die gewünschte Schultütenform entsteht. Gut festhalten und notdürftig mit Hilfe eines Tackers befestigen. Mit dem farbigen Deko-Gewebe-Klebeband habe ich die Tüte nachträglich noch von zwei Seiten (inklusive der Tütenspitze) beklebt, damit sie an der getackerten Stelle nicht beim Befüllen später auseinanderfällt. Sicher ist sicher.

Im dritten Schritt kommt das Krepppapier zum Einsatz. Dabei zuerst das lilafarbene Krepppapier von außen um die Tütenöffnung wickeln und alle paar Zentimeter mit dem Tacker (an der runden Öffnung) festtackern. Danach mit dem blauen Krepppapier genauso verfahren mit der Besonderheit, dass das blaue Papier hinterher noch zickzackförmig eingeschnitten wird. Beide Krepppapiere anschließend umstülpen, also nach oben weg. Auf diese Weise sind auch die unschönen Tackerstellen nicht mehr zu sehen.

Nun die Schultüte mit Süßigkeiten, Büromaterialien, etc. befüllen. Das lilafarbene Krepppapier mit Geschenkband zusammenbinden und die Tüte mit bunten Luftschlangen verzieren. Ich habe auch noch hübsche Sticker von außen angebracht. Tadaaa, fertig!