1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

Im letzten Oktober habe ich wieder als Redakteurin für Bordmedien auf einem der AIDA-Kreuzfahrtschiffe gearbeitet, genauer gesagt auf AIDAaura. Gegen Ende des Monats lag das Schiff, welches eher zu den kleineren der Flotte zählt (mit über 1200 Gästen an Bord), für 1 1/2 Tage am Liegeplatz „Tourlos Pier – Mykonos New Port“ in Mykonos-Stadt. Mykonos ist eine griechische Insel, die zu den Kykladen im Ägäischen Meer gehört. Ich nutzte die Chance und war zu Fuß in der hübschen Stadt unterwegs – für ein paar Stunden am Tag und schließlich zum Abendessen mit Kollegen nochmal spät abends. Diese wunderhübschen Schnappschüsse habe ich dabei eingefangen. Sie enthalten eine Menge typisch griechischer Motive und leckeres Essen.

Das untere Bild zeigt mitten auf die Pier im Hafen von Mykonos-Stadt und wurde von Deck 6 des Schiffes gemacht.

Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks
Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks.

Immer noch im Hafen von Mykonos. Ein kostenpflichtiger Bus-Shuttle beförderte Passagiere und auch Crew-Mitglieder ins Stadtzentrum. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten.

Im Hafen von Mykonos
Im Hafen von Mykonos.

Strahlend türkis-blaues Wasser. Welcome Greece!

Mitten in der Stadt gab es kleine, übersichtliche Strandabschnitte.

Typisch weiße Häuserfassaden mit blauen Fenstern, Türen und sonstigen Deko-Elementen reihen sich am Hang auf. Dazwischen türmen sich Palmen und einzelne Spitzdächer auf und sogar eine Windmühle ist zu entdecken.

Überall zwischen den kleinen Häuschen finden sich immer wieder kleine Gotteshäuser, so z.B. auch direkt am Wasser. Eine hübsche leuchtblaue Kuppel und Kreuze zieren die Kirche. Schnieke fand ich auch die kleinen, blauen Bänke, die sich um das Gebäude schlängeln.

Mitten in der Stadt stand diese Statue von Manto Mavrogenous. Sie gilt in Griechenland als Heldin, weil sie mit in den Kampf für die griechische Unabhängigkeit gezogen ist. Sie wurde im Jahr 1796 in Triest/Italien geboren und soll sehr schön gewesen sein. Sie wird auch gern mit der französischen Nationalheldin Jeanne D’Arc auf eine Stufe gestellt. Auf diesem Platz verpasste man ihr ein Denkmal.

Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle
Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle.

Ich liebe das Meer und genieße, wenn mir die salzige Luft um die Nase weht, die Möwen schreien und die Wellen sacht am Strandufer rauschen. Es war leicht bewölkt bei 18 Grad °C.

Man konnte sehr viele maritime Fotomotive auf Mykonos finden, besonders vor der bewohnten Hang-Kulisse mit den zahlreichen Booten davor.

Ich machte eine wunderbaren Spaziergang durch die schmalen Gassen, an etlichen Kirchen vorbei …

… und fand schließlich ein köstliches Mittagessen in der kleinen Gaststätte „Trio Bambini“ in der Straße Enoplon Dinameon, die neben Eis, Frozen Yogurt und Säften auch Omelettes, süße oder herzhafte Crêpes, Waffeln und Sandwiches anbot. Ich entschied mich für Crêpe mit u.a. Ei und Tomaten und einen kalten Aloe-Vera-Drink. Letzteres war mir neu und eine Erfahrung wert. Zu guter Letzt gönnte ich mir noch einen Espresso.

Die kleinen Gässchen waren besonders hübsch anzusehen und boten allerlei neckischer Accessoires, wie beispielsweise schicken Holztüren, Lämpchen, Blumentöpfen, bunten Treppengeländern und so weiter. Blau-weiße Farben waren vorherrschend, es gab jedoch auch vereinzelt rot-weiße Gebäude. Und natürlich durften die kleinen Kirchenhäuschen nicht fehlen.

Es sitzt sich immer wieder schön am Wasser.

Von diesem kleinen Hügel (den ich über hohe Treppen erreicht habe) hatte man eine gute Sicht von oben. Auch eine Kirche stand dort gut versteckt.

An diesem kurzen Strandabschnitt schien es genug Vogelfutter zu geben, denn die vielen Tauben konnte man gar nicht alle zählen. Die Bootkulisse ist mal wieder toll.

Von den Spaziergängen inmitten der schmalen Gassen konnte ich ebenfalls nicht genug bekommen. Hier und dort fand sich auch die eine oder andere kleine Pension für Urlaubsgäste.

Diesen hübschen Knautschball mit griechischen Eseln darauf habe ich in einem Geschäft mitgenommen – als Mitbringsel für meinen kleinen Neffen. Im Geschäft „Matsouka – le chocolat – the home of dry nuts, mykonos delights & greek baklava“ im Viertel Manto Mavrogenous Square fand ich zudem tolles Nougat und Sesam-Riegel. Herrlich! Einige der Leckereien erinnerten mich stark an meine Aufenthalte in der Türkei.

Nach ein paar Stunden, die ich mir Zeit für persönliche Erkundungen in der Stadt Mykonos nahm, musste ich erstmal wieder mit dem Bus zurück zum Schiff fahren. An diesem Tag lag noch jede Menge Arbeit im Büro an. Am Abend bin ich dann nach getaner Arbeit mit ein paar Kollegen erneut an Land gegangen – nämich zum Abendessen.

Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!
Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!

Nach einem nächtlichen Spaziergang fanden wir ein hübsches Restaurant namens „Alegro“ und kehrten ein. Wir schafften es gerade noch trockenen Fußes hinein, denn wir wurden unterwegs ganz plötzlich von einem heftigen Regenschauer überrascht.

Das Innere des Restaurants war sehr gemütlich eingerichtet. Mit viel Holz, dicken Kissen, Trockenblumen und Lichtspielen. Und, wenn man in Griechenland zu Gast ist, dann gehört auch ein richtiger Ouzo dazu, mit dem wir feierlich angestoßen haben. Es war ein schöner Abend in geselliger Runde.

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde. Beim Essen hatte ich mich für eine vegetarische Pastete mit Spinat und Ricotta entschieden. Die schmeckte köstlich, wärmte schön und der Blätterteig knackte herrlich. Dazu gab es etwas Salat. Als Dessert teilten wir uns zu dritt eine „Pavlova“ – das ist eine Torte, die aus frischen Früchten, Soße, gekühltem Sahne-Joghurt und knusprigem Baiser besteht.

Mein kurzer Aufenthalt in Mykonos-Stadt hat mir einen sehr positiven Einblick in die griechische Lebens- und Genusswelt geschenkt. Privat hätte ich mich wohl eher nicht für eine Griechenland-Reise entschieden, umso dankbarer bin ich für diese wertvollen Stunden. Die Häuser mit ihren blauen Fenstern und Türen, die auffällig kleinen und spartanisch eingerichteten Kirchenhäuser, die Häfen mit ihren kleinen Fischerbooten sowie die Leckereien, die ich in Restaurants, Kneipen, Eisdielen und Bäckereien sehen und teilweise auch probieren konnte, waren sehr ansehnlich zurechtgemacht und sogar schmackhaft. Ein dickes Plus! Sollte ich in Zukunft mal die Gelegenheit haben, noch länger auf der Insel Mykonos zu verweilen, würde ich das ruhigen Gewissens und mit großer Vorfreude tun!

Oliven-Tapenade

Oliven-Tapenade

Diese schnelle Oliven-Tapenade passt super auf’s Brot und zu einem sommertauglichen Antipasti-Abend unter freiem Himmel. Sie schmeckt mediterran und leicht salzig-würzig.

Zutaten (für 6–8 Portionen)

125 g schwarze Oliven | 125 g grüne Oliven | 75 g Kapern | 4 Sardellenfilets | 2 kleine Knoblauchzehen | 2 EL Olivenöl | Saft von einer halben Zitrone | getrockneter Majoran

Zubereitung

Oliven, Kapern und Sardellenfilets gut abtropfen lassen und in ein hohes Gefäß geben. Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft und Majoran hinzufügen und mit dem Stabmixer pürieren. Mit Zitronensaft abschmecken. Auf’s Brot streichen und genießen.

Tagesausflug nach Bremerhaven

Tagesausflug nach Bremerhaven

Seit ich in Bremen wohne, wünsche ich mir einen Ausflug nach Bremerhaven, denn dort gibt es viel zu sehen. Nach ausführlicher Recherche interessierten mich vor allem der „Zoo am Meer“ und das „Klimahaus“. Zu meiner Freude brauchte es keine große Überredung und so zogen mein Liebster und ich bepackt mit einem großen Rucksack voll Mineralwasser, Obst und Schoko-Keksen an einem Samstagmorgen los. Von Bremen kommt man auf direktem Weg bequem mit dem Zug binnen 35 Minuten nach Bremerhaven. Von dort läuft man nochmals zirka 20 Minuten bis in die „Havenwelten“ (es gibt aber auch Stadtbusse), in denen die meisten Ausstellungen, Museen und auch der Zoo untergebracht sind. In der nahe gelegenen Shopping Mall „Mediterraneo“ oder im „Columbus Center“ kann man zudem essen und trinken.

1. Station: Zoo am Meer

Zuerst besuchten wir den „Zoo am Meer“. Der Themenzoo hat sich hauptsächlich auf nordische, polare und damit wasserbezogene Tiere spezialisiert und zeigt beispielsweise Eisbären, Otter, Polarfüchse, Schneehasen, Seelöwen, Seehunde, Seebären oder auch eine Schneeeule. Binnen 2 Stunden ist man gut einmal durchgelaufen und zufrieden, dass man alles gesehen hat. Die Einrichtung ist direkt am Deich gelegen inmitten der „Havenwelten“ und alle Meerestiere werden in Salzwasser gehalten. Auch 9 Seewasseraquarien sind zu sehen. Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 9 Euro. Mir hat der Zoo gut gefallen, denn er ist übersichtlich, kompakt und zeigt u.a. auch Tiere, die nicht in jedem Zoo üblich sind, z.B. Pumas. Geöffnet ist der Zoo von 9 bis 19 Uhr (April – September).

Die Fütterung der sechs Seelöwen war sehr unterhaltsam. Die Fische wurden von einer Pflegerin gleichberechtigt aufgeteilt und hin und wieder setzte sich eine Möwe gegen einen der Seelöwen durch und stahl den einen oder anderen Fisch. Auch ein akrobatischer Sprung ins kühle Nass durch die Seelöwen war nicht selten.

Ein Humboldt-Pinguin schwimmt fröhlich im Becken herum und wartet auf seine Fütterung.

Hübsche Dekorationselemente schmückten die Wege.

Kikeriki!

Ein Otter während seiner persönlichen Mittagsstunde. Ist er nicht süß? Er hat gar nicht bemerkt, dass ich ihn heimlich, still und leise fotografiert habe.

Die Schimpansen im obersten Teil des Geheges hatten wohl die beste Sicht auf den roten Backstein-Leuchtturm. Der sogenannte Simon-Loschen-Leuchtturm steht seit 1984 unter Denkmalschutz und befindet sich am Neuen Hafen. Er ist noch immer in Betrieb und damit der älteste noch betriebene Festland-Leuchtturm an der Deutschen Bucht.

Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm
Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm.

Zwischendrin gab es für uns eine kleine Verschnaufpause mit Schokoladen-Doppelkeksen und Bananen.

Füchse sind meine Lieblingstiere. Umso schöner und auch spannender, dass der Bremerhavener Zoo zwei Polarfüchse besitzt. Einer von ihnen war noch mit dickem Winterfell bestückt und sah ziemlich kuschelig aus.

Lavendel vor der Leuchtturm-Kulisse.

Schöne Aussicht über den gesamten Zoo von der obersten Plattform aus.

2. Station: Mediterraneo

Nach dem Zoo-Besuch schlenderten wir gemütlich durch das moderne Einkaufszentrum „Mediterraneo“, welches einen eindeutig italienischen Charme hat. Es ist gestaltet wie ein Marktplatz mit unterschiedlich bunten Häuserfassaden drumherum, es erinnerte an eine italienische Piazza. Dort entdeckte ich einen sehr brauchbaren italienischen Delikatessenladen mit Grapperia. Von der selbstgemachten Pasta habe ich gleich zwei Päckchen mitgenommen. Einmal bunte Spaghetti zum Verschenken und bunte Orecchiette für uns zuhause.

Spaghetti tricolori und Orecchiette tricolori einmal einpacken, bitte!

3. Station: Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

Zuletzt statteten wir noch dem „Klimahaus“ einen knapp 4-stündigen Besuch ab. Die Ausstellung ist weltweit einzigartig in seiner Form. Man wird in 9 verschiedene Orte auf 5 Kontinenten entführt und erfährt jede Menge Wissenswertes über das dort jeweils vorherrschende Klima und Wetter sowie auch über den Klimawandel:

Bremerhaven (Deutschland) – Isenthal (Schweiz) – Seneghe (Sardinien) – Kanak (Niger) – Ikenge (Kamerun) – Königin-Maud-Land (Antarktis) – Satitoa (Samoa) – Gambell (Alaska) und Hallig Langeneß (Deutschland)

Während die Temperaturen in manchen Räumen unter 0 Grad Celsius sanken (Antarktis oder auch die Gletscherzone in der Schweiz-Räumlichkeit), schwitzte man im Afrika-Teil bei 25 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Sehr feucht wurde die Luft auch im Regenwald in Kamerun. Das war alles in allem eine sehr interessante Erfahrung. Aber keine Sorge: Frieren muss man nur kurzzeitig, denn es gibt überall kleine Übergangszonen, in denen milde Temperaturen herrschen.

Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 16 Euro. Das Klimahaus ist von 10 bis 19 Uhr (Mai – September) geöffnet.

Der Globus zeigt alle 9 zu besuchenden Orte entlang des 8. Längengrads Ost an. Sehr übersichtlich gemacht.

In der Regenwald-Zone gab es zahlreiche Tiere zu bestaunen, wie hier der Kongo-Rosenkäfer.

Auch die Unterwasserwelt war beeindruckend und reich an Fischen, Rochen und mehr. Weiterhin beherbergt das „Klimahaus“ noch andere faszinierende Tiere in der Ausstellung. So beispielsweise Stabheuschrecken, Gottesanbeter, Geckos, Eidechsen, Nattern, Frösche, Spinnen, Ameisen und viele mehr.

Man bekommt Einblicke in diverse Kulturkreise, wie die Tuareg in der Sahara, die Yupik in Alaska, die Samoans in der Südsee, Kinder in Kamerun oder auch die Italiener auf Sardinien, die im Sommer bis über 40 Grad Celsius und große Trockenheit mit zahlreichen Waldbränden ertragen müssen.

Gegen Abend machten wir uns zu Fuß wieder auf den Rückweg. Am Hauptbahnhof stand schon der Zug bereit, der un zurück nach Bremen bringen sollte. Wir waren müde und mit schweren Füßen zufrieden mit dem Tag.

Weil es in den „Havenwelten“ von Bremerhaven noch so viel Spannendes zu entdecken gibt, planen wir bald einen zweiten Ausflug in die größte Stadt an der Nordseeküste. Dann soll es uns in das „U-Boot Wilhelm Bauer“ (mit Technik-Museum) und in das „Deutsche Auswanderer Haus“ ziehen. Ich freu mich drauf!