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Autor: Netti

Ungarisches Pörkölt (Gulasch) nach Károly Gundel

Ungarisches Pörkölt (Gulasch) nach Károly Gundel

In meiner Kindheit war ich gemeinsam mit meiner Familie häufig in Ungarn im Urlaub. Ich erinnere mich an wundervolle Badenachmittage am Balaton, Abende in den Weinbergen mit hellem, süßem Traubensaft, den intensiven Geruch von Weinkellern, frischen Fisch von ungarischen Imbissbuden, freundliche und hilfsbereite Einheimische, ungarische Tänze und vieles mehr. Das war eine wunderbare Zeit. Und durch Zufall fiel mir kürzlich das Werk „Kleines ungarisches Kochbuch“ von Károly Gundel in die Hände. Gundel war ein berühmter ungarischer Koch aus Budapest, der besonders von der französischen Küche inspiriert wurde und die Küche Ungarns im 20. Jahrhundert stark geprägt hat. Ich habe mich an einem ungarischen Eintopf probiert: Gulasch – sogenanntes Pörkölt – das sehr köstlich geworden ist.

Zutaten (für 4 Portionen)

1,5 kg gutes Fleisch (Rind, eine Beinscheibe und ein Stück Tafelspitz) | 5 Paprikaschoten (2 rote, 2 gelbe, 1 grüne) | 8 mittelgroße Tomaten | 2 rote Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 120 g Butter | Gemüsebrühe | Salz | schwarzer Pfeffer | ungarisches Paprika-Gewürz | Kümmel | 1/2 Bund frische Petersilie | 250 g Spätzle | 1 Becher saure Sahne

Zubereitung

Tafelspitz in 2 bis 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schnibbeln und in einem großen, heißen Topf mit Butter anschwitzen. Hitze verringern, Paprika-Gewürz schnell in die Butter-Schwitze einrühren, Tafelspitz-Würfel und ganze Beinscheibe hineingeben, salzen, pfeffern und anrösten. Mit etwas Gemüsebrühe auffüllen, Kümmel hinzugeben, und abgedeckt bei mäßiger Hitze rösten, dabei gelegentlich umrühren (die Beinscheibe zerfällt von allein, später noch den Knochen aus dem Topf nehmen). Sobald der Saft verkocht ist, neue Gemüsebrühe nachgießen, sodass das Fleisch nicht stark kocht, sondern in wenig Saft (quasi im eigenen Fett) schmort. Wenn das Rindfleisch beginnt, weich zu werden, gewürfelte Paprikaschoten und gewürfelte Tomaten zugeben und fertig schmoren. Gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer, Paprika-Gewürz und Kümmel nachwürzen.

Als Beilage Spätzle nach Packungsanleitung garen. Frische Petersilie klein hacken. Pörkölt mit Spätzle, Petersilie und einem Klecks saurer Sahne auf tiefen Tellern anrichten.

Kartoffelsalat mit Artischocken, Cornichons, Apfel & Räucherlachs

Kartoffelsalat mit Artischocken, Cornichons, Apfel & Räucherlachs

Diesen herrlich abwechslungsreichen Salat habe ich auf Sandras Blog I ♥ Food gefunden. Mit süßlichem Apfel, salzigem Räucherlachs, Artischocken, Cornichons und einem köstlichen Salat-Dressing vereint er ganz verschiedene Geschmackskomponenten. Die Kartoffeln sättigen zudem gut. Ein tolles Rezept!

Zutaten (für 4 Portionen)

1 kg Kartoffeln | 1 rotbäckiger Apfel | 6 Cornichons (aus dem Glas) | 5 Artischockenherzen (aus dem Glas) | 100 g Räucherlachs | 1 rote Zwiebel | 200 g Naturjoghurt | Saft von einer Zitrone | 4 EL Mayonnaise | 2 EL weißer Balsamico-Essig | 3 EL Sahne-Merrettich (aus dem Glas) | Salz | bunter Pfeffer | Zucker | ein paar Blätter Kopfsalat

Zubereitung

Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in ausreichend gesalzenem Wasser gar kochen. Danach abgießen, erstmal zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Apfel, Cornichons, Artischockenherzen, Räucherlachs und Zwiebel klein schneiden. Zusammen mit den Kartoffeln in eine große Salatschüssel füllen.

Jetzt das Dressing anrühren. Dafür Naturjoghurt, Zitronensaft, Mayonnaise, weißen Balsamico-Essig und Sahne-Merrettich gründlich vermischen. Salzen, pfeffern, zuckern. Das Dressing zum Salat geben und vorsichtig umrühren. Kopfsalat klein schnibbeln und unter den Salat heben.

Vor dem Verzehr alles gut durchziehen lassen.

Spitzkohl-Zucchini-Blätterteig-Quiche mit Pecorino & selbstgemachter Carbonara

Spitzkohl-Zucchini-Blätterteig-Quiche mit Pecorino & selbstgemachter Carbonara

Heute gibt es von mir ein vegetarisches Quiche-Rezept. Spitzkohl ist sehr reich an Vitaminen, besonders an Vitamin C (eine Portion deckt locker den täglichen Bedarf an Vitamin C). Außerdem enthält der „Butterkohl“ sehr wenig Kalorien und Fett. Trotzdem finde ich, dass das überaus köstliche Gemüse viel zu selten in deutschen Haushalten aufgetafelt wird. Das ist schade, denn es schmeckt knackig frisch und gilt zudem als leicht verdaulich. Dazu gesellt sich hier eine einheimische Zucchini, Zwiebel, Knoblauch, gehobelter Pecorino und eine selbstgemachte Carbonara-Soße.

Zutaten (für eine Quicheform à 26 cm ø)

500 g Spitzkohl | 250 g Zucchini | 1 Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | 1 Pck. Blätterteig (380 g, aus dem Kühlregal) | Olivenöl | Salz | schwarzer Pfeffer | Muskat | Kreuzkümmel | 80 g Pecorino | 200 ml Soja-Drink | 4 Eier | 1/4 Bund frische Petersilie

Zubereitung

Spitzkohl waschen, trocknen, vierteln und in Streifen vom Strunk schneiden. Zucchini ebenfalls waschen, trocknen und dann würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schnibbeln. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Spitzkohl sowie Zucchini darin zirka 6 Minuten braten. Salzen, pfeffern. Pfanne vom Herd nehmen und erstmal abkühlen lassen.

Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und in eine eingefettete Quicheform legen. Den Rand hoch drücken, er darf sehr gern überstehen, damit er später über die Füllung geklappt werden kann. Das angebratene Gemüse (Zwiebel, Knoblauch, Spitzkohl und Zucchini) hineinfüllen. Ränder umklappen.

Jetzt zur selbstgemachten Carbonara. Die Hälfte des Pecorinos fein reiben. Mit Soja-Drink und Eiern gründlich verquirlen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Kreuzkümmel würzen. Anschließend die Pecorino-Eier-Masse über das Gemüse gießen.

Die Quiche im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft (mittlere Schiene) für rund 40 Minuten backen.

Nach der Backzeit die Quiche aus dem Ofen nehmen und ein paar Minuten ruhen lassen. Restlichen Pecorino fein reiben und über die Quiche streuen. Petersilie abwaschen, trocknen, klein häckseln und ebenfalls über die Quiche geben.

TIPP: Das Rezept ist vegetarisch. Wer mag, der kann während des Backvorgangs aber noch Bacon mit in den Ofen legen, knusprig braten und hinterher über die Quiche bröseln. Bei uns wurde der Bacon in einer kleinen Extra-Schüssel auf den Tisch gestellt, weil nicht jeder (so wie ich) gern Bacon mag oder sich gar fleischlos ernährt. So kann nach Bedarf mit Bacon garniert werden oder eben auch nicht.