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Kategorie: Fisch

Mittsommer-Sill (Schwedischer Matjessalat)

Mittsommer-Sill (Schwedischer Matjessalat)

Während des diesjährigen Mittsommertages (21. Juni) waren wir gerade im Urlaub auf der wunderschönen Nordseeinsel Amrum. Dort gab es ein traditionelles Sommersonnenwendfest am Nebeler Strand mit großem Feuer, Trachtentänzen, einer Blaskapelle, einem Shanty-Chor und Leckereien. Zum Abendessen habe ich uns ein klassisches, schwedisches Mittsommer-Essen zubereitet: Matjessalat mit gekochten Kartoffeln und Knäckebrot. Das schmeckt auch gekühlt an sehr warmen Tagen besonders gut. Zum Nachtisch gab es – ebenfalls traditionell – frische Erdbeeren.

Zutaten (für 4 Personen)

400 g Matjeshering (natur) | 200 g saure Sahne | 1 Zwiebel | 1 hart gekochtes Ei | 3 TL Senf | 3 TL flüssiger Honig | frischer Dill | ein Spritzer Zitrone | 8 Kartoffeln (vorwiegend festkochend) | Salz | 8 Scheiben Roggen-Knäckebrot

Zubereitung

Matjes unter fließendem Wasser kurz abspülen und trocken tupfen. In mundgerechte Stücke schneiden und in eine große Schüssel geben. Saure Sahne, klein geschnittene Zwiebel, in Stücke geschnibbeltes Ei, Senf, Honig und Zitrone hinzufügen. Dill waschen, trocknen und klein hacken, ebenfalls zugeben. Alles gründlich, aber vorsichtig vermischen. Am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen, umso intensiver wird der Geschmack.

Als Beilage gab es in Salzwasser gekochte Kartoffeln und Roggen-Knäckebrot.

Mittsommerfeuer am Strand von Nebel auf Amrum.


Kartoffelstampf mit Seelachs, Zwiebeln & Gemüse

Kartoffelstampf mit Seelachs, Zwiebeln & Gemüse

Ich liebe die Fischküche und bin froh über unsere regionalen Fischhändler hier im Norden Deutschlands, die täglich ein frisches Angebot haben. Diesmal gab es bei uns frischen Seelachs, dazu selbstgemachten Kartoffelstampf, Zwiebeln, Möhren und Brokkoli vom Markt sowie frischen Dill. Ein Gedicht!

Allen Herren dieser Welt wünsche ich heute obendrein noch einen schönen Männer- bzw. Vatertag!

Zutaten (für 2 bis 3 Personen)

500 g frisches Seelachsfilet | 8 mittelgroße Kartoffeln (mehligkochend) | 1/2 Kopf Brokkoli | 4 Möhren | 2 Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 1 daumengroßes Stück Ingwer | etwas Haferdrink | Olivenöl | ein Stück Butter | Salz | schwarzer Pfeffer | eine Prise Zucker | Muskat | Fenchel | Anis | Kümmel | Fischgewürz

Zubereitung

Kartoffeln schälen, kurz unter fließendem Wasser abspülen und in einem Topf voll kochendem Wasser mit einer Prise Salz binnen ca. 20 Minuten weich kochen. Wasser abgießen und die Kartoffeln zerstampfen. Etwas Haferdrink hinzufügen, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Beiseitestellen und warm halten.

Frischen Dill abwaschen, trocken schütteln und klein hacken. Ein paar größere Stiele für die Deko aufheben.

Den Seelachs ebenfalls unter fließendem Wasser kurz abspülen und trocken tupfen. Nach Bedarf entgräten. Mit Fischgewürz, gehacktem Dill und Pfeffer einreiben. Olivenöl und ein Stück Butter in einer Pfanne erhitzen. Geschälte und klein geschnittene Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer hineingeben und mit einer Prise Zucker kurz karamellisieren. Nun den Seelachs zugeben. Für zirka 5 bis 7 Minuten von beiden Seiten bei mittlerer Hitze garen. Pfanne vom Herd nehmen und warm halten.

Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Brokkoli waschen und in kleine Röschen zerlegen. Beides in einem großen Topf mit Wasser, Salz, Fenchel, Anis und Kümmel für rund 10 bis 15 Minuten kochen bis das Gemüse bissfest ist. Wasser abgießen.

Zu guter Letzt Kartoffelstampf, Seelachsfilets mit Zwiebeln, Knoblauch und Ingwerstücken und dem Gemüse auf zwei Tellern anrichten. Mit frischem Dill belegen und genießen.


Nordisches Krabben-Rührei mit Toast & Dill

Nordisches Krabben-Rührei mit Toast & Dill

Seit ich in Norddeutschland lebe, begleitet mich das kleine Büchlein „Norddeutsche Küche – Regionale Spezialitäten“, in dem ich dieses leckere Frühstücksrezept fand. Als Besonderheit entschied ich mich hierbei für ungepuhlte Nordsee-Krabben, die ich auf unserem samstäglichen Wochenmarkt ganz frisch eingekauft habe. Das Puhlen dauert meist etwas länger (man sollte sich den Liebsten zu Hilfe holen) und zum Schluss bleibt meist gerade etwas mehr als die Hälfte der ursprünglichen Menge übrig, dafür schmeckt es oberhammermegaköstlich! 🐟

Zutaten (für 2 Personen)

4 Eier | Salz | bunter Pfeffer | Paprikapulver | 2 EL Hafer-Drink | 200 g Crème fraîche | 1 EL Butter | 400 g frische, ungepuhlte Nordsee-Krabben | 3 Scheiben Toastbrot | 1/2 Bund frischer Dill

Frische, ungepuhlte Nordsee-Krabben.

Zubereitung

Dill waschen, trocken schütteln, harte Stiele entfernen und Blattgrün klein hacken. Eier in einer Schüssel mit Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und Hafer-Drink verquirlen. Crème fraîche hinzufügen, Dill unterrühren, erneut gründlich verrühren.

Die frischen Nordsee-Krabben puhlen, also von den Schalen entfernen.

Butter in einer Pfanne erhitzen und die Ei-Mischung zufügen. Krabben darübergeben. Das Ei stocken lassen und die ganze Masse immer wieder vorsichtig umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn das Rührei die gewünschte Sämigkeit hat, die Pfanne von der Herdplatte ziehen.

Toastbrotscheiben toasten und auf Teller verteilen. Rührei über die Scheiben geben. Nach Belieben mit Butter und frischem Dill garnieren. Noch warm genießen!

Thunfisch-Möhren-Mandarinen-Chapatis mit Pflücksalat

Thunfisch-Möhren-Mandarinen-Chapatis mit Pflücksalat

Wenn ich und mein Herzblatt spät von der Arbeit nachhause kommen, dann braucht es alltagstaugliche, schnelle Rezepte für’s Abendessen. Diesmal wollte ich mich an Thunfisch-Wraps versuchen. Weil in den Hamburger Supermärkten aber leider alle Tortilla-Wrap-Sorten am Abend bereits ausverkauft waren, griff ich spontan zum indischen Weizenfladen-Pendant, den sogenannten Chapatis. Die sind zwar etwas dicker als die gängigen Wraps, sie ließen sich aber dennoch gut zubereiten und schmeckten gefüllt am Ende ganz wunderbar. Hier kommt das Rezept zum schnellen Nachmachen.

Zutaten (für 6 Stück)

6 Chapatis (indische Weizenfladen, fertig) | 1 Pck. Kräuter-Frischkäse (300 g) | 2 Dosen Thunfischfilets (im eigenen Saft, à 150 g Abtropfgewicht) | 1 Dose Mandarinen (à 175 Abtropfgewicht) | eine Handvoll Pflücksalat | Saft & Schale von 1/2 Bio-Zitrone | 1 große Möhre | Salz | schwarzer Pfeffer | frischer Oregano | getrocknete Gewürze (Majoran, Rosmarin, Thymian, Paprika, Chili) | Holzspieße

Zubereitung

Thunfisch und Mandarinen gut abtropfen lassen und zur Seite stellen. Pflücksalat waschen, trocknen und auch beiseitestellen.

Frischkäse (Zimmertemperatur), geschälte und geraspelte Möhre, Zitronensaft und -abrieb in eine Schüssel geben und vermengen. Thunfisch und Gewürze (Salz, schwarzer Pfeffer, Majoran, Rosmarin, Thymian, Paprika, Chili) hinzufügen. Frischen Oregano klein hacken und ebenfalls zugeben. Alles vorsichtig zu einer homogenen Masse verrühren.

Chapatis im Backofen bei 180 Grad Umluft für zirka 3 Minuten aufwärmen. Herausnehmen. Mit Pflücksalat belegen und mit Thunfischcreme bestreichen. Einzelne Mandarinen darauf verteilen. Jedes Chapati zusammenrollen und mit einem Holzspieß fixieren.

Nun alle gefüllten Chapatis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und in den heißen Ofen (mittlere Schiene) schieben. Zirka 5 bis 7 Minuten heiß werden lassen. Aus dem Ofen nehmen und noch warm genießen.

Fenchel-Meeresfrüchte-Risotto (Risotto con finocchi e frutti di mare)

Fenchel-Meeresfrüchte-Risotto (Risotto con finocchi e frutti di mare)

Bei uns gibt es sehr regelmäßig Risotto, weil es immer himmlisch gut schmeckt und sehr variabel ist. Diesmal kamen frische Meeresfrüchte vom Fischhändler, Fenchelknollen und frischer Schnittlauch mit hinein.

Zutaten (für 4 Portionen)

1 Zwiebel | 2 Knoblauchzehen | 2 Fenchelknollen mit Fenchelgrün | Olivenöl | 1 Stück Butter | Zucker | Salz | Pfeffer | 150 ml Weißwein | 500 g Risotto (Arborio) | 1 l Gemüsebrühe | 100 g Parmesan | 300 g frische Meeresfrüchte | 1 Bund frischer Schnittlauch

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden. Fenchelknollen waschen, die harten Stiele und äußeren Blätter entfernen und die Knolle ebenfalls klein schnibbeln. Das Fenchelgrün zur Seite legen und aufbewahren.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch hinzugeben, alles leicht zuckern und anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen. Fenchel hinzufügen, salzen, pfeffern und für zirka 20 bis 25 Minuten dünsten lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Nun Risotto zugeben und mit soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass alles bedeckt ist. Sobald die Flüssigkeit aufgebraucht ist, Gemüsebrühe nach und nach zugeben bis das Risotto gar ist. Das dauert zirka 22 bis 25 Minuten.

10 Minuten vor Ende der Garzeit die Meeresfrüchte hinzufügen und mitköcheln.

Zum Schluss die Kochplatte ausschalten, Topf vom Herd ziehen, ein Stück Butter und geriebenen Parmesan unter das Risotto heben und das Ganze zugedeckt für 3 Minuten stehen lassen. Auf Teller verteilen, mit frischem Fenchelgrün und Schnittlauch garnieren und servieren.

Bärlauch-Suppe mit Garnelen

Bärlauch-Suppe mit Garnelen

Gerade ist Bärlauchzeit. Ich liebe dieses frühlingshafte Knoblauchgewächs und war kürzlich extra auf dem Wochenmarkt, um es ganz frisch von den regionalen Bauern einzukaufen. Leider kenne ich in unserer neuen Umgebung noch keine Plätze, wo man Bärlauch selbst sammeln kann. Gepaart mit Kartoffeln und Zwiebeln ergab es eine schöne, sämige Suppe. Das i-Tüpfelchen bildeten dabei die frischen Garnelen-Spieße vom Fischhändler, die mit Chili, Salz, einem speziellen Fischgewürz, Knoblauch und frischem Rosmarin in der Pfanne angebraten wurden. Köööstlich!

Habt alle einen erholsamen Karfreitag im Kreis eurer Liebsten und genießt das herrliche Frühlingswetter!

Zutaten (für zirka 3 bis 4 Portionen)

170 g frischer Bärlauch | 5 mittelgroße Kartoffeln | 2 Zwiebeln | 1 l Gemüsebrühe | Salz | Pfeffer | Olivenöl | Zucker | 100 ml Hafercreme | 2 Garnelen-Spieße (à 5 Garnelen) | Fischgewürz | Chili | 2 Knoblauchzehen | 2 Stängel frischer Rosmarin

Zubereitung

Kartoffeln schälen, abwaschen und in Stücke schneiden. Bärlauch waschen, die harten Stiele entfernen und die Blätter mit den Händen grob zerreißen. Zwiebeln schälen und würfeln. Olivenöl in einem größeren Topf erhitzen und die Zwiebeln hineingeben. Zuckern und anschwitzen. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Folglich Kartoffelstücke und Bärlauch hinzufügen und solange köcheln bis die Kartoffeln weich sind. Währenddessen salzen und pfeffern. Alles gründlich pürieren. Hafercreme hineingeben und nochmals aufkochen.

In der Zwischenzeit eine Pfanne mit Olivenöl, geschälten Knoblauchstücken und frischem Rosmarin erhitzen. Garnelenspieße hineingeben, salzen, mit Fischgewürz und Chili würzen. Von beiden Seiten für ein paar Minuten anbraten. Herausnehmen und zusammen mit der Suppe auf Tellern servieren.

Überbackene Lachs-Käse-Meerrettich-Brote mit frischem Dill

Überbackene Lachs-Käse-Meerrettich-Brote mit frischem Dill

Es ist immer eine gute Idee, jeglicher Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Weil kürzlich noch Räucherlachsscheiben und alte Brotreste (Zwiebel-, Mehrkorn- und Walnuss-Honig-Brot) übrig waren, brauchte es ein schnelles, alltagstaugliches Gericht, das alle Überbleibsel aufbrauchen würde. Die Idee: Getoastete Brotscheiben, die mit einer köstlichen Mischung aus u.a. Lachs, Käse, Meerrettich, Senf, Naturjoghurt, Agavendicksaft und Kräutern bestrichen wurden. Himmlisch und so einfach!

Zutaten (für 16 Scheiben Brot)

16 Scheiben altes Brot | 200 g Räucherlachs (in Scheiben) | 200 g geriebener Emmentaler | 200 g Crème fraîche (1 Becher) | 150 g Naturjoghurt | 3 EL Senf | 3 EL Agavendicksaft (dunkel) | 2 EL frischer, geriebener Meerrettich | Salz | schwarzer Pfeffer | getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Majoran, Fenchel, Kümmel) | 1 Handvoll frischer Dill

Zubereitung

Die Brotscheiben toasten und auf ein Backblech legen.

Räucherlachs in kleine Stücke schneiden und in einer großen Schüssel zusammen mit Emmentaler, Crème fraîche, Naturjoghurt, Senf, Agavendicksaft, Meerrettich, Salz, Pfeffer, getrockneten Gewürzen und gehacktem Dill mit Hilfe eines Mixers gründlich verquirlen. Die Masse auf alle Brote verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 230 Grad Umluft zirka 8 bis 10 Minuten backen. Wenn die Käsemasse leicht bräunlich ist, aus dem Ofen herausnehmen und genießen.