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Kategorie: Unterwegs

Livorno: Unter der Sonne der Toskana

Livorno: Unter der Sonne der Toskana

Heute geht meine kleine, digitale Zeitreise weiter. Um der aktuellen Corona-Krise zu trotzen und interessierten Lesern ein bisschen Lust auf zukünftiges Reisen zu machen, teile ich an dieser Stelle wieder ein paar meiner vergangenen Erlebnisse. Durch meine aufregende Arbeit auf den Kreuzfahrtschiffen von AIDA Cruises bekam ich die Chance, viele Städte und Länder auf unserem Erdball zu besuchen. Teil 3 meiner Serie zeigt ein paar Schnappschüsse und schildert kleine Abenteuer aus der toskanischen Hafenstadt Livorno, die ich mit AIDAperla einen Sommer lang angesteuert habe. Sie ist der drittgrößte Seehafen Italiens und liegt an der Küste des Tyrrhenischen Meeres.

Das Schiff lag einmal pro Woche von 9 bis 20 Uhr im Industriehafen von Livorno, genauer gesagt am Liegeplatz Alto Fondale.

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Das mediterrane Leben zieht viele Besucher magisch an. Sonnensatte, lange Tage. Sehr warme Temperaturen. Strände. Cafés. Bars. Restaurants voller einheimischer Spezialitäten. Wochenmärkte mit frischen Waren, knalligen Farben und aufgeregten Südländern. Alte und historische Gebäude. Museen. Kulturveranstaltungen und Feste. All das und noch viel mehr verspricht das süße Leben und mediterrane Ambiente. Kaum ein Kreuzfahrtgast lässt sich das entgehen. Umso besser. Denn ein fast leeres Schiff macht es der Crew leicht, selbst auch einmal den Fuß an Land zu setzen und unbekümmert für ein paar Stunden die Seele baumeln zu lassen.

Ich habe es auch ein paar mal an Land geschafft, was mich sehr froh gemacht hat. Da man das Hafengelände aus Sicherheitsgründen nicht zu Fuß betreten darf, brachte mich ein Shuttlebus vom Hafen binnen weniger Minuten direkt ins Stadtzentrum, auf den Piazza del Municipio. Von dort begann mein Spaziergang. Meine ersten Schritte führten mich nach knapp zwei Gehminuten an der Industrie- und Handelskammer von Livorno vorbei …

… wenig später erreichte ich den italienischen Wochenmarkt. Dort gab es viel frisches Obst und Gemüse. Schade nur, dass man solche Genüsse nicht mit an Bord eines Kreuzfahrtschiffes nehmen darf. Frische, offene Lebensmittel sind nämlich verboten. Nur industriell verpackte Waren dürfen ins Gepäck. Dann blieb also nur, die Köstlichkeiten direkt beim Landgang zu vernaschen.

Pralle Tomaten, Pflaumen, Nektarinen, Aprikosen, Weintrauben, Melonen, Salatköpfe, Bohnen und vieles mehr.

Der Meer-Monster-Brunnen (Fontana dei Mostri Marini – Fontane del Tacca) auf dem Piazza Colonnella. Eine hübsche Wasserspielerei.

Die Sommertage sind sehr warm in Livorno mit durchschnittlich 24 °C. Am besten ist ein gemütliches Plätzchen im kühleren Häuserschatten, um einem Sonnenbrand zu entkommen. Heißt also: Zeit für einen Espresso in der Barsole in der Via Grande ...

… mit Blick auf die Cattedrale di San Francesco (Duomo di Livorno). Herrlich!

Ein tolles Fotomotiv mit der exotischen Palme daneben. Den bläulich-lila-farbenen Anstrich des Doms finde ich besonders schick.

Im Anschluss machte ich mich auf den Weg zum Mercato Centrale (auch Mercato delle vettovaglie) in der Via Buontalenti. Bis dahin sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. In der großen Markthalle, die auch einen Fischmarkt enthält, gab es viele toskanische Leckereien, wie z.B. Fleisch, Käse, Pasta, Süßgebäck, Gewürze, Getreide, frisches Obst und Gemüse.

Das Gebäude ist sowohl von außen als auch von innen sehenswert und wurde im Jahr 1894 errichtet. Das Innere wurde teilweise renoviert. Wer gerne kocht oder frisch isst, der sollte unbedingt hineingehen und sich ein paar der Köstlichkeiten mitnehmen. Allein für’s Auge oder auch zum Fotografieren lohnt sich ein Besuch.

Unweit des Marktes befindet sich der große Kanal Fosso Reale, in dem zahlreiche Boote festgemacht sind und der von ein paar Brücken überspannt ist. Umgeben ist der Kanal von Mauern aus dem 16. Jahrhundert. Es sieht fast ein bisschen romantisch aus.

Schöne Werbemalereien an den Innenwänden der Markthalle.

Frischer Fisch soweit das Auge reicht. Und noch mehr.

Eine runde Sache. Ich esse Käse für mein Leben gern. Hier gab es die Hartkäse-Sorten Reggiano und Padano in ganzen Laibern zu stolzen Preisen. Was die Security-Kollegen an Bord wohl dazu gesagt hätten, wenn ich mit so einem Laib angerollt wäre?

Auf einer Schiefertafel in der Markthalle entdeckt und für gut befunden:

Il vino migliora con il tempo … Io miglioro con il vino!

Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Sinnspruch: „Der Wein wird besser mit der Zeit … Ich werde besser mit Wein!“ Typisch italienischer Humor 🍷

Im Bild darunter ist Basilikum-Pesto mit Pecorino zu sehen. Zum Dahinschmelzen!

Noch mehr gute Sachen: getrocknete Tomaten, Pistazien, Erdnüsse, Reis in allen Variationen und jede Menge Süßgebäck wie z.B. gefüllte CannoliOcchini oder Cantuccini.

Falls ihr das Mandelgebäck Cantuccino zuhause nachbacken wollt, kann ich euch mein Rezept empfehlen. Es geht schnell, simpel und schmeckt hausgemacht doppelt so gut wie gekauft.

Hereinspaziert. Frische Pasta aus der Nudelfabrik und Rotwein.

Fleisch, Fisch und eine ganze Menge Getreide und Bohnen in Jutesäcken.

Unweit des Mercato Centrale liegt die neugotische Kirche Chiesa degli Olandesi, die auch als Holländische Kirche bekannt ist. Sie diente einst als protestantisches Gotteshaus für deutsche, niederländische und französische Gläubige aus dem Ausland.

Ich finde Kirchen unheimlich spannend und gehe so ziemlich in jede rein, die mir auf meinen Wegen begegnet und die einladend wirkt. Da diese hier leider einsturzgefährdet ist, konnte ich sie nicht betreten.

Die beeindruckendste Kirche, die ich bisher jemals auf meinen Reisen gesehen habe, ist die Blaue Moschee in Istanbul.

Direkt vor der Kirche in Livorno befindet sich der große Kanal Fosso Reale.

Vom Zentralmarkt habe ich mir zwei Päckchen Pasta für zuhause mitgenommen. Mein dazugehöriges Spaghetti-al-Peperoncino-Rezept hatte ich bereits kürzlich gebloggt.

Kleine Mitbringsel. Köstliches Süßgeback aus der Markthalle für unterwegs. Die bunten Halstücher hatte ich auf dem Wochenmarkt ergattert und zwei davon an meine Liebsten zuhause verschenkt.

Ein italienisches Theater-Plakat. Hat fast etwas von Street-Art.

Zum Abschluss etwas Süßes: Bei einem späteren Besuch in Livorno war ich mit einem Kollegen im Café … und es gab ein leckeres Erdbeer-Küchlein mit viel zu viel Schlagsahne. Aber lecker war es trotzdem!

Kleiner Geheimtipp: Hin und wieder konnte man in den früheren Morgenstunden in den Straßen von Livorno einen Flohmarkt finden, auf dem es Trödel und vergessene Schätze gab. Dort habe ich mir ein kleines italienisches Kinderbuch gekauft.

Fazit
Meine Besuche in Livorno waren meist kurz, aber haben mir dennoch viel Spaß gemacht. Besonders der Mercato Centrale mit all seinen lukullischen Genüssen war mein Highlight. Ich weiß frische, saisonale und regionale Lebensmittel sehr zu schätzen und kaufe auch zuhause in Deutschland hauptsächlich solche.

Das Stadtbild ist sehr vom Baustil der Renaissance geprägt. Neben vielen historischen Gebäuden und alten Kirchen findet man im Zentrum sämtliche Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Cafés und Bars. Die Drogerie war für mich goldwert, weil nach langer Zeit an Bord allmählich Zahnpasta & Co. ausgingen.

Tipp: Livorno ist auch ein super Startpunkt für Ausflüge nach Florenz, Pisa, Siena oder Lucca … für Besucher, die etwas mehr Zeit haben als ich sie hatte.

Alle Wege führen nach Rom

Alle Wege führen nach Rom

Heute folgt Teil 2 meiner kleinen digitalen Zeitreise zu den schönen Ecken der Welt, die während der noch andauernden Corona-Krise hoffentlich für ein bisschen Abwechslung im Kopf sorgt und vielleicht den einen oder anderen Impuls für zukünftig bevorstehende Reisepläne liefert.

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Es war schon lange mein Traum, einmal nach Rom zu reisen. Rom hat viele Gesichter und vor allem Namen: Die Stadt der alten Römer, die ewige Stadt, die antike Stadt, die Stadt der Liebe … für mich ist sie in erster Linie die Stadt der faszinierendsten Bauwerke, die ich jemals in dieser Fülle gesehen habe. Seine Architektur zeugt von Juwelen der Antike, der Renaissance und des Barock. Und vieles ist im wahrsten Sinne des Wortes steinalt.

Während meiner Zeit an Bord von Kreuzfahrtschiffen bekam ich die Chance, einen Crew-Ausflug nach Rom zu machen. Während das Schiff im Hafen von Civitavecchia lag, nahmen meine Freundin und Kollegin Janine und ich den Bus nach Rom, um sechs wundervolle Stunden in einer der schönsten Städte der Welt zu verbringen.

Rom ist riesig und voller Sehenswürdigkeiten. Da unsere Zeit knapp war, legten wir uns eine kleine Liste unserer persönlichen Highlights an, der wir folgten.

Diese beinhaltete:
► die Spanische Treppe
► den Trevi-Brunnen
► das Pantheon
► das Forum Romanum
► das Kolosseum
► und Pizzaessen

Der Bus kam über die Via Flaminia angefahren und ließ uns direkt am Piazza del Popolo (Platz des Volkes) aussteigen. Und dann hieß es: Los geht’s, die Zeit läuft!

Oberes Bild: das Museo Leonardo da Vinci.
Unteres Bild: Ein schmucker architektonischer Ausschnitt über einem Torbogen abgelichtet. Er befindet sich ebenfalls auf dem Platz des Volkes direkt neben der italienischen Gendarmerie (Arma dei Carabiniei Comando Legione Regione Lazio Roma).

Dieser ägyptische Obelisk Obelisco Flaminio steht inmitten des Piazza del Popolo, ist mit Hieroglyphen verziert und von Löwenstatuen umgeben. Er ist von 1300 v. Chr. und seit 1589 an diesem Platz angebracht. Die eindrucksvolle Statue ist insgesamt 36,5 Meter hoch.

Auch das Stadttor der Aurelianischen Mauer – die Porta del Popolo – ist sehr sehenswert und am Volksplatz angesiedelt. Sie wurde im Jahr 1561 von Nanni di Baccio Bigio entworfen.

In den Straßen von Rom gibt es sehr schick verzierte Wohnungstüren. Für solche Schmuckelemente bin ich sehr empfänglich. Ich berichtete bereits von derartigen Blickfängen aus spanischen Häfen wie z.B. Ferrol oder auch aus dem korsischen Ajaccio. Sollte ich mal ein Haus bauen, wird meine Haustür wohl auch so verspielt.

Auf unserem weiteren Spaziergang durch die Stadt entlang der Piazza della Trinità dei Monti empfing uns das nächste Highlight: die Spanische Treppe. Sie führt von der Kirche Santa Trinità dei Monti zur Piazza di Spagna hinunter. Dort war einst die Spanische Botschaft, was den Namen erklärt.

Oberhalb der Spanischen Treppe. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick.

Am Fuße der Spanischen Treppe: Am Brunnen Fontana della Barcaccia plantschten Kinder und überhaupt war die Stadt an diesem heißen Tag im August sehr voll.

Orientierung bot ein kleiner ausgedruckter Stadtplan, ohne den wir uns in der Metropole verlaufen hätten.

Künstlerisches an einer Litfaßsäule entdeckt: Eine Warnung vor den illegalen, schwarzen Taxifahrern in Rom.

Nun waren wir auf der Suche nach Roms berühmtesten Brunnen. Wir schlichen durch die Straßen und um die Häuser und dachten schon, wir seien in einer falschen Richtung abgebogen … wir folgten der Via della Stamperia und plötzlich tauchte er rechter Hand auf: der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi) auf dem Piazza di Trevi. In seiner ganzen Herrlichkeit und viel größer als ich ihn mir je vorgestellt hatte. Sein Antlitz zeugt von spätbarocken und klassizistischen Elementen. Er ist auf der Südseite des Palazzo Poli (auch Palazzo Conti) angebaut und misst ganze 26 Meter Höhe sowie 50 Meter Breite. Im Brunnen rekeln sich hübsche Meerestiere. Zu den verwendeten Materialien zählen Marmor aus der toskanischen Stadt Carrara und Travertin aus Tivoli. Der Platz um den Brunnen weist verschiedene Höhen auf, wodurch man das Schmuckstück aus diversen Blickwinkeln betrachten kann. Wunderschön! Es waren nur viel zu viele Menschen drumherum, hahaha.

Der Münz-Brauch besagt, wer einmal nach Rom zurückkehren möchte, der solle eine Münze in den Trevi-Brunnen werfen. Dazu stellt man sich mit dem Rücken zum Brunnen, schließt dabei die Augen und wirft eine Münze (Währung egal) mit der rechten Hand über die linke Schulter hinein. Auch ich habe das getan, natüüürlich! Und die Tradition geht noch weiter: Wer eine zweite Münze wirft, der verliebt sich angeblich in einen Römer. Und wer eine dritte Münze schmeißt, der wird den Römer sogar heiraten. Eine witzige Sache!

Je nach Saison sollen bis zu 4.000 € pro Tag darin landen. Das Geld gehört der Stadt, die es an die römische Caritas weitergibt.

Auf die Steine des Brunnen darf man sich nicht mehr setzen und auch ins kühle Nass darf keiner mehr. Darauf achtet das Ordnungsamt mit lauten Trillerpfeifen und notfalls auch finanziellen Sanktionen.

Noch mehr hübsche Gebäude, Skulpturen und Treppen entlang unseres Weges.

Auf dem unteren Bild sind die Statuen auf der kleinen Straße Salita di Montecavallo zu sehen. Sie geht in die Via della Dataria über und mündet in den Piazza del Quirinale.

Im Anschluss ging es weiter zur nächsten Station: dem Pantheon auf der Piazza della Rotonda. Das einst antike Bauwerk wurde zur römisch-katholischen Kirche umgeweiht und ist heute unter dem Namen Santa Maria ad Martyres bekannt. Umgangssprachlich nennen es die Leute auch La Rotonda.

Nach einer Weile des Innehaltens, Bestaunens und Fotografierens entdeckte ich in der Nähe schließlich eine italienische Eisdiele namens Ciucculá – Gelateria artigianale. Mit dem Essen musste man sich aber beeilen, denn es war brülleheiß draußen, wie ihr am Eis (Sorte: Vanille) auf dem Bild deutlich erkennen könnt.

Ausschnitt aus der Via della Gatta, die sich zwischen dem Dreieck Pantheon, Trevi-Brunnen und Forum Romanum befindet.

Nach unserer süßen Stärkung führte unser Weg in Richtung Colosseum. Bevor wir jedoch dort ankamen, durchquerten wir noch die Piazza Venezia. Dieser zentrale Platz liegt am Fuße des Kapitols und ist verkehrsreich. Das Gebäude zeigt das Monumento Vittorio Emanuele II. Die Einheimischen nennen es aufgrund seiner klobigen Form liebevoll Macchina da scrivere, was übersetzt „Schreibmaschine“ bedeutet.

Die Bruderschaftskirche Santissimo Nome di Maria al Foro Traiano aus dem 18. Jahrhundert.

Als Nächstes erwarteten uns die beeindruckenden Zeitzeugen des populären Forum Romanums, das den ältesten römischen Marktplatz darstellt (seine Geschichte begann bereits circa 490 v. Chr.). Es war mal DER politische, kulturelle, wirtschaftliche und religiöse Lebensmittelpunkt der Römer. Die Überreste sind in einer Senke zwischen den drei Stadthügeln PalatinKapitol und Esquilin angesiedelt. Die antike Ausgrabungsstätte ist ein Eldorado für Archäologen und Historiker.

Unser letztes architektonischen Highlight war das weltberühmte Kolosseum. Es nur auf mich wirken zu lassen, erfüllte mich mit größter Zufriedenheit. So viel sagenhafte und alte Geschichte. Es stellt das größte Amphitheater dar, das jemals auf der Welt gebaut wurde – errichtet zwischen 72 und 80 n. Chr. – und ich möchte mir gar nicht ausmalen, welch blutige Gladiatorenkämpfe in seinem Inneren einst stattgefunden haben müssen. Heute steht es symbolhaft für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit.

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages suchten wir uns noch eine Trattoria und gönnten uns jeder eine leckere Pizza mit Tomaten, Rucola und Parmesan. Delizioso!

Auf dem Rückweg zum Bus haben wir noch einen kurzen Stopp im italienischen Supermarkt gemacht. Ich liebe die Kekse von Mulino Bianco, die es in sehr vielen köstlichen Sorten gibt (hier: Crostatina Cacao, Nascondini und Tenerezze Limone). Mittlerweile habe ich sie sogar schon in einigen deutschen Supermärkten entdeckt. Ein Hoch auf die Globalisierung!

Die Trüffel-Pilz-Paste (Tartufata), Olivenöl-Cracker (Tarallini all‘ Olio) sowie das Kräutersalz (Sale al Pesto) hatte ich in einem kleinen Antipasti-Laden unweit des Trevi-Brunnens eingekauft. Das grobe Salz nutze ich heute noch in meiner heimischen Küche – eine schöne Erinnerung an Rom!

Fazit

Rom ist eine der atemberaubendsten Städte, die ich bisher besucht habe. Keine andere Gegend hat so viel geballte, uralte Geschichte und noch dazu märchenhafte Architektur zu bieten.

Im Sommer solltet ihr euch auf heiße Temperaturen einstellen. Sonnenschutz ist also Pflicht. Und auch mit den Menschenmassen solltet ihr keine Probleme haben, denn die gibt es dort zuhauf und überall.

Leider sind sechs Stunden sehr wenig für eine Stadt wie Rom. Mein Plan ist es, unbedingt noch einmal dorthin zurückzukehren und mehr Zeit mitzubringen. Aber dank meiner Cent-Münze im Trevi-Brunnen ist meine Rückkehr ja quasi schon gesichert … ♡♡♡

Ile de Beauté: Ajaccio (Korsika)

Ile de Beauté: Ajaccio (Korsika)

In diesen Tagen ist nicht an Urlaub zu denken, weil das Corona-Virus erstmal alle Reise-Träume zerstört hat. Umso wichtiger ist es, optimistisch zu bleiben, denn es wird eine Zeit danach geben. Die aktuelle Zeit der Zurückhaltung und des Verzichts will ich nutzen, um auf meinem Blog über meine kleinen Reise-Abenteuer zu berichten, die ich während meiner Zeit auf See erlebt habe und die es bisher nicht hierher geschafft haben. Quasi eine kleine digitale Zeitreise als Anregung für neue Pläne, heute Teil 1.

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Meine erste Wahl fällt auf die französische Mittelmeerinsel Korsika, deren Hauptstadt Ajaccio ich einen Sommer lang besuchen durfte. Das Arbeitsleben an Bord ist hart und dennoch blieb hin und wieder etwas Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Einfach rausgehen, das Crew-Namensschild hinter sich lassen und für einen kurzen Moment den Kopf frei kriegen. Als Redakteurin bin ich die erste Saison von AIDAperla mitgefahren inklusive ihrer Taufe.

AIDAperla im Hafen von Ajaccio am Liegeplatz "Mole Croisiere".

Ajaccio ist ein traumhaftes Fleckchen Erde, das wie im Bilderbuch aussieht. Es ist ein Ort, an den ich auch privat reisen würde, denn er verzaubert durch türkisblaues Wasser, Sandstrände, Sonne satt, warme Temperaturen, grandioses mediterranes Essen (viel frischer Fisch und hervorragender Wein), eine pittoreske Altstadt und ein besonderes Lebensgefühl, das ich so bisher nur aus Italien kannte. Es folgen ein paar hübsche Schnappschüsse von unvergesslichen Erlebnissen.

By the way: Wer durch ein weiteres Highlight auf Korsika stöbern möchte, der schaut sich gern auch meinen Beitrag zu Propriano an.

In Ajaccios Hafennähe befindet sich der Platz Place Foch, an dessen Westseite eine Napoléonstatue sowie vier Löwen um eine Fontäne stehen (Statue de Napoléon Empereur Romain et Fontaine des 4 lions). Von hier aus gehen sämtliche kleine Gassen ab, die allerlei Geschäfte, Supermärkte und Speiselokale beherbergen. Es ist auch ein tolles Fotomotiv, gesäumt von Palmen und charmanten Gebäuden.

Die Stadt lässt sich bequem zu Fuß ablaufen. An der Küstenlinie führt eine Promenade für Fußgänger entlang mit Blick auf die See. Am Ende thront ein Riesenrad direkt am Strand.

Klopf klopf! Diese schicken Handknäufe an den Türen der Wohnhäuser erinnerten mich sehr an Spanien, wo solche Verzierungen ebenfalls häufig zu finden sind.

Der Hafen von Ajaccio (Blick von den oberen Decks des Schiffes). Und ich mit einer Babypalme abgelichtet beim Spazierengehen. Sehr niedlich sind diese kleinen Bäumchen an der Uferpromenade aufgereiht.

Eine traumhafte Kulisse. Das Wasser hatte übrigens eine sehr angenehme Temperatur im Juli. Also nix wie rein! Am besten man hat seine Badesachen immer dabei oder bereits drunter (so wie ich)!

Die Kaffeehaus-Kultur ist weit verbreitet auf Korsika und wem gelüstet es an einem späten Nachmittag nicht nach einem aufmunternden Kaffee. Im Café de Flor (Brasserie, Salon de Thé, Bar) gab es erstmal eine verdiente Stärkung.

Das untere Bild blickt auf die katholische Kirche Eglise du Sacré-Cœur.

Ich bin ein Fan von ästhetischer Architektur und könnte manchmal stundenlang um alte Gebäude und Gemäuer schleichen und sie anhimmeln. Besonders die restaurierten, historischen Gebäude in den Mittelmeerhäfen gefallen mir sehr gut. In Ajaccio findet man zahlreiche Villen, Kirchen und Paläste und alles ist noch immer von der einstigen Anwesenheit Napoléons geprägt.

Mode corse mit Sonnenhut, guter Laune und einem Glas Wein. Allzu oft sucht man in der Mittagsglut Unterschlupf im relativ kühlen Häuserschatten. Gelegenheiten dazu bietet Ajaccio genug.

Das orange Gebäude zeigt die katholische Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption, die an der Nordseite der Rue Forcioli Conti liegt und unter Einheimischen auch als La Madonuccia bekannt ist.

Typisch mediterran: Orangenbäume und Palmen soweit das Auge schaut. Herrlich!

Blick auf einen Teil der Zitadelle von Ajaccio mit Möwen-Detail. Sie ist südlich vor der Altstadt gelegen mit Blick auf das Mittelmeer und einst unter genuesischer Herrschaft ab 1492 errichtet worden. Ein Wechsel zwischen italienischer und französischer Herrschaft prägte den Bau. Heute gehört die Befestigungsanlage der Stadt von Ajaccio.

Unmittelbar in Hafennähe war ein kleiner korsischer Markt auf dem Place du Marché, der mehrere Tage pro Woche geöffnet ist. Die dortigen Speisen ließen einem schon beim bloßen Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen: Oliven in allen Facetten (mit Kräutern, Zitrone, Knobi oder Mandeln), Brot, Salzzitronen, Kapern, Lupinen, Käse, getrocknete Feigen und Datteln, Pistazien, Walnüsse, Rosinen, Gewürze, Honig und Olivenöl.

Auch Pancetta, Speck oder die korsischen Fleischspezialitäten wie Lonza (Schweinswurst über Kastanienholz geräuchert), Coppa (leicht geräucherte Schweinswurst mit Rotwein und Knobi) oder Figatellu (geräucherte dünne, lange Schweinswurst) sahen schmackhaft aus und konnten probiert werden.

Beim Markt beginnt die Altstadt, die sich in schmalen Gassen den Hang hochzieht, vorbei an zig Souvenirläden, Cafés, Eisdielen, Bars, Restaurants und Supermärkten.

Die perfekte Auszeit. Erfrischende Speisen vom Markt und aus dem Supermarkt und dann ab an den traumhaften Strand zum Picknick. Und vorher gab es noch eine kleine Erfrischung im kühlen Nass mit atemberaubender Kulisse. Man kann es schlechter treffen.

Überall kristallklares Wasser und eine friedliche See. Ein Traum, der zum Plantschen einlädt.

Corsican Lifestyle. Die Umgebung bietet unzählige Fotomotive. Bei der brütenden Sonne empfiehlt sich eine Kopfbedeckung. Kleidung brauchte es bei dieser Hitze nicht sehr viel. Achtung: Sonnenschutz nicht vergessen, sonst folgt die Strafe direkt im Anschluss.

In Ajaccio kann man auf den Spuren von Napoléon Bonaparte wandern, denn dieser wurde 1769 hier geboren. Ihm zu Ehren gibt es eine Statue als Denkmal am Place d’Austerlitz (Grotte Napoléon). Wer die Stufen bis nach oben erklimmt, der hat einen wunderbaren Ausblick über Ajaccio und es kostet keinen Eintritt.

Mitten in der Stadt (an der Ecke der Straße Cours Napoléon) befindet sich die hängende Kaiserkrone von Ajaccio. Sie beleuchtet nachts die wichtigste Verkehrsader. 

In Ajaccio kann man richtig gut und regional speisen. Das Essen ist sehr mediterran und zeugt neben der französischen auch sehr viel von der italienischen Küche. Die Einflüsse sind fließend und vermischen sich in den Speisen.

Weil ich einmal pro Woche in Ajaccio war, kam ich häufiger in den Genuss, gemeinsam mit lieben Kollegen in den großartigen Restaurants zu Mittag zu essen. Wir probierten uns durch leckere korsische Weiß- und Roséweine, zitronige Erfrischungsgetränke, Vorspeisenplatten mit getrocknetem Schinken, Butter und Brot und allerhand anderer Köstlichkeiten.

Risotto Saint-Jacques (mit Jakobsmuscheln und Safran) im Restaurant Via Roma.

Frische Dorade mit Salat, Reis und marinierten Auberginen. Und Kalbfleisch-Sauté mit Oliven und Polenta (Sauté de veau aux olives, polenta de maïs). Dazu eine kühle Flasche korsischen Wein (Saparale rosé).

Im Chez Paulo: Tagliatelle mode corse und Pizza mit Oliven und Kapern.

Das Meer hat eine magische Anziehungskraft. Zum Abschluss gab es noch leckeren Frozen Yogurt, der bei den heißen Temperaturen im Sommer richtig wohltuend war. Gekauft bei Yopovo, die für Crew-Mitglieder sogar einen Rabatt spendierten.

Der Anblick der Wäscheleinen erinnert an italienische Hinterhöfe. Urig!

Mitbringsel für die Lieben zuhause: Olivenöl und Konfitüre zum Dippen von Käse und Co. Original korsisch natürlich.

Im Chocolat français de Neuville gab es himmlisch leckere Schokolade zu kaufen. Bei den Temperaturen war es jedoch eine echte Herausforderung, diese heil und ungeschmolzen an Bord zu bringen. Im Supermarkt habe ich mir zudem regelmäßig Orangina gekauft, die ist super erfrischend. Und dazu noch französische Naschis für die kleinen Pausen an Bord.

Zurück an Bord. Auslaufen aus dem Hafen bei Sonnenuntergang. Mit Blick aus dem Bullauge einer Crew-Kabine. À bientôt du grandiose Ile de Beauté!


Wer von euch die Gelegenheit hat, Korsika einen Besuch abzustatten, der sollte nicht zögern. Ihr werdet es nicht bereuen, das kann ich versprechen! ❤

1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

Im letzten Oktober habe ich wieder als Redakteurin für Bordmedien auf einem der AIDA-Kreuzfahrtschiffe gearbeitet, genauer gesagt auf AIDAaura. Gegen Ende des Monats lag das Schiff, welches eher zu den kleineren der Flotte zählt (mit über 1200 Gästen an Bord), für 1 1/2 Tage am Liegeplatz „Tourlos Pier – Mykonos New Port“ in Mykonos-Stadt. Mykonos ist eine griechische Insel, die zu den Kykladen im Ägäischen Meer gehört. Ich nutzte die Chance und war zu Fuß in der hübschen Stadt unterwegs – für ein paar Stunden am Tag und schließlich zum Abendessen mit Kollegen nochmal spät abends. Diese wunderhübschen Schnappschüsse habe ich dabei eingefangen. Sie enthalten eine Menge typisch griechischer Motive und leckeres Essen.

Das untere Bild zeigt mitten auf die Pier im Hafen von Mykonos-Stadt und wurde von Deck 6 des Schiffes gemacht.

Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks
Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks.

Immer noch im Hafen von Mykonos. Ein kostenpflichtiger Bus-Shuttle beförderte Passagiere und auch Crew-Mitglieder ins Stadtzentrum. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten.

Im Hafen von Mykonos
Im Hafen von Mykonos.

Strahlend türkis-blaues Wasser. Welcome Greece!

Mitten in der Stadt gab es kleine, übersichtliche Strandabschnitte.

Typisch weiße Häuserfassaden mit blauen Fenstern, Türen und sonstigen Deko-Elementen reihen sich am Hang auf. Dazwischen türmen sich Palmen und einzelne Spitzdächer auf und sogar eine Windmühle ist zu entdecken.

Überall zwischen den kleinen Häuschen finden sich immer wieder kleine Gotteshäuser, so z.B. auch direkt am Wasser. Eine hübsche leuchtblaue Kuppel und Kreuze zieren die Kirche. Schnieke fand ich auch die kleinen, blauen Bänke, die sich um das Gebäude schlängeln.

Mitten in der Stadt stand diese Statue von Manto Mavrogenous. Sie gilt in Griechenland als Heldin, weil sie mit in den Kampf für die griechische Unabhängigkeit gezogen ist. Sie wurde im Jahr 1796 in Triest/Italien geboren und soll sehr schön gewesen sein. Sie wird auch gern mit der französischen Nationalheldin Jeanne D’Arc auf eine Stufe gestellt. Auf diesem Platz verpasste man ihr ein Denkmal.

Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle
Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle.

Ich liebe das Meer und genieße, wenn mir die salzige Luft um die Nase weht, die Möwen schreien und die Wellen sacht am Strandufer rauschen. Es war leicht bewölkt bei 18 Grad °C.

Man konnte sehr viele maritime Fotomotive auf Mykonos finden, besonders vor der bewohnten Hang-Kulisse mit den zahlreichen Booten davor.

Ich machte eine wunderbaren Spaziergang durch die schmalen Gassen, an etlichen Kirchen vorbei …

… und fand schließlich ein köstliches Mittagessen in der kleinen Gaststätte „Trio Bambini“ in der Straße Enoplon Dinameon, die neben Eis, Frozen Yogurt und Säften auch Omelettes, süße oder herzhafte Crêpes, Waffeln und Sandwiches anbot. Ich entschied mich für Crêpe mit u.a. Ei und Tomaten und einen kalten Aloe-Vera-Drink. Letzteres war mir neu und eine Erfahrung wert. Zu guter Letzt gönnte ich mir noch einen Espresso.

Die kleinen Gässchen waren besonders hübsch anzusehen und boten allerlei neckischer Accessoires, wie beispielsweise schicken Holztüren, Lämpchen, Blumentöpfen, bunten Treppengeländern und so weiter. Blau-weiße Farben waren vorherrschend, es gab jedoch auch vereinzelt rot-weiße Gebäude. Und natürlich durften die kleinen Kirchenhäuschen nicht fehlen.

Es sitzt sich immer wieder schön am Wasser.

Von diesem kleinen Hügel (den ich über hohe Treppen erreicht habe) hatte man eine gute Sicht von oben. Auch eine Kirche stand dort gut versteckt.

An diesem kurzen Strandabschnitt schien es genug Vogelfutter zu geben, denn die vielen Tauben konnte man gar nicht alle zählen. Die Bootkulisse ist mal wieder toll.

Von den Spaziergängen inmitten der schmalen Gassen konnte ich ebenfalls nicht genug bekommen. Hier und dort fand sich auch die eine oder andere kleine Pension für Urlaubsgäste.

Diesen hübschen Knautschball mit griechischen Eseln darauf habe ich in einem Geschäft mitgenommen – als Mitbringsel für meinen kleinen Neffen. Im Geschäft „Matsouka – le chocolat – the home of dry nuts, mykonos delights & greek baklava“ im Viertel Manto Mavrogenous Square fand ich zudem tolles Nougat und Sesam-Riegel. Herrlich! Einige der Leckereien erinnerten mich stark an meine Aufenthalte in der Türkei.

Nach ein paar Stunden, die ich mir Zeit für persönliche Erkundungen in der Stadt Mykonos nahm, musste ich erstmal wieder mit dem Bus zurück zum Schiff fahren. An diesem Tag lag noch jede Menge Arbeit im Büro an. Am Abend bin ich dann nach getaner Arbeit mit ein paar Kollegen erneut an Land gegangen – nämlich zum Abendessen.

Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!
Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!

Nach einem nächtlichen Spaziergang fanden wir ein hübsches Restaurant namens „Alegro“ und kehrten ein. Wir schafften es gerade noch trockenen Fußes hinein, denn wir wurden unterwegs ganz plötzlich von einem heftigen Regenschauer überrascht.

Das Innere des Restaurants war sehr gemütlich eingerichtet. Mit viel Holz, dicken Kissen, Trockenblumen und Lichtspielen. Und, wenn man in Griechenland zu Gast ist, dann gehört auch ein richtiger Ouzo dazu, mit dem wir feierlich angestoßen haben. Es war ein schöner Abend in geselliger Runde.

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde. Beim Essen hatte ich mich für eine vegetarische Pastete mit Spinat und Ricotta entschieden. Die schmeckte köstlich, wärmte schön und der Blätterteig knackte herrlich. Dazu gab es etwas Salat. Als Dessert teilten wir uns zu dritt eine „Pavlova“ – das ist eine Torte, die aus frischen Früchten, Soße, gekühltem Sahne-Joghurt und knusprigem Baiser besteht.

Mein kurzer Aufenthalt in Mykonos-Stadt hat mir einen sehr positiven Einblick in die griechische Lebens- und Genusswelt geschenkt. Privat hätte ich mich wohl eher nicht für eine Griechenland-Reise entschieden, umso dankbarer bin ich für diese wertvollen Stunden. Die Häuser mit ihren blauen Fenstern und Türen, die auffällig kleinen und spartanisch eingerichteten Kirchenhäuser, die Häfen mit ihren kleinen Fischerbooten sowie die Leckereien, die ich in Restaurants, Kneipen, Eisdielen und Bäckereien sehen und teilweise auch probieren konnte, waren sehr ansehnlich zurechtgemacht und sogar schmackhaft. Ein dickes Plus! Sollte ich in Zukunft mal die Gelegenheit haben, noch länger auf der Insel Mykonos zu verweilen, würde ich das ruhigen Gewissens und mit großer Vorfreude tun!

Tagesausflug nach Bremerhaven

Tagesausflug nach Bremerhaven

Seit ich in Bremen wohne, wünsche ich mir einen Ausflug nach Bremerhaven, denn dort gibt es viel zu sehen. Nach ausführlicher Recherche interessierten mich vor allem der „Zoo am Meer“ und das „Klimahaus“. Zu meiner Freude brauchte es keine große Überredung und so zogen mein Liebster und ich bepackt mit einem großen Rucksack voll Mineralwasser, Obst und Schoko-Keksen an einem Samstagmorgen los. Von Bremen kommt man auf direktem Weg bequem mit dem Zug binnen 35 Minuten nach Bremerhaven. Von dort läuft man nochmals zirka 20 Minuten bis in die „Havenwelten“ (es gibt aber auch Stadtbusse), in denen die meisten Ausstellungen, Museen und auch der Zoo untergebracht sind. In der nahe gelegenen Shopping Mall „Mediterraneo“ oder im „Columbus Center“ kann man zudem essen und trinken.

1. Station: Zoo am Meer

Zuerst besuchten wir den „Zoo am Meer“. Der Themenzoo hat sich hauptsächlich auf nordische, polare und damit wasserbezogene Tiere spezialisiert und zeigt beispielsweise Eisbären, Otter, Polarfüchse, Schneehasen, Seelöwen, Seehunde, Seebären oder auch eine Schneeeule. Binnen 2 Stunden ist man gut einmal durchgelaufen und zufrieden, dass man alles gesehen hat. Die Einrichtung ist direkt am Deich gelegen inmitten der „Havenwelten“ und alle Meerestiere werden in Salzwasser gehalten. Auch 9 Seewasseraquarien sind zu sehen. Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 9 Euro. Mir hat der Zoo gut gefallen, denn er ist übersichtlich, kompakt und zeigt u.a. auch Tiere, die nicht in jedem Zoo üblich sind, z.B. Pumas. Geöffnet ist der Zoo von 9 bis 19 Uhr (April – September).

Die Fütterung der sechs Seelöwen war sehr unterhaltsam. Die Fische wurden von einer Pflegerin gleichberechtigt aufgeteilt und hin und wieder setzte sich eine Möwe gegen einen der Seelöwen durch und stahl den einen oder anderen Fisch. Auch ein akrobatischer Sprung ins kühle Nass durch die Seelöwen war nicht selten.

Ein Humboldt-Pinguin schwimmt fröhlich im Becken herum und wartet auf seine Fütterung.

Hübsche Dekorationselemente schmückten die Wege.

Kikeriki!

Ein Otter während seiner persönlichen Mittagsstunde. Ist er nicht süß? Er hat gar nicht bemerkt, dass ich ihn heimlich, still und leise fotografiert habe.

Die Schimpansen im obersten Teil des Geheges hatten wohl die beste Sicht auf den roten Backstein-Leuchtturm. Der sogenannte Simon-Loschen-Leuchtturm steht seit 1984 unter Denkmalschutz und befindet sich am Neuen Hafen. Er ist noch immer in Betrieb und damit der älteste noch betriebene Festland-Leuchtturm an der Deutschen Bucht.

Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm
Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm.

Zwischendrin gab es für uns eine kleine Verschnaufpause mit Schokoladen-Doppelkeksen und Bananen.

Füchse sind meine Lieblingstiere. Umso schöner und auch spannender, dass der Bremerhavener Zoo zwei Polarfüchse besitzt. Einer von ihnen war noch mit dickem Winterfell bestückt und sah ziemlich kuschelig aus.

Lavendel vor der Leuchtturm-Kulisse.

Schöne Aussicht über den gesamten Zoo von der obersten Plattform aus.

2. Station: Mediterraneo

Nach dem Zoo-Besuch schlenderten wir gemütlich durch das moderne Einkaufszentrum „Mediterraneo“, welches einen eindeutig italienischen Charme hat. Es ist gestaltet wie ein Marktplatz mit unterschiedlich bunten Häuserfassaden drumherum, es erinnerte an eine italienische Piazza. Dort entdeckte ich einen sehr brauchbaren italienischen Delikatessenladen mit Grapperia. Von der selbstgemachten Pasta habe ich gleich zwei Päckchen mitgenommen. Einmal bunte Spaghetti zum Verschenken und bunte Orecchiette für uns zuhause.

Spaghetti tricolori und Orecchiette tricolori einmal einpacken, bitte!

3. Station: Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

Zuletzt statteten wir noch dem „Klimahaus“ einen knapp 4-stündigen Besuch ab. Die Ausstellung ist weltweit einzigartig in seiner Form. Man wird in 9 verschiedene Orte auf 5 Kontinenten entführt und erfährt jede Menge Wissenswertes über das dort jeweils vorherrschende Klima und Wetter sowie auch über den Klimawandel:

Bremerhaven (Deutschland) – Isenthal (Schweiz) – Seneghe (Sardinien) – Kanak (Niger) – Ikenge (Kamerun) – Königin-Maud-Land (Antarktis) – Satitoa (Samoa) – Gambell (Alaska) und Hallig Langeneß (Deutschland)

Während die Temperaturen in manchen Räumen unter 0 Grad Celsius sanken (Antarktis oder auch die Gletscherzone in der Schweiz-Räumlichkeit), schwitzte man im Afrika-Teil bei 25 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Sehr feucht wurde die Luft auch im Regenwald in Kamerun. Das war alles in allem eine sehr interessante Erfahrung. Aber keine Sorge: Frieren muss man nur kurzzeitig, denn es gibt überall kleine Übergangszonen, in denen milde Temperaturen herrschen.

Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 16 Euro. Das Klimahaus ist von 10 bis 19 Uhr (Mai – September) geöffnet.

Der Globus zeigt alle 9 zu besuchenden Orte entlang des 8. Längengrads Ost an. Sehr übersichtlich gemacht.

In der Regenwald-Zone gab es zahlreiche Tiere zu bestaunen, wie hier der Kongo-Rosenkäfer.

Auch die Unterwasserwelt war beeindruckend und reich an Fischen, Rochen und mehr. Weiterhin beherbergt das „Klimahaus“ noch andere faszinierende Tiere in der Ausstellung. So beispielsweise Stabheuschrecken, Gottesanbeter, Geckos, Eidechsen, Nattern, Frösche, Spinnen, Ameisen und viele mehr.

Man bekommt Einblicke in diverse Kulturkreise, wie die Tuareg in der Sahara, die Yupik in Alaska, die Samoans in der Südsee, Kinder in Kamerun oder auch die Italiener auf Sardinien, die im Sommer bis über 40 Grad Celsius und große Trockenheit mit zahlreichen Waldbränden ertragen müssen.

Gegen Abend machten wir uns zu Fuß wieder auf den Rückweg. Am Hauptbahnhof stand schon der Zug bereit, der uns zurück nach Bremen bringen sollte. Wir waren müde und mit schweren Füßen zufrieden mit dem Tag.

Weil es in den „Havenwelten“ von Bremerhaven noch so viel Spannendes zu entdecken gibt, planen wir bald einen zweiten Ausflug in die größte Stadt an der Nordseeküste. Dann soll es uns in das „U-Boot Wilhelm Bauer“ (mit Technik-Museum) und in das „Deutsche Auswanderer Haus“ ziehen. Ich freu mich drauf!

Propriano auf der Insel Korsika (Frankreich)

Propriano auf der Insel Korsika (Frankreich)

Mitte Oktober des vergangenen Jahres war ich mit dem Schiff AIDAaura von der Reederei AIDA Cruises für einen Tag im korsischen Hafen von Propriano. Das Schiff lag auf Reede, d.h. es warf den Anker unweit der Hafeneinfahrt und alle Menschen mussten mit kleinen Booten an Land gebracht werden (man nennt dies in der Seemannsprache „tendern“). Zuvor kannte ich nur die korsische Stadt Ajaccio, muss jedoch sagen, dass Propriano mindestens genauso malerisch ist. Korsika wäre für mich absolut auch eine Insel, auf der ich meinen Sommerurlaub verbringen würde. Diesmal war ich jedoch wieder mal zum Arbeiten an Bord. Dennoch schaffte ich es, am Nachmittag für ein paar Stunden mit netten Kollegen an Land zu gehen. Es war sehr sonnig bei warmen 22 °C und wir begaben uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen am Hafen. Im Hafen waren auch ein paar Schiffe verschiedener Reedereien zu sehen, so lag unweit von AIDAaura beispielsweise eines der Schiffe von TUI Cruises.

Ich fühle mich immer wieder pudelwohl am Meer und bereise besonders gern die Länder und Inseln am Mittelmeer. Das Wasser um die korsische Insel strahlt und schimmert türkisblau und war noch immer aufgeheizt vom Sommer.

Wir fanden ein Restaurant mit Bar, auf deren offener Terrasse man sehr gut speisen konnte. Mit super Blick auf den Hafen und einer sommerlich-mediterranen Brise, die einem um die Nase wehte. Ich gönnte mir ein vegetarisches Baguette mit frischen Zutaten sowie eine Flasche kühlen, französischen Cidre.

Das Essen schmeckte köstlich. Ich mochte auch das hübsch und bunt verzierte Geschirr. Ebenso meine beiden Begleiterinnen waren von den Leckereien begeistert. Zum Nachtisch holten wir uns an der Eisdiele gegenüber schließlich noch ein erfrischendes Sahneeis auf die Hand. Ich entschied mich für die Sorte Karamell.

Oben: Leckeres vegetarisch belegtes Baguette und dazu eine Flasche Cidre aus der Bretagne. Unten: Karamell-Eis als kleines Dessert danach
Oben: Leckeres vegetarisch belegtes Baguette und dazu eine Flasche Cidre aus der Bretagne. Unten: Karamell-Eis als kleines Dessert danach.

Und weil ein Spaziergang nach dem Essen immer eine gute Idee ist, marschierte ich los. Meine Kolleginnen mussten leider wieder zurück auf’s Schiff, denn ihre Schicht begann früher als meine. Ich nahm mir jedoch noch etwas Zeit für mich und die wunderschöne korsische Landschaft.

Palmen, Segelboote, flache Bergketten und Delfin-Skulpturen.

Unweit versteckt vom Kern der Stadt entdeckte ich diese kleine Badebucht. Ich wär am liebsten den ganzen Tag und vielleicht sogar noch länger dort geblieben. Doch das ging leider nicht, denn das Schiff sollte um 18:30 Uhr ablegen.

Zurück an Bord machte ich diese schicken Schnappschüsse von Deck 6. Das Schiff lief abends aus und segelte dem Sonnenuntergang entgegen.

Romantisch! Auf dem unteren Bild war ich gerade auf dem Weg zur Bugspitze des Schiffes.

Korsika hat mich fasziniert. Auch die französische Sprache war für mich größtenteils kein Problem. Auch englisch wird hier und dort verstanden, falls man der französischen Sprache nicht mächtig sein sollte. Die Insel ist umgeben von türkisblauem und sauberem Wasser, es gibt viel frischen Fisch zu essen, man kann super Badeurlaub machen und sich selbst im Herbst durch das mediterrane Klima noch hochsommerlich fühlen. Das schöne Wetter im Mittelmeerraum hebt immer wieder meine Stimmung, es ist eine eigene Lebensart, die die Menschen dort haben – wie gern möchte ich mir dieses „savoir vivre“ mit nachhause nehmen und beibehalten. Korsika ist wunderbar!

Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Im vergangenen September war ich gemeinsam mit meinem Partner für 10 Tage in Schweden, genauer gesagt in Südschweden, in der historischen Provinz Småland. Die Region werden die meisten von euch höchstwahrscheinlich mit der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren verbinden. Ich liebe ihre Geschichten über Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder auch die Kinder aus Bullerbü. Sie erinnern mich an meine glückliche Kindheit auf dem Land. Die Reise hatten wir ganz spontan entschieden, nachdem ich auf einer Online-Plattform für schwedische Ferienhäuschen ein gutes Angebot entdeckt hatte. Gesehen, gebucht und losgefahren.

Anreise

Wir fuhren in den frühen Morgenstunden Anfang September mit einem voll beladenen Auto los und unser erster Stopp sollte der norddeutsche Fährhafen Puttgarden auf der Insel Fehmarn sein. Ein Fährticket hatten wir bereits online gebucht und bezahlt – das geht problemlos über die deutsch-dänische Reederei „Scandlines“.

Die Überfahrt dauerte zirka 45 Minuten und die Fähren starteten etwa alle 30 Minuten.

Zielhafen war schließlich der Fährhafen Rødby (deutsch: Rödby) auf der dänischen Insel Lolland. Von dort ging es dann mit dem Auto einmal quer durch Dänemark bis nach Kopenhagen. In Kopenhagen befindet sich die Anschlussstelle nach Schweden. Zum ersten Mal habe ich die berühmte Øresundsbron (deutsch: Öresundbrücke) mit dem Auto überquert. Sie ist die längste Schrägseilbrücke der Welt (7.845 m), auf der sowohl der Auto- als auch der Eisenbahnverkehr drüberrollt. Sie führt bis nach Malmö in Schweden und eine Überfahrt kostete uns eine Mautgebühr von 50 Euro (für PKW bis 6 m). Von der südlichen Großstadt Malmö (Provinz: Skåne län) waren es dann nochmal gute 330 km bis nach Vimmerby in Småland. Und weil in Schweden eine deutlich geringere Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen erlaubt ist, fühlte sich die Autofahrt seeehr laaang an.

Das rote Ferienhäuschen & Vimmerby

Uns erwartete ein wunderhübsches, kleines, rotes Ferienhäuschen mit zwei Etagen, komplett eingerichtet, mit Kamin, voll ausgestatteter Küche, Bad mit Dusche, mehreren Schlafplätzen, TV, Terrasse und einem PKW-Stellplatz.

Auch die Umgebung verhieß ruhige, naturnahe und erholsame Stunden. Es sah alles sehr malerisch aus.

Die Inneneinrichtung des roten Holzhäuschens war urgemütlich und sehr wohnlich.

Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche
Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche.

Blick in die Küche. Neben dem alten Holzherd gab es auch einen neueren Elektroherd. Desweiteren Kühlschrank, Spüle, Mikrowelle und sonstige Schränke mit Geschirr und Töpfen. Eine vollwertig brauchbare Küche.

Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig
Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig.

Hinter dem Häuschen war ein großer See, der voller Teichrosen war.

Die Umgebung einmal zu Fuß erkundet.

Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird
Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird.

Unser Nachbar (ein ehemaliger Pilot in Rente), welcher zugleich Vermieter unseres Holzhäuschens war, kam hin und wieder mal bei uns vorbei und zeigte uns die Umgebung. Bei einem Spaziergang kroch zufällig diese schwarze Schlange an uns vorbei. Unser freundlicher Schwede erklärte, dass es in der Gegend zwei schwarze Schlangenarten gibt, von denen eine harmlos und die andere giftig sei. Er war sich nicht 100%ig sicher, um welche der beiden Schlangen es sich hierbei handelte, tippte jedoch auf die giftige Variante. Vermutlich eine Kreuzotter? Daraufhin suchten wir uns einen anderen Weg durch das Unterholz am See, um der Schlange sicherheitshalber aus dem Weg zu gehen.

Eine Kreuzotter?
Eine Kreuzotter?

Morgendämmerung mit Blick auf das Nachbarhaus.

Schweden ist landschaftlich so hübsch!

Hyggelig!

Unsere hübsche, rote Holzfassade.

Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster
Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster.

Gemütliche Inneneinrichtung. Der Kamin war ein Geschenk, denn wir hatten im September bereits ein paar sehr kalte Nächte in Schweden.

Schwedische „Deko“ über dem Kamin und in der Küche.

Eine typisch schwedische Milchkanne vor der Grundstückseinfahrt.

Mit dem Auto brauchten wir nur ein paar Minuten durch ein Waldstück, bis wir im Zentrum von Vimmerby ankamen.

Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus
Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus.

Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis)
Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis).

Auf dem Marktplatz prangte eine Statue von Astrid Lindgren an der Schreibmaschine. Sie wuchs in Vimmerby und Umgebung auf.

Und auch an einzelnen Häuserfassaden tauchten immer wieder Elemente aus den Lindgren-Geschichten auf. Hier Zöpfe, Strümpfe und Schuhe von Pippi Langstrumpf.

In Schweden pflegt man tägliche Kaffeepausen, die in der Landessprache als „Fika“ bezeichnet werden. Zahlreiche Cafés bieten dafür allerlei Süßkram, Gebäck und sogar belegte Brote in großen Auslagen an. In Vimmerby ließen wir uns im Café „Bakfickan“ nieder, um Herzhaftes sowie Espresso zu probieren. Das Süße kam später. Hauptsache eine kleine Pause für die Seele. Wir hatten schließlich jede Menge Zeit.

Im Café "Bakfickan"
Im Café „Bakfickan“.

Herbstmarkt in Eksjö (Provinz Jönköping)

An einem anderen Tag haben wir einen Ausflug in die Stadt Eksjö im Norden von Småland gemacht. Dort war gerade eine Art Herbstmarkt zugange. Eksjö bildet eine von drei berühmten Holzstädten in Schweden. Mitten im Ortskern („Gamla Stan“) wurde einst eine ganze Reihe von alten Holzhäusern aufwändig saniert, was dazu führte, dass die Altstadt wiederbelebt wurde und heute wieder viel besucht wird. Sowohl von Einheimischen als auch von Touristen.

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Ein Stand voll Preiselbeeren auf dem Markt. Die holzigen Häuserfassaden im Stadtkern finde ich besonders schön.

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Pflaumen an einem anderen Marktstand. Und ein weiterer Händler verkaufte selbstgemachte gebrannte Mandeln.

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Zeit für die nächste „Fika“. Nach einem ausgiebigen Marktbummel besuchten wir das „Bakeri Café“ und gönnten uns neben Espresso und Cappuccino auch noch einen großen „Eksjöknuten“ (Zimtschnecke, typisch schwedisch), einen kunterbunten „Kalasboll“ (Partyball, rundes Küchlein mit Zuckerstreuseln) und ein kleines Heidelbeertörtchen.

Oben: Unsere kleine "Fika"-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche
Oben: Unsere kleine „Fika“-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche.

Die Kirche von 1784 direkt am Marktplatz. Sie wurde nach Zerstörungen zwischen 1887 und 1889 wiederaufgebaut.

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Werbung mit der Aufschrift „Schokolade wie früher“ … verschiedene Schoko-Küsse.

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Äpfel mit Zucker- oder Schokoladen-Dekor oder kandierte Äpfel.

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In der Altstadt „Gamla Stan“ (hier in der Straße „Norra Storgatan“) mit seinen zahlreichen restaurierten Holzhäusern. Sehr hübsch anzuschauen.

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Am späten Nachmittag fuhren wir zurück in unser Ferienhäuschen. Die Entfernung von Eksjö nach Vimmerby dauerte zirka 50 Minuten über die Route 40.

„Astrid Lindgrens Värld“ (Familien- & Erlebnispark)

In Vimmerby gibt es einen sehr sehenswerten Theater- und Erlebnispark namens „Astrid Lindgrens Värld“, welcher besonders bei Familien beliebt ist. Wer Kinder hat oder selbst mit den Astrid-Lindgren-Geschichten aufgewachsen ist, wird den Park lieben. Er existiert seit über 30 Jahren und eine Eintrittskarte (Erwachsener) kostete im September (Nebensaison) 270 Schwedische Kronen (26 Euro). Neben der Villa Kunterbunt und der Hoppetosse (Pippi Langstrumpf) konnte man z.B. auch die Mattisburg (Ronja Räubertochter), das Kirschblüten- und Heckenrosental (Brüder Löwenherz) oder den Katthult-Hof (Michel aus Lönneberga) besuchen.

Zu bestimmten Tageszeiten liefen diverse Theateraufführungen und Rollenspiele. Hier eine Szene aus „Michel aus Lönneberga“ sowie „Pippi Langstrumpf“.

Auf der Mattisburg. Und im Anschluss Pippis Hoppetosse.

Zwischendrin gönnten wir uns eine kleine Pause mit Waffeln, Erdbeeren und Apfelkompott. Es gab kleine Imbissbuden und zahlreiche Picknickplätze im Park.

Hübsch angelegte Gärten. Und man kann im Park den Miniatur-Nachbau der Stadt Vimmerby bestaunen.

In ein paar Boutiquen gab es Souvenire en masse.

Ein schöner Tag geht zu Ende, an dem wir viele tolle Einblicke in die Welt der Lindgren-Figuren erhalten haben.

„Astrid Lindgrens Näs“

Ein weiterer sehenswerter Fleck in Vimmerby ist das Kulturzentrum „Astrid Lindgrens Näs“. Hier dreht sich alles um das Leben der Autorin – ihr Werdegang vom Anfang bis zu ihrem Tod, ihr soziales Engagement und wichtige Wendepunkte – mitunter auf humorvolle Art und Weise erzählt. Mithilfe eines Audioguides spazierte man durch die Einrichtung.

Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die "Michel" für jeden seiner Streiche in den "Michel aus Lönnerberga"-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil
Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die „Michel“ für jeden seiner Streiche in den „Michel aus Lönnerberga“-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil.

Eine Sammlung sämtlicher Pippi-Figuren aus aller Welt.

Zum Schluss war immer noch Zeit für eine entspannte Kaffee- und Kuchenpause mit Espressi, dem berühmten schwedischen „Ostkaka“ (Käsekuchen) und Blaubeer-Krümelkuchen. Hmm!

„Virum Älgpark“ (Elchpark)

Im September ist es gar nicht so einfach, einen Elchpark zu finden, in dem man noch an einer Elch-Safari teilnehmen und Elche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und auch füttern kann. Es ist nämlich schon knapp außerhalb der Sommersaison. Doch dank unseres Reiseführers konnte ich noch einen Park in der Nähe von Vimmerby ausfindig machen, der noch an zwei Wochenenden derartige Touren anbot. Also fuhren wir früh los und bekamen noch zwei Tickets (je 180 Schwedische Kronen, zirka 17,50 Euro) für die dunkelgrünen Safari-Busse. Es war eine wunderbare Begegnung mit diesen scheuen Königen der schwedischen Wälder mit ihren großen Kulleraugen.

Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern
Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern.

Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse
Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse.

Achtung: Älg Crossing!

Die Elche waren sehr hungrig und neugierig.

In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum
In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum.

Und natürlich durfte eine „Fika“-Kaffeepause nicht fehlen … mit Zimtschnecke, Plätzchen und Birnensaft.

Auf dem Rückweg nach Vimmerby passierten wir allerlei neckische Foto-Motive. Wie hier z.B. diese alte Tankstelle.

Die Gegend besteht zu einem Großteil aus Wäldern. Einfach bezaubernd! Und immer wieder tauchen pittoreske, kleine Dörfer auf. Hier beispielsweise ein hübscher Bahnübergang mit bunten Häuschen drumherum. An einem roten Holzhaus wird für „Thunfisch, Zimmerei & Handwerk“ („Tuna, Snickeri & Hantwerk“) geworben. Auf dem oberen Bild sind Flechten zu sehen.

Katthult, Bullerbü, Pelarne & Mariannelund

Unweit von Vimmerby befinden sich zahlreiche kleine Ortschaften, die als Schauplätze in Astrid Lingrens Kinderbüchern dienten, wie beispielsweise der Katthult-Hof sowie der Ort Mariannelund aus „Michel“ oder auch die drei Wohnhäuser der „Kinder aus Bullerbü“. Unser erster Stopp war der Katthult-Hof. Das Grundstück mit Hof gehören heute in private Hand und sind bewohnt. Um den Mythos am Leben zu halten, haben sich die Besitzer jedoch bereit erklärt, Gästen den Zutritt zum Gelände zu gewähren. Es wird am Eingang um eine kleine Spende gebeten.

Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof
Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof.

Unten: Das Wohnhaus aus "Michel aus Lönneberga"
Unten: Das Wohnhaus aus „Michel aus Lönneberga“.

Ich habe noch nie so viele verschiedene Pilze gesehen wie in den Wäldern und auf den Wiesen in Schweden.

Ganz typisch: Weil viele Schweden sehr ländlich wohnen, stehen an den Verkehrsstraßen zahlreiche Briefkästen, von wo aus die Post mit dem Auto eingesammelt wird.

Die Höfe aus den Büchern „Kinder von Bullerbü“ direkt in Bullerbü. Es sieht sehr idyllisch aus.

Es gibt ihn wirklich: den Limonadenbaum aus „Pippi Langstrumpf“! Und die Scheune, von der Astrid Lindgren häufig aus ihrer Kindheit berichtete – hier ist sie von den obersten Balken ins weiche Stroh gesprungen. Das erinnert mich sehr an meine Kindheit, denn es gab auch eine derartige Scheune voller Stroh und Holzbalken.

Anschließend machten wir einen Abstecher nach Pelarne. Dort steht eine der ältesten Holzkirchen Schwedens. Sie wird noch immer für Gottesdienste genutzt. Das Besondere: In ihr heirateten im Jahr 1905 die Eltern von Astrid Lindgren. Pelarne gehört zur Provinz Kalmar.

Wenn man in Südschweden mit dem Auto unterwegs ist, passiert man an den Straßen immer mal wieder Seen mit großen Steinen und kleinen Inseln darin. Die Umgebung ist alles in allem wunderschön.

Zuletzt besuchten wir an diesem ereignisreichen Tag die „Karamellkokeri“ in Mariannelund. Wer sich erinnert: In Mariannelund war „Michel“, wenn er hin und wieder zum Arztbesuch gehen musste, z.B. in der Geschichte mit der berühmten Suppenschüssel.

Die Süßigkeiten-Fabrik ist recht klein, doch bietet sie sehr farbenfrohe Leckereien an. Auch Lakritz, Marshmallows und Schokolade konnte man einkaufen.

Köstlich!
Köstlich!

Wandern im Moor: Nationalpark „Store Mosse“

Wandern in der Natur gehört zu meinen Hobbys. Und weil Schweden voll von Wäldern ist, suchten wir uns ein paar passende Wanderrouten heraus. Der Nationalpark „Store Mosse“ (deutsch: Großes Moor) befindet sich in der Nähe der Kleinstadt Värnamo (Provinz Jönköpings län) und besteht aus rund 40 km Wanderwegen. Es gilt als das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Von Vimmerby fuhren wir mit dem Auto knapp 2 Stunden bis zum Nationalpark und unsere Wanderung durch’s Moor dauerte über 5 Stunden. Ein herrlicher Tagesausflug mit viel Bewegung.

Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden
Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden.

Hier und da lagen große umgestürzte Bäume, die mit samt ihrem Wurzelwerk umkippten, vermutlich im Sturm.

Pilze soweit das Auge reicht.

Sträucher mit Wild-Preiselbeeren und noch mehr Pilze.

Mitten im Moor.

Pilze, Pilze.

„Auf, auf, ihr Wandersleut“ …

Alles ist mit Moosen und Flechten bewachsen.

Auf dem Heimweg passierten wir wieder ein paar Seen. Es war ziemlich windig und die See schlug Wellen.

Västervik

Gegen Ende unseres Urlaubs statteten wir noch der zirka 45 Minuten östlich von Vimmerby gelegenen Stadt Västervik (Provinz Kalmar län) einen Besuch ab. Sie wird auch „Perle der Ostküste“ (schwedisch: „Ostkustens pärla“) genannt und ist berühmt für seine niedrigen Fischerhäuser. Auch das Ex-ABBA-Mitglied Björn verbrachte einen Großteil seiner Kindheit hier.

Unser Mittagessen bestand aus einem belegtem Baguette und einer vegetarischen Quiche im „Espresso House“.

An diesem Tag war es etwas verregnet, davon ließen wir uns allerdings nicht beeindrucken.

Besuch einer typisch nordischen Kirche. Skandinavischer Sakralbau. In Schwedens Kirchen hängen auffällig viele Holzschiffe von den Decken, vermutlich ein Hinweis auf die Seefahrer- und Wikingerzeit.

Eine hübsche bunte Holzhäuserreihe. Typisch Schweden.

Wer in Schweden Alkohol von mehr als 3,5 Volumenprozent kaufen möchte, der muss in einen sogenannten „Systembolaget“ gehen. Durch dieses staatliche Unternehmen, welches nicht gewinnorientiert arbeitet, wird hochprozentiger Alkohol verkauft – sie haben das Alkoholmonopol. Dazu muss man mindestens 20 Jahre alt sein. Mit dieser Einrichtung versucht Schweden, Alkoholmissbrauch vorzubeugen und ich finde das eine super Idee. An Tankstellen oder in herkömmlichen Supermärkten bekommt man hingegen keinen hochprozentigen Alkohol.

Zu guter Letzt an diesem Tag besuchten wir noch die knallrote, sehr ansehnliche, neugotische Sankt-Petri-Kirche, welche im Jahr 1905 erbaut wurde. Beeindruckend!


Wandern: „Brantestad Naturrunda“

In Vimmerby und Umgebung gibt es nahezu 170 km Wanderwege, auf denen jeder – egal, ob Anfänger oder nicht – seine Route findet. Wir hatten uns diesmal die „Brantestad Naturrunda“ rausgesucht, mit 9,9 km durch Wälder und Kulturlandschaft. Unterwegs kommt man an etlichen Picknickplätzen, Pilzen und anderen schönen Pflanzen sowie Höfen vorbei. Hier folgen noch ein paar Schnappschüsse von unserer letzten Wanderung durch Schwedens wunderbare Natur.

Schwedische Lebensmittel & Mitbringsel

Wie ich bereits häufiger erwähnt habe, gehe ich wirklich gern in Supermärkte im Ausland und probiere Neues und Unbekanntes aus. Eben Dinge, die ich nicht alltäglich in Deutschland kaufen kann. Das gehört für mich zum Kennenlernen einer fremden Kultur dazu und ist immer etwas Besonderes. Hier seht ihr ein paar der Lebensmittel, die wir während unseres Schweden-Aufenthaltes eingekauft oder auch als Mitbringsel mit nachhause genommen haben.

Schwedisches Bier, diverse Säfte ("Erdbeer-Limette", "Schwarze Johannisbeere" und "Flieder"), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen
Schwedisches Bier, diverse Säfte („Erdbeer-Limette“, „Schwarze Johannisbeere“ und „Flieder“), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen.

Schwedische Schokolade der Marke "Marabou" in der Sorten "Daim", "Zartbitter-Schokolade", "Salz-Lakritz" und "Apfelsine-Krokant"
Schwedische Schokolade der Marke „Marabou“ in der Sorten „Daim“, „Zartbitter-Schokolade“, „Salz-Lakritz“ und „Apfelsine-Krokant“.

Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte "Mojito"
Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte „Mojito“.

Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!
Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!

Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und "bliw". "Bliw" ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten "Brombeere" und "Veilchen" gekauft
Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und „bliw“. „Bliw“ ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten „Brombeere“ und „Veilchen“ gekauft.

Pfirsich-Cider
Pfirsich-Cider.

Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark
Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark.

Schwedisches Bier und Cider
Schwedisches Bier und Cider.

Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste
Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste.

Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden
Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden.

Schwedisches Knäckebrot
Schwedisches Knäckebrot.

Die Reise nach Schweden war schon lange mein Traum und endlich wurde er wahr. Ich bin beeindruckt von der vielfältigen Natur- und Tierwelt. Man ist umgeben von Wäldern, Seen und den Geschichten von Astrid Lindgren. Wer mit Pippi, Michel & Co. aufgewachsen ist – so wie ich – wird sich dort wohlfühlen und häufig in Erinnerungen schwelgen. Es gibt bedeutend weniger Autos und Menschen in Südschweden als in deutschen Großstädten und Ballungszentren. Für mich war es eine Flucht aus dem Alltag. Die Luft roch frisch, süßlich nach Blüten und Bäumen und hatte eine belebende Wirkung. Unsere Spaziergänge und Wanderungen in Schwedens Wäldern haben mich sehr zufrieden gemacht. Ich möchte unbedingt wieder nach Schweden reisen und am liebsten einen Teil der Ruhe und Energie mit nachhause nehmen.