Browsed by
Kategorie: Unterwegs

1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

1 Tag & 1 Nacht in Mykonos-Stadt (Griechenland)

Im letzten Oktober habe ich wieder als Redakteurin für Bordmedien auf einem der AIDA-Kreuzfahrtschiffe gearbeitet, genauer gesagt auf AIDAaura. Gegen Ende des Monats lag das Schiff, welches eher zu den kleineren der Flotte zählt (mit über 1200 Gästen an Bord), für 1 1/2 Tage am Liegeplatz „Tourlos Pier – Mykonos New Port“ in Mykonos-Stadt. Mykonos ist eine griechische Insel, die zu den Kykladen im Ägäischen Meer gehört. Ich nutzte die Chance und war zu Fuß in der hübschen Stadt unterwegs – für ein paar Stunden am Tag und schließlich zum Abendessen mit Kollegen nochmal spät abends. Diese wunderhübschen Schnappschüsse habe ich dabei eingefangen. Sie enthalten eine Menge typisch griechischer Motive und leckeres Essen.

Das untere Bild zeigt mitten auf die Pier im Hafen von Mykonos-Stadt und wurde von Deck 6 des Schiffes gemacht.

Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks
Unten: Direkt an der Pier. Blick von einem der oberen Decks.

Immer noch im Hafen von Mykonos. Ein kostenpflichtiger Bus-Shuttle beförderte Passagiere und auch Crew-Mitglieder ins Stadtzentrum. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten.

Im Hafen von Mykonos
Im Hafen von Mykonos.

Strahlend türkis-blaues Wasser. Welcome Greece!

Mitten in der Stadt gab es kleine, übersichtliche Strandabschnitte.

Typisch weiße Häuserfassaden mit blauen Fenstern, Türen und sonstigen Deko-Elementen reihen sich am Hang auf. Dazwischen türmen sich Palmen und einzelne Spitzdächer auf und sogar eine Windmühle ist zu entdecken.

Überall zwischen den kleinen Häuschen finden sich immer wieder kleine Gotteshäuser, so z.B. auch direkt am Wasser. Eine hübsche leuchtblaue Kuppel und Kreuze zieren die Kirche. Schnieke fand ich auch die kleinen, blauen Bänke, die sich um das Gebäude schlängeln.

Mitten in der Stadt stand diese Statue von Manto Mavrogenous. Sie gilt in Griechenland als Heldin, weil sie mit in den Kampf für die griechische Unabhängigkeit gezogen ist. Sie wurde im Jahr 1796 in Triest/Italien geboren und soll sehr schön gewesen sein. Sie wird auch gern mit der französischen Nationalheldin Jeanne D’Arc auf eine Stufe gestellt. Auf diesem Platz verpasste man ihr ein Denkmal.

Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle
Oben: Statue von Manto Mavrogenous. Unten: Wer genau hinschaut, entdeckt eine süße Windmühle.

Ich liebe das Meer und genieße, wenn mir die salzige Luft um die Nase weht, die Möwen schreien und die Wellen sacht am Strandufer rauschen. Es war leicht bewölkt bei 18 Grad °C.

Man konnte sehr viele maritime Fotomotive auf Mykonos finden, besonders vor der bewohnten Hang-Kulisse mit den zahlreichen Booten davor.

Ich machte eine wunderbaren Spaziergang durch die schmalen Gassen, an etlichen Kirchen vorbei …

… und fand schließlich ein köstliches Mittagessen in der kleinen Gaststätte „Trio Bambini“ in der Straße Enoplon Dinameon, die neben Eis, Frozen Yogurt und Säften auch Omelettes, süße oder herzhafte Crêpes, Waffeln und Sandwiches anbot. Ich entschied mich für Crêpe mit u.a. Ei und Tomaten und einen kalten Aloe-Vera-Drink. Letzteres war mir neu und eine Erfahrung wert. Zu guter Letzt gönnte ich mir noch einen Espresso.

Die kleinen Gässchen waren besonders hübsch anzusehen und boten allerlei neckischer Accessoires, wie beispielsweise schicken Holztüren, Lämpchen, Blumentöpfen, bunten Treppengeländern und so weiter. Blau-weiße Farben waren vorherrschend, es gab jedoch auch vereinzelt rot-weiße Gebäude. Und natürlich durften die kleinen Kirchenhäuschen nicht fehlen.

Es sitzt sich immer wieder schön am Wasser.

Von diesem kleinen Hügel (den ich über hohe Treppen erreicht habe) hatte man eine gute Sicht von oben. Auch eine Kirche stand dort gut versteckt.

An diesem kurzen Strandabschnitt schien es genug Vogelfutter zu geben, denn die vielen Tauben konnte man gar nicht alle zählen. Die Bootkulisse ist mal wieder toll.

Von den Spaziergängen inmitten der schmalen Gassen konnte ich ebenfalls nicht genug bekommen. Hier und dort fand sich auch die eine oder andere kleine Pension für Urlaubsgäste.

Diesen hübschen Knautschball mit griechischen Eseln darauf habe ich in einem Geschäft mitgenommen – als Mitbringsel für meinen kleinen Neffen. Im Geschäft „Matsouka – le chocolat – the home of dry nuts, mykonos delights & greek baklava“ im Viertel Manto Mavrogenous Square fand ich zudem tolles Nougat und Sesam-Riegel. Herrlich! Einige der Leckereien erinnerten mich stark an meine Aufenthalte in der Türkei.

Nach ein paar Stunden, die ich mir Zeit für persönliche Erkundungen in der Stadt Mykonos nahm, musste ich erstmal wieder mit dem Bus zurück zum Schiff fahren. An diesem Tag lag noch jede Menge Arbeit im Büro an. Am Abend bin ich dann nach getaner Arbeit mit ein paar Kollegen erneut an Land gegangen – nämich zum Abendessen.

Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!
Unten: Schicke Wimpel-Verzierungen zogen sich quer durch die Stadt. Hier ist auch wieder eine Kirche mit offenem Glockenwerk zu sehen. Häufig waren an den Glocken bloß lange Stricke befestigt, die bis auf den Boden hingen zum manuellen Läuten der Glocken. Das war urig!

Nach einem nächtlichen Spaziergang fanden wir ein hübsches Restaurant namens „Alegro“ und kehrten ein. Wir schafften es gerade noch trockenen Fußes hinein, denn wir wurden unterwegs ganz plötzlich von einem heftigen Regenschauer überrascht.

Das Innere des Restaurants war sehr gemütlich eingerichtet. Mit viel Holz, dicken Kissen, Trockenblumen und Lichtspielen. Und, wenn man in Griechenland zu Gast ist, dann gehört auch ein richtiger Ouzo dazu, mit dem wir feierlich angestoßen haben. Es war ein schöner Abend in geselliger Runde.

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde

Unten: Köstlicher Ouzo in fröhlicher Runde. Beim Essen hatte ich mich für eine vegetarische Pastete mit Spinat und Ricotta entschieden. Die schmeckte köstlich, wärmte schön und der Blätterteig knackte herrlich. Dazu gab es etwas Salat. Als Dessert teilten wir uns zu dritt eine „Pavlova“ – das ist eine Torte, die aus frischen Früchten, Soße, gekühltem Sahne-Joghurt und knusprigem Baiser besteht.

Mein kurzer Aufenthalt in Mykonos-Stadt hat mir einen sehr positiven Einblick in die griechische Lebens- und Genusswelt geschenkt. Privat hätte ich mich wohl eher nicht für eine Griechenland-Reise entschieden, umso dankbarer bin ich für diese wertvollen Stunden. Die Häuser mit ihren blauen Fenstern und Türen, die auffällig kleinen und spartanisch eingerichteten Kirchenhäuser, die Häfen mit ihren kleinen Fischerbooten sowie die Leckereien, die ich in Restaurants, Kneipen, Eisdielen und Bäckereien sehen und teilweise auch probieren konnte, waren sehr ansehnlich zurechtgemacht und sogar schmackhaft. Ein dickes Plus! Sollte ich in Zukunft mal die Gelegenheit haben, noch länger auf der Insel Mykonos zu verweilen, würde ich das ruhigen Gewissens und mit großer Vorfreude tun!

Tagesausflug nach Bremerhaven

Tagesausflug nach Bremerhaven

Seit ich in Bremen wohne, wünsche ich mir einen Ausflug nach Bremerhaven, denn dort gibt es viel zu sehen. Nach ausführlicher Recherche interessierten mich vor allem der „Zoo am Meer“ und das „Klimahaus“. Zu meiner Freude brauchte es keine große Überredung und so zogen mein Liebster und ich bepackt mit einem großen Rucksack voll Mineralwasser, Obst und Schoko-Keksen an einem Samstagmorgen los. Von Bremen kommt man auf direktem Weg bequem mit dem Zug binnen 35 Minuten nach Bremerhaven. Von dort läuft man nochmals zirka 20 Minuten bis in die „Havenwelten“ (es gibt aber auch Stadtbusse), in denen die meisten Ausstellungen, Museen und auch der Zoo untergebracht sind. In der nahe gelegenen Shopping Mall „Mediterraneo“ oder im „Columbus Center“ kann man zudem essen und trinken.

1. Station: Zoo am Meer

Zuerst besuchten wir den „Zoo am Meer“. Der Themenzoo hat sich hauptsächlich auf nordische, polare und damit wasserbezogene Tiere spezialisiert und zeigt beispielsweise Eisbären, Otter, Polarfüchse, Schneehasen, Seelöwen, Seehunde, Seebären oder auch eine Schneeeule. Binnen 2 Stunden ist man gut einmal durchgelaufen und zufrieden, dass man alles gesehen hat. Die Einrichtung ist direkt am Deich gelegen inmitten der „Havenwelten“ und alle Meerestiere werden in Salzwasser gehalten. Auch 9 Seewasseraquarien sind zu sehen. Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 9 Euro. Mir hat der Zoo gut gefallen, denn er ist übersichtlich, kompakt und zeigt u.a. auch Tiere, die nicht in jedem Zoo üblich sind, z.B. Pumas. Geöffnet ist der Zoo von 9 bis 19 Uhr (April – September).

Die Fütterung der sechs Seelöwen war sehr unterhaltsam. Die Fische wurden von einer Pflegerin gleichberechtigt aufgeteilt und hin und wieder setzte sich eine Möwe gegen einen der Seelöwen durch und stahl den einen oder anderen Fisch. Auch ein akrobatischer Sprung ins kühle Nass durch die Seelöwen war nicht selten.

Ein Humboldt-Pinguin schwimmt fröhlich im Becken herum und wartet auf seine Fütterung.

Hübsche Dekorationselemente schmückten die Wege.

Kikeriki!

Ein Otter während seiner persönlichen Mittagsstunde. Ist er nicht süß? Er hat gar nicht bemerkt, dass ich ihn heimlich, still und leise fotografiert habe.

Die Schimpansen im obersten Teil des Geheges hatten wohl die beste Sicht auf den roten Backstein-Leuchtturm. Der sogenannte Simon-Loschen-Leuchtturm steht seit 1984 unter Denkmalschutz und befindet sich am Neuen Hafen. Er ist noch immer in Betrieb und damit der älteste noch betriebene Festland-Leuchtturm an der Deutschen Bucht.

Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm
Ein Wahrzeichen Bremerhavens: Simon-Loschen-Leuchtturm.

Zwischendrin gab es für uns eine kleine Verschnaufpause mit Schokoladen-Doppelkeksen und Bananen.

Füchse sind meine Lieblingstiere. Umso schöner und auch spannender, dass der Bremerhavener Zoo zwei Polarfüchse besitzt. Einer von ihnen war noch mit dickem Winterfell bestückt und sah ziemlich kuschelig aus.

Lavendel vor der Leuchtturm-Kulisse.

Schöne Aussicht über den gesamten Zoo von der obersten Plattform aus.

2. Station: Mediterraneo

Nach dem Zoo-Besuch schlenderten wir gemütlich durch das moderne Einkaufszentrum „Mediterraneo“, welches einen eindeutig italienischen Charme hat. Es ist gestaltet wie ein Marktplatz mit unterschiedlich bunten Häuserfassaden drumherum, es erinnerte an eine italienische Piazza. Dort entdeckte ich einen sehr brauchbaren italienischen Delikatessenladen mit Grapperia. Von der selbstgemachten Pasta habe ich gleich zwei Päckchen mitgenommen. Einmal bunte Spaghetti zum Verschenken und bunte Orecchiette für uns zuhause.

Spaghetti tricolori und Orecchiette tricolori einmal einpacken, bitte!

3. Station: Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

Zuletzt statteten wir noch dem „Klimahaus“ einen knapp 4-stündigen Besuch ab. Die Ausstellung ist weltweit einzigartig in seiner Form. Man wird in 9 verschiedene Orte auf 5 Kontinenten entführt und erfährt jede Menge Wissenswertes über das dort jeweils vorherrschende Klima und Wetter sowie auch über den Klimawandel:

Bremerhaven (Deutschland) – Isenthal (Schweiz) – Seneghe (Sardinien) – Kanak (Niger) – Ikenge (Kamerun) – Königin-Maud-Land (Antarktis) – Satitoa (Samoa) – Gambell (Alaska) und Hallig Langeneß (Deutschland)

Während die Temperaturen in manchen Räumen unter 0 Grad Celsius sanken (Antarktis oder auch die Gletscherzone in der Schweiz-Räumlichkeit), schwitzte man im Afrika-Teil bei 25 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Sehr feucht wurde die Luft auch im Regenwald in Kamerun. Das war alles in allem eine sehr interessante Erfahrung. Aber keine Sorge: Frieren muss man nur kurzzeitig, denn es gibt überall kleine Übergangszonen, in denen milde Temperaturen herrschen.

Der Tageseintritt pro Erwachsener kostet 16 Euro. Das Klimahaus ist von 10 bis 19 Uhr (Mai – September) geöffnet.

Der Globus zeigt alle 9 zu besuchenden Orte entlang des 8. Längengrads Ost an. Sehr übersichtlich gemacht.

In der Regenwald-Zone gab es zahlreiche Tiere zu bestaunen, wie hier der Kongo-Rosenkäfer.

Auch die Unterwasserwelt war beeindruckend und reich an Fischen, Rochen und mehr. Weiterhin beherbergt das „Klimahaus“ noch andere faszinierende Tiere in der Ausstellung. So beispielsweise Stabheuschrecken, Gottesanbeter, Geckos, Eidechsen, Nattern, Frösche, Spinnen, Ameisen und viele mehr.

Man bekommt Einblicke in diverse Kulturkreise, wie die Tuareg in der Sahara, die Yupik in Alaska, die Samoans in der Südsee, Kinder in Kamerun oder auch die Italiener auf Sardinien, die im Sommer bis über 40 Grad Celsius und große Trockenheit mit zahlreichen Waldbränden ertragen müssen.

Gegen Abend machten wir uns zu Fuß wieder auf den Rückweg. Am Hauptbahnhof stand schon der Zug bereit, der uns zurück nach Bremen bringen sollte. Wir waren müde und mit schweren Füßen zufrieden mit dem Tag.

Weil es in den „Havenwelten“ von Bremerhaven noch so viel Spannendes zu entdecken gibt, planen wir bald einen zweiten Ausflug in die größte Stadt an der Nordseeküste. Dann soll es uns in das „U-Boot Wilhelm Bauer“ (mit Technik-Museum) und in das „Deutsche Auswanderer Haus“ ziehen. Ich freu mich drauf!

Propriano auf der Insel Korsika (Frankreich)

Propriano auf der Insel Korsika (Frankreich)

Mitte Oktober des vergangenen Jahres war ich mit dem Schiff AIDAaura von der Reederei AIDA Cruises für einen Tag im korsischen Hafen von Propriano. Das Schiff lag auf Reede, d.h. es warf den Anker unweit der Hafeneinfahrt und alle Menschen mussten mit kleinen Booten an Land gebracht werden (man nennt dies in der Seemannsprache „tendern“). Zuvor kannte ich nur die korsische Stadt Ajaccio, muss jedoch sagen, dass Propriano mindestens genauso malerisch ist. Korsika wäre für mich absolut auch eine Insel, auf der ich meinen Sommerurlaub verbringen würde. Diesmal war ich jedoch wieder mal zum Arbeiten an Bord. Dennoch schaffte ich es, am Nachmittag für ein paar Stunden mit netten Kollegen an Land zu gehen. Es war sehr sonnig bei warmen 22 °C und wir begaben uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen am Hafen. Im Hafen waren auch ein paar Schiffe verschiedener Reedereien zu sehen, so lag unweit von AIDAaura beispielsweise eines der Schiffe von TUI Cruises.

Ich fühle mich immer wieder pudelwohl am Meer und bereise besonders gern die Länder und Inseln am Mittelmeer. Das Wasser um die korsische Insel strahlt und schimmert türkisblau und war noch immer aufgeheizt vom Sommer.

Wir fanden ein Restaurant mit Bar, auf deren offener Terrasse man sehr gut speisen konnte. Mit super Blick auf den Hafen und einer sommerlich-mediterranen Brise, die einem um die Nase wehte. Ich gönnte mir ein vegetarisches Baguette mit frischen Zutaten sowie eine Flasche kühlen, französischen Cidre.

Das Essen schmeckte köstlich. Ich mochte auch das hübsch und bunt verzierte Geschirr. Ebenso meine beiden Begleiterinnen waren von den Leckereien begeistert. Zum Nachtisch holten wir uns an der Eisdiele gegenüber schließlich noch ein erfrischendes Sahneeis auf die Hand. Ich entschied mich für die Sorte Karamell.

Oben: Leckeres vegetarisch belegtes Baguette und dazu eine Flasche Cidre aus der Bretagne. Unten: Karamell-Eis als kleines Dessert danach
Oben: Leckeres vegetarisch belegtes Baguette und dazu eine Flasche Cidre aus der Bretagne. Unten: Karamell-Eis als kleines Dessert danach.

Und weil ein Spaziergang nach dem Essen immer eine gute Idee ist, marschierte ich los. Meine Kolleginnen mussten leider wieder zurück auf’s Schiff, denn ihre Schicht begann früher als meine. Ich nahm mir jedoch noch etwas Zeit für mich und die wunderschöne korsische Landschaft.

Palmen, Segelboote, flache Bergketten und Delfin-Skulpturen.

Unweit versteckt vom Kern der Stadt entdeckte ich diese kleine Badebucht. Ich wär am liebsten den ganzen Tag und vielleicht sogar noch länger dort geblieben. Doch das ging leider nicht, denn das Schiff sollte um 18:30 Uhr ablegen.

Zurück an Bord machte ich diese schicken Schnappschüsse von Deck 6. Das Schiff lief abends aus und segelte dem Sonnenuntergang entgegen.

Romantisch! Auf dem unteren Bild war ich gerade auf dem Weg zur Bugspitze des Schiffes.

Korsika hat mich fasziniert. Auch die französische Sprache war für mich größtenteils kein Problem. Auch englisch wird hier und dort verstanden, falls man der französischen Sprache nicht mächtig sein sollte. Die Insel ist umgeben von türkisblauem und sauberem Wasser, es gibt viel frischen Fisch zu essen, man kann super Badeurlaub machen und sich selbst im Herbst durch das mediterrane Klima noch hochsommerlich fühlen. Das schöne Wetter im Mittelmeerraum hebt immer wieder meine Stimmung, es ist eine eigene Lebensart, die die Menschen dort haben – wie gern möchte ich mir dieses „savoir vivre“ mit nachhause nehmen und beibehalten. Korsika ist wunderbar!

Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Im vergangenen September war ich gemeinsam mit meinem Partner für 10 Tage in Schweden, genauer gesagt in Südschweden, in der historischen Provinz Småland. Die Region werden die meisten von euch höchstwahrscheinlich mit der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren verbinden. Ich liebe ihre Geschichten über Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder auch die Kinder aus Bullerbü. Sie erinnern mich an meine glückliche Kindheit auf dem Land. Die Reise hatten wir ganz spontan entschieden, nachdem ich auf einer Online-Plattform für schwedische Ferienhäuschen ein gutes Angebot entdeckt hatte. Gesehen, gebucht und losgefahren.

Anreise

Wir fuhren in den frühen Morgenstunden Anfang September mit einem voll beladenen Auto los und unser erster Stopp sollte der norddeutsche Fährhafen Puttgarden auf der Insel Fehmarn sein. Ein Fährticket hatten wir bereits online gebucht und bezahlt – das geht problemlos über die deutsch-dänische Reederei „Scandlines“.

Die Überfahrt dauerte zirka 45 Minuten und die Fähren starteten etwa alle 30 Minuten.

Zielhafen war schließlich der Fährhafen Rødby (deutsch: Rödby) auf der dänischen Insel Lolland. Von dort ging es dann mit dem Auto einmal quer durch Dänemark bis nach Kopenhagen. In Kopenhagen befindet sich die Anschlussstelle nach Schweden. Zum ersten Mal habe ich die berühmte Øresundsbron (deutsch: Öresundbrücke) mit dem Auto überquert. Sie ist die längste Schrägseilbrücke der Welt (7845 m), auf der sowohl der Auto- als auch der Eisenbahnverkehr drüberrollt. Sie führt bis nach Malmö in Schweden und eine Überfahrt kostete uns eine Mautgebühr von 50 Euro (für PKW bis 6 m). Von der südlichen Großstadt Malmö (Provinz: Skåne län) waren es dann nochmal gute 330 km bis nach Vimmerby in Småland. Und weil in Schweden eine deutlich geringere Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen erlaubt ist, fühlte sich die Autofahrt seeehr laaang an.

Das rote Ferienhäuschen & Vimmerby

Uns erwartete ein wunderhübsches, kleines, rotes Ferienhäuschen mit zwei Etagen, komplett eingerichtet, mit Kamin, voll ausgestatteter Küche, Bad mit Dusche, mehreren Schlafplätzen, TV, Terrasse und einem PKW-Stellplatz.

Auch die Umgebung verhieß ruhige, naturnahe und erholsame Stunden. Es sah alles sehr malerisch aus.

Die Inneneinrichtung des roten Holzhäuschens war urgemütlich und sehr wohnlich.

Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche
Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche.

Blick in die Küche. Neben dem alten Holzherd gab es auch einen neueren Elektroherd. Desweiteren Kühlschrank, Spüle, Mikrowelle und sonstige Schränke mit Geschirr und Töpfen. Eine vollwertig brauchbare Küche.

Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig
Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig.

Hinter dem Häuschen war ein großer See, der voller Teichrosen war.

Die Umgebung einmal zu Fuß erkundet.

Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird
Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird.

Unser Nachbar (ein ehemaliger Pilot in Rente), welcher zugleich Vermieter unseres Holzhäuschens war, kam hin und wieder mal bei uns vorbei und zeigte uns die Umgebung. Bei einem Spaziergang kroch zufällig diese schwarze Schlange an uns vorbei. Unser freundlicher Schwede erklärte, dass es in der Gegend zwei schwarze Schlangenarten gibt, von denen eine harmlos und die andere giftig sei. Er war sich nicht 100%ig sicher, um welche der beiden Schlangen es sich hierbei handelte, tippte jedoch auf die giftige Variante. Vermutlich eine Kreuzotter? Daraufhin suchten wir uns einen anderen Weg durch das Unterholz am See, um der Schlange sicherheitshalber aus dem Weg zu gehen.

Eine Kreuzotter?
Eine Kreuzotter?

Morgendämmerung mit Blick auf das Nachbarhaus.

Schweden ist landschaftlich so hübsch!

Hyggelig!

Unsere hübsche, rote Holzfassade.

Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster
Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster.

Gemütliche Inneneinrichtung. Der Kamin war ein Geschenk, denn wir hatten im September bereits ein paar sehr kalte Nächte in Schweden.

Schwedische „Deko“ über dem Kamin und in der Küche.

Eine typisch schwedische Milchkanne vor der Grundstückseinfahrt.

Mit dem Auto brauchten wir nur ein paar Minuten durch ein Waldstück, bis wir im Zentrum von Vimmerby ankamen.

Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus
Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus.
Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis)
Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis).

Auf dem Marktplatz prangte eine Statue von Astrid Lindgren an der Schreibmaschine. Sie wuchs in Vimmerby und Umgebung auf.

Und auch an einzelnen Häuserfassaden tauchten immer wieder Elemente aus den Lindgren-Geschichten auf. Hier Zöpfe, Strümpfe und Schuhe von Pippi Langstrumpf.

In Schweden pflegt man tägliche Kaffeepausen, die in der Landessprache als „Fika“ bezeichnet werden. Zahlreiche Cafés bieten dafür allerlei Süßkram, Gebäck und sogar belegte Brote in großen Auslagen an. In Vimmerby ließen wir uns im Café „Bakfickan“ nieder, um Herzhaftes sowie Espresso zu probieren. Das Süße kam später. Hauptsache eine kleine Pause für die Seele. Wir hatten schließlich jede Menge Zeit.

Im Café "Bakfickan"
Im Café „Bakfickan“.

Herbstmarkt in Eksjö (Provinz Jönköping)

An einem anderen Tag haben wir einen Ausflug in die Stadt Eksjö im Norden von Småland gemacht. Dort war gerade eine Art Herbstmarkt zugange. Eksjö bildet eine von drei berühmten Holzstädten in Schweden. Mitten im Ortskern („Gamla Stan“) wurde einst eine ganze Reihe von alten Holzhäusern aufwändig saniert, was dazu führte, dass die Altstadt wiederbelebt wurde und heute wieder viel besucht wird. Sowohl von Einheimischen als auch von Touristen.

DSC06827_wp3
Ein Stand voll Preiselbeeren auf dem Markt. Die holzigen Häuserfassaden im Stadtkern finde ich besonders schön.

DSC06834_wp6
Pflaumen an einem anderen Marktstand. Und ein weiterer Händler verkaufte selbstgemachte gebrannte Mandeln.

DSC06827_wp4
Zeit für die nächste „Fika“. Nach einem ausgiebigen Marktbummel besuchten wir das „Bakeri Café“ und gönnten uns neben Espresso und Cappuccino auch noch einen großen „Eksjöknuten“ (Zimtschnecke, typisch schwedisch), einen kunterbunten „Kalasboll“ (Partyball, rundes Küchlein mit Zuckerstreuseln) und ein kleines Heidelbeertörtchen.

Oben: Unsere kleine "Fika"-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche
Oben: Unsere kleine „Fika“-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche.

Die Kirche von 1784 direkt am Marktplatz. Sie wurde nach Zerstörungen zwischen 1887 und 1889 wiederaufgebaut.

DSC06838_wp
Werbung mit der Aufschrift „Schokolade wie früher“ … verschiedene Schoko-Küsse.

DSC06827_b
Äpfel mit Zucker- oder Schokoladen-Dekor oder kandierte Äpfel.

DSC06827_wp
In der Altstadt „Gamla Stan“ (hier in der Straße „Norra Storgatan“) mit seinen zahlreichen restaurierten Holzhäusern. Sehr hübsch anzuschauen.

DSC06827_wp2
Am späten Nachmittag fuhren wir zurück in unser Ferienhäuschen. Die Entfernung von Eksjö nach Vimmerby dauerte zirka 50 Minuten über die Route 40.

„Astrid Lindgrens Värld“ (Familien- & Erlebnispark)

In Vimmerby gibt es einen sehr sehenswerten Theater- und Erlebnispark namens „Astrid Lindgrens Värld“, welcher besonders bei Familien beliebt ist. Wer Kinder hat oder selbst mit den Astrid-Lindgren-Geschichten aufgewachsen ist, wird den Park lieben. Er existiert seit über 30 Jahren und eine Eintrittskarte (Erwachsener) kostete im September (Nebensaison) 270 Schwedische Kronen (26 Euro). Neben der Villa Kunterbunt und der Hoppetosse (Pippi Langstrumpf) konnte man z.B. auch die Mattisburg (Ronja Räubertochter), das Kirschblüten- und Heckenrosental (Brüder Löwenherz) oder den Katthult-Hof (Michel aus Lönneberga) besuchen.

Zu bestimmten Tageszeiten liefen diverse Theateraufführungen und Rollenspiele. Hier eine Szene aus „Michel aus Lönneberga“ sowie „Pippi Langstrumpf“.

Auf der Mattisburg. Und im Anschluss Pippis Hoppetosse.

Zwischendrin gönnten wir uns eine kleine Pause mit Waffeln, Erdbeeren und Apfelkompott. Es gab kleine Imbissbuden und zahlreiche Picknickplätze im Park.

Hübsch angelegte Gärten. Und man kann im Park den Miniatur-Nachbau der Stadt Vimmerby bestaunen.

In ein paar Boutiquen gab es Souvenire en masse.

Ein schöner Tag geht zu Ende, an dem wir viele tolle Einblicke in die Welt der Lindgren-Figuren erhalten haben.

„Astrid Lindgrens Näs“

Ein weiterer sehenswerter Fleck in Vimmerby ist das Kulturzentrum „Astrid Lindgrens Näs“. Hier dreht sich alles um das Leben der Autorin – ihr Werdegang vom Anfang bis zu ihrem Tod, ihr soziales Engagement und wichtige Wendepunkte – mitunter auf humorvolle Art und Weise erzählt. Mithilfe eines Audioguides spazierte man durch die Einrichtung.

Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die "Michel" für jeden seiner Streiche in den "Michel aus Lönnerberga"-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil
Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die „Michel“ für jeden seiner Streiche in den „Michel aus Lönnerberga“-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil.

Eine Sammlung sämtlicher Pippi-Figuren aus aller Welt.

Zum Schluss war immer noch Zeit für eine entspannte Kaffee- und Kuchenpause mit Espressi, dem berühmten schwedischen „Ostkaka“ (Käsekuchen) und Blaubeer-Krümelkuchen. Hmm!

„Virum Älgpark“ (Elchpark)

Im September ist es gar nicht so einfach, einen Elchpark zu finden, in dem man noch an einer Elch-Safari teilnehmen und Elche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und auch füttern kann. Es ist nämlich schon knapp außerhalb der Sommersaison. Doch dank unseres Reiseführers konnte ich noch einen Park in der Nähe von Vimmerby ausfindig machen, der noch an zwei Wochenenden derartige Touren anbot. Also fuhren wir früh los und bekamen noch zwei Tickets (je 180 Schwedische Kronen, zirka 17,50 Euro) für die dunkelgrünen Safari-Busse. Es war eine wunderbare Begegnung mit diesen scheuen Königen der schwedischen Wälder mit ihren großen Kulleraugen.

Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern
Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern.
Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse
Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse.

Achtung: Älg Crossing!

Die Elche waren sehr hungrig und neugierig.

In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum
In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum.

Und natürlich durfte eine „Fika“-Kaffeepause nicht fehlen … mit Zimtschnecke, Plätzchen und Birnensaft.

Auf dem Rückweg nach Vimmerby passierten wir allerlei neckische Foto-Motive. Wie hier z.B. diese alte Tankstelle.

Die Gegend besteht zu einem Großteil aus Wäldern. Einfach bezaubernd! Und immer wieder tauchen pittoreske, kleine Dörfer auf. Hier beispielsweise ein hübscher Bahnübergang mit bunten Häuschen drumherum. An einem roten Holzhaus wird für „Thunfisch, Zimmerei & Handwerk“ („Tuna, Snickeri & Hantwerk“) geworben. Auf dem oberen Bild sind Flechten zu sehen.

Katthult, Bullerbü, Pelarne & Mariannelund

Unweit von Vimmerby befinden sich zahlreiche kleine Ortschaften, die als Schauplätze in Astrid Lingrens Kinderbüchern dienten, wie beispielsweise der Katthult-Hof sowie der Ort Mariannelund aus „Michel“ oder auch die drei Wohnhäuser der „Kinder aus Bullerbü“. Unser erster Stopp war der Katthult-Hof. Das Grundstück mit Hof gehören heute in private Hand und sind bewohnt. Um den Mythos am Leben zu halten, haben sich die Besitzer jedoch bereit erklärt, Gästen den Zutritt zum Gelände zu gewähren. Es wird am Eingang um eine kleine Spende gebeten.

Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof
Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof.
Unten: Das Wohnhaus aus "Michel aus Lönneberga"
Unten: Das Wohnhaus aus „Michel aus Lönneberga“.

Ich habe noch nie so viele verschiedene Pilze gesehen wie in den Wäldern und auf den Wiesen in Schweden.

Ganz typisch: Weil viele Schweden sehr ländlich wohnen, stehen an den Verkehrsstraßen zahlreiche Briefkästen, von wo aus die Post mit dem Auto eingesammelt wird.

Die Höfe aus den Büchern „Kinder von Bullerbü“ direkt in Bullerbü. Es sieht sehr idyllisch aus.

Es gibt ihn wirklich: den Limonadenbaum aus „Pippi Langstrumpf“! Und die Scheune, von der Astrid Lindgren häufig aus ihrer Kindheit berichtete – hier ist sie von den obersten Balken ins weiche Stroh gesprungen. Das erinnert mich sehr an meine Kindheit, denn es gab auch eine derartige Scheune voller Stroh und Holzbalken.

Anschließend machten wir einen Abstecher nach Pelarne. Dort steht eine der ältesten Holzkirchen Schwedens. Sie wird noch immer für Gottesdienste genutzt. Das Besondere: In ihr heirateten im Jahr 1905 die Eltern von Astrid Lindgren. Pelarne gehört zur Provinz Kalmar.

Wenn man in Südschweden mit dem Auto unterwegs ist, passiert man an den Straßen immer mal wieder Seen mit großen Steinen und kleinen Inseln darin. Die Umgebung ist alles in allem wunderschön.

Zuletzt besuchten wir an diesem ereignisreichen Tag die „Karamellkokeri“ in Mariannelund. Wer sich erinnert: In Mariannelund war „Michel“, wenn er hin und wieder zum Arztbesuch gehen musste, z.B. in der Geschichte mit der berühmten Suppenschüssel.

Die Süßigkeiten-Fabrik ist recht klein, doch bietet sie sehr farbenfrohe Leckereien an. Auch Lakritz, Marshmallows und Schokolade konnte man einkaufen.

Köstlich!
Köstlich!

Wandern im Moor: Nationalpark „Store Mosse“

Wandern in der Natur gehört zu meinen Hobbys. Und weil Schweden voll von Wäldern ist, suchten wir uns ein paar passende Wanderrouten heraus. Der Nationalpark „Store Mosse“ (deutsch: Großes Moor) befindet sich in der Nähe der Kleinstadt Värnamo (Provinz Jönköpings län) und besteht aus rund 40 km Wanderwegen. Es gilt als das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Von Vimmerby fuhren wir mit dem Auto knapp 2 Stunden bis zum Nationalpark und unsere Wanderung durch’s Moor dauerte über 5 Stunden. Ein herrlicher Tagesausflug mit viel Bewegung.

Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden
Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden.

Hier und da lagen große umgestürzte Bäume, die mit samt ihrem Wurzelwerk umkippten, vermutlich im Sturm.

Pilze soweit das Auge reicht.

Sträucher mit Wild-Preiselbeeren und noch mehr Pilze.

Mitten im Moor.

Pilze, Pilze.

„Auf, auf, ihr Wandersleut“ …

Alles ist mit Moosen und Flechten bewachsen.

Auf dem Heimweg passierten wir wieder ein paar Seen. Es war ziemlich windig und die See schlug Wellen.

Västervik

Gegen Ende unseres Urlaubs statteten wir noch der zirka 45 Minuten östlich von Vimmerby gelegenen Stadt Västervik (Provinz Kalmar län) einen Besuch ab. Sie wird auch „Perle der Ostküste“ (schwedisch: „Ostkustens pärla“) genannt und ist berühmt für seine niedrigen Fischerhäuser. Auch das Ex-ABBA-Mitglied Björn verbrachte einen Großteil seiner Kindheit hier.

Unser Mittagessen bestand aus einem belegtem Baguette und einer vegetarischen Quiche im „Espresso House“.

An diesem Tag war es etwas verregnet, davon ließen wir uns allerdings nicht beeindrucken.

Besuch einer typisch nordischen Kirche. Skandinavischer Sakralbau. In Schwedens Kirchen hängen auffällig viele Holzschiffe von den Decken, vermutlich ein Hinweis auf die Seefahrer- und Wikingerzeit.

Eine hübsche bunte Holzhäuserreihe. Typisch Schweden.

Wer in Schweden Alkohol von mehr als 3,5 Volumenprozent kaufen möchte, der muss in einen sogenannten „Systembolaget“ gehen. Durch dieses staatliche Unternehmen, welches nicht gewinnorientiert arbeitet, wird hochprozentiger Alkohol verkauft – sie haben das Alkoholmonopol. Dazu muss man mindestens 20 Jahre alt sein. Mit dieser Einrichtung versucht Schweden, Alkoholmissbrauch vorzubeugen und ich finde das eine super Idee. An Tankstellen oder in herkömmlichen Supermärkten bekommt man hingegen keinen hochprozentigen Alkohol.

Zu guter Letzt an diesem Tag besuchten wir noch die knallrote, sehr ansehnliche, neugotische Sankt-Petri-Kirche, welche im Jahr 1905 erbaut wurde. Beeindruckend!


Wandern: „Brantestad Naturrunda“

In Vimmerby und Umgebung gibt es nahezu 170 km Wanderwege, auf denen jeder – egal, ob Anfänger oder nicht – seine Route findet. Wir hatten uns diesmal die „Brantestad Naturrunda“ rausgesucht, mit 9,9 km durch Wälder und Kulturlandschaft. Unterwegs kommt man an etlichen Picknickplätzen, Pilzen und anderen schönen Pflanzen sowie Höfen vorbei. Hier folgen noch ein paar Schnappschüsse von unserer letzten Wanderung durch Schwedens wunderbare Natur.

Schwedische Lebensmittel & Mitbringsel

Wie ich bereits häufiger erwähnt habe, gehe ich wirklich gern in Supermärkte im Ausland und probiere Neues und Unbekanntes aus. Eben Dinge, die ich nicht alltäglich in Deutschland kaufen kann. Das gehört für mich zum Kennenlernen einer fremden Kultur dazu und ist immer etwas Besonderes. Hier seht ihr ein paar der Lebensmittel, die wir während unseres Schweden-Aufenthaltes eingekauft oder auch als Mitbringsel mit nachhause genommen haben.

Schwedisches Bier, diverse Säfte ("Erdbeer-Limette", "Schwarze Johannisbeere" und "Flieder"), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen
Schwedisches Bier, diverse Säfte („Erdbeer-Limette“, „Schwarze Johannisbeere“ und „Flieder“), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen.
Schwedische Schokolade der Marke "Marabou" in der Sorten "Daim", "Zartbitter-Schokolade", "Salz-Lakritz" und "Apfelsine-Krokant"
Schwedische Schokolade der Marke „Marabou“ in der Sorten „Daim“, „Zartbitter-Schokolade“, „Salz-Lakritz“ und „Apfelsine-Krokant“.
Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte "Mojito"
Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte „Mojito“.
Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!
Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!
Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und "bliw". "Bliw" ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten "Brombeere" und "Veilchen" gekauft
Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und „bliw“. „Bliw“ ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten „Brombeere“ und „Veilchen“ gekauft.
Pfirsich-Cider
Pfirsich-Cider.
Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark
Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark.
Schwedisches Bier und Cider
Schwedisches Bier und Cider.
Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste
Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste.
Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden
Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden.
Schwedisches Knäckebrot
Schwedisches Knäckebrot.

Die Reise nach Schweden war schon lange mein Traum und endlich wurde er wahr. Ich bin beeindruckt von der vielfältigen Natur- und Tierwelt. Man ist umgeben von Wäldern, Seen und den Geschichten von Astrid Lindgren. Wer mit Pippi, Michel & Co. aufgewachsen ist – so wie ich – wird sich dort wohlfühlen und häufig in Erinnerungen schwelgen. Es gibt bedeutend weniger Autos und Menschen in Südschweden als in deutschen Großstädten und Ballungszentren. Für mich war es eine Flucht aus dem Alltag. Die Luft roch frisch, süßlich nach Blüten und Bäumen und hatte eine belebende Wirkung. Unsere Spaziergänge und Wanderungen in Schwedens Wäldern haben mich sehr zufrieden gemacht. Ich möchte unbedingt wieder nach Schweden reisen und am liebsten einen Teil der Ruhe und Energie mit nachhause nehmen.

Wattwandern & Krabbenpuhlen in Husum (Nordsee)

Wattwandern & Krabbenpuhlen in Husum (Nordsee)

In diesem Jahr war ich bereits zweimal im erholsamen Husum an der Nordsee, um gemeinsam mit meinem Partner dessen Familie zu besuchen. Der erste Besuch fand in der zweiten Aprilwoche statt, während die wunderschöne Krokusblüte im Husumer Schlossgarten zu bestaunen war. Und Mitte Mai zog es uns erneut in die als „graue Stadt am Meer“ literarisch bekannte Heimatstadt von Schriftsteller Theodor Storm. Beim zweiten Mal war ich mutig und wagte mit netter Begleitung einen kleinen Spaziergang im Watt. Ein weiteres Highlight war meine erste Begegnung mit fangfrischen Nordseekrabben, die vor dem Verspeisen zuerst noch gepuhlt werden mussten. Bei sehr vielen Sonnenstunden schmeckte auch das leckere italienische Eis aus der Eisdiele „Cortina“. Wir hatten großes Glück, so regnete es nicht einen einzigen Tag bei beständigen, trocken-warmen Durchschnittstemperaturen von um die 24 bis 25 Grad Celsius. Im Folgenden zeige ich euch meine schönsten Schnappschüsse aus Husum an der Nordsee.

Der Außenhafen.

20180520_122802_wpDer Krabbenkutter „Störtebeker“ mit Fangnetzen.

20180520_122622_wpEin weiterer Krabbenkutter namens „Marion“.

20180520_122437_wpEin Krabbenkutter fährt in der sogenannten Fahrrinne in den Husumer Hafen ein.

20180521_163433_wpNoch mehr hübsche Impressionen vom Dockkoog aus fotografiert.

20180521_163006_wp
20180521_163219_wp
20180521_164701_wp
Beim zweiten Husum-Besuch habe ich mich unter freundlicher Anleitung getraut und einen herrlichen Wattspaziergang gemacht, als gerade Ebbe war. Zweimal am Tag ist Ebbe und zweimal am Tag kommt die Flut. Die genauen Gezeitenvorausberechnungen (Hoch- und Niedrigwasser) findet man in sogenannten Tidenkalendern, beispielsweise in der regionalen Tageszeitung oder auch auf der Website der Tourismus-Organisation.

DSC08949_wpGlitschig, aber samtig weicher Schlamm.

Eine Herzmuschel mit Seepocken. Diese Muschel kommt an der Nordsee am häufigsten vor. Die Seepocken sind winzige Krebse, die sich bei Flut öffnen und mit ihren Fächern kleine Plankton-Teile wegfangen.

DSC08965_wpPfeffermuscheln.

DSC08970_wpAusscheidungen (markante Kothäufchen) von Wattwürmern und eine sichtbare Wohnröhre. Wattwürmer fressen mit ihrem ausstülpbaren Rüssel den Sand, der in ihr Schlupfloch fällt und verdauen die organischen Bestandteile. Der Rest liegt ausgeschieden außerhalb ihrer „Wohnung“, so wie hier sichtbar ist.

DSC08950_wpEin lebendiger Wattwurm.

DSC08963_wpDarmtang. Platte, innen hohle Bänder, die bis zu 30 cm lang werden können.

DSC08985_wpEin leerer Krabbenpanzer. Das Tier wurde vermutlich von einem Vogel gefressen.

DSC08996_wpDiese Strandschnecken lagen überall an den Ufern. Sie sind lebendig und wenn man sie aufhebt, zieht sich die Schnecke fluchtartig in ihr Häuschen zurück. Sie wird 2 bis 3 cm groß und ernährt sich von Kieselalgen. Auch auf ihnen konnte man viele Seepocken finden.

DSC09004_wpHerrlich matschig. Fühlt sich an wie eine wohltuende Schlammpackung.

DSC09014_wpKönnte eine Sandklaffmuschel sein?

DSC09030_wpAlles krutschelt beim Laufen zwischen den Zehen.

DSC08971_wpSchmutzige Füße und kein schlechtes Gewissen.

DSC09051_wpZeit für Körperpflege. Den Schlamm abspülen unter der Fußdusche.

DSC09059_wpWindhosen am Deich … im wahrsten Sinne des Wortes.

20180521_170551wpStrandkorb.

20180408_121902_wpLahnungen am Deich für den Küstenschutz und die Landgewinnung. Man sieht jede Menge doppelte Holzpflockreihen mit Sträuchern dazwischen, sogenannte Faschinen (Bündel von z.B. Reisig).

20180521_171023wpFlaschenpost“ im Schlick.

20180521_170910wpNoch mehr Lahnungen.

20180521_171229wp
20180521_171045wp
Seegras, Blasentang und Strandschnecken. Seegras gilt als ein sehr nützlicher Laichplatz. Blasentang besteht aus einer verzweigten, derb-lederigern Haut mit luftgefüllten Schwimmblasen.

20180521_170513wpEine Wellhornschnecke.

20180521_170420_wpNoch eine Herzschnecke und mehrere Strandschnecken.

20180521_170312_wpEine kleine Strandkrabbe im Blasentang.

20180521_170127_wpMein Schatten und ich.

20180521_165945(0)_wpWarten auf die Flut.

20180521_165834_wp2Jede Menge Blasentang.

20180521_165659_wp
20180521_165834_wp
Überall am Deich grasten verschiedene Schafherden. Die waren sehr zutraulich und an Menschen gewöhnt.

20180521_164455_wpEin Schäfchen pausierte vor einem Meer aus Butterblumen.

20180521_172335(0)wpHerrlich salzige Luft wehte mir um die Nase. Ich hätte noch stundenlang am Deich verweilen können.

Am Deich
Am Deich.

Ein kleines, neugieriges Lamm.

20180521_172233wpKunterbunte Holzstühle zieren den Hafen.

DSC09061_wpAm Binnenhafen findet man alte Speicherhäuser, Möwen, Boote und kleine Werftanlagen.

20180522_172251_wpDSC09067_wpSturmflutwasserstände bis ins Jahr 1362 …

20180522_172946_wpDer Husumer Speicher ist ein renovierter Getreidespeicher. Hier finden seit 1982 regelmäßig kleine Konzerte und andere Events statt, wie beispielsweise Blues-Abende, Tango-Nächte, Folk-Konzerte, Kabarett, After Work Partys, Ausstellungen, Vorträge, Impro-Theater und vieles mehr.

20180407_143114_wpFischbrötchen auf dem Markt am Binnenhafen. Beim Außenhafen gibt’s hingegen auch frische Krabben direkt vom Kutter.

20180407_142814_wpDie Krabbenkutter bringen in regemäßigen Abständen frische Nordseekrabben in den Hafen. In der Zeitung kann man dann nachlesen, wann die jeweiligen Kutter anlegen und der gemeine Bürger die frischen Meeresbewohner einkaufen kann. Das Kilogramm Krabben kostete zwischen 8 und 12 Euro. Wir holten zweimal Krabben. Und dann wurde gearbeitet. Ich habe gelernt, wie man frische Krabben auspuhlt. Das macht Spaß, hat eine nahezu beruhigende Wirkung auf mich und zwischendrin ist die eine oder andere leckere Nascherei drin.

DSC08893_wp„Die schlechten (oder auch die Schalen) ins Töpfchen, die guten ins Kröpfchen.“

DSC08892_wpMister Crab.

DSC08897_wpIch bin fleißig beim Auspuhlen.

20180523_173736_wpEinmal ziehen bitte. Manche Krabben ließen sich ganz einfach puhlen, indem man an beiden Enden zog. Wieder andere zerrissen in zwei oder drei Teile, was schließlich etwas mehr Zeit in Anspruch nahm, bis man das Fleisch von der Schale befreit hatte.

20180523_173830_wpDas essbare Fleisch.

DSC08904_wpHmm njam njam!

DSC08915_wpGegessen wurden die Krabben auf verschiedene Weisen. Entweder man löffelt sie einfach aus der Schüssel und ist sie nebenbei weg. Oder sie kommen auf ein frisches Butterbrot.

DSC08917_wpOder gemixt mit einem großzügigen Klecks Mayonnaise …

DSC08918_wp… und dann ab auf’s Baguette.

DSC08920_wpOder auch mit Käse im Ofen überbacken. Alle Varianten schmecken köstlich. Mein Favorit war ein ganz einfaches Butterbrot mit Krabben obendrauf.

DSC08924_wpWeiter geht’s zum schönen Schlosspark im Herzen Husums. Anfang April blühte hier ein hübsches Meer aus Krokussen, man sagt es seien über 4 Millionen Stück. Ein lila Teppich.

Krokusse so weit das Auge reicht
Krokusse so weit das Auge reicht.
Krokusteppich
Krokusteppich.
Noch mehr Krokusse ... am Wegesrand zwischen den Steinen
Noch mehr Krokusse … am Wegesrand zwischen den Steinen.

Während meines Mai-Besuchs blühte im Schlosspark der Rhododendron prächtig in allen Farben.

RhododendronEine Löwenstatue am Husumer Schloss.

20180407_140353_wpMan findet eine Menge schicker maritimer Motive und dekorativer Spielereien im alten Stadtkern.

20180407_144105_wp
20180407_144029_wp
20180407_143809_wpWenn man sehr gutes Eis essen möchte, sollte man unbedingt im italienischen Eiscafé „Cortina“ auf dem Markt vorbeischauen.

Links: Pistazieneis. Rechts: Pfefferminz mit Schokoladenstücken und Joghurt. Sehr lecker und erfrischend!
Links: Pistazieneis. Rechts: Pfefferminz mit Schokoladenstücken und Joghurt. Sehr lecker und erfrischend!

Dies war mein kleiner, aber feiner Exkurs in unsere Zeit in Husum an der Norsee. Ein schönes Fleckchen in Deutschland, das aufgrund seiner iodhaltigen Luft und Nähe zum Meer sehr erholsam ist. Gern wieder!

Leipziger Buchmesse 2018

Leipziger Buchmesse 2018

Am vergangenen Wochenende war Buchmesse in Leipzig! Ein Ereignis, auf das ich mich schon seit Jahresbeginn gefreut habe. Tatsächlich war ich schon ewig nicht mehr dort, mein letzter Besuch ist mindestens 5 Jahre her. Durch meine viele Auslandsarbeit der letzten Jahre auf See gab es leider viel zu selten Gelegenheit dazu. Und weil ich momentan ein paar ruhige, freie Tage genieße, passte der Termin in diesem Jahr hervorragend. Also packten mein Begleiter und ich das Auto und fuhren am Freitagmorgen um 7 Uhr in Bremen los in Richtung Leipzig. Von der A7 auf die A2 und schwupp auf die A14 in knapp 4 Stunden war der Plan. Auf halber Strecke brach jedoch unverhofft der Schnee über uns hinweg. Es stürmte, es gab Schneeverwehungen auf der Autobahn und so krochen wir mit vorsichtigen 90 bis 100 km/h zum Messegelände in Leipzig. Ich hatte ehrlich nicht erwartet, dass es nochmal so richtig winterlich und eisig kalt in Deutschland werden würde. Dennoch sind wir heilen und trockenen Fußes an diesem Tag gut durchgekommen und hatten einen wunderbaren Tag. Rückwärts dauerte die Fahrt zum Glück nicht so lange, da wir bei meinen Eltern im Erfurter Raum Wochenend-Rast gemacht haben. Eine gute Idee!

Herzlich Willkommen zur Leipziger Buchmesse!
Herzlich Willkommen zur Leipziger Buchmesse!

Hier folgen meine Errungenschaften von der Buchmesse. Die Gelegenheit war günstig, sich mit reichlich Material zu aktuellen Themen großer, deutscher Verlage und Medienunternehmen einzudecken. Besonders gefielen mir die Stände von diversen Selfpublisher Verlagen und Verbänden, vom Verein Deutsche Sprache e.V., der Tageszeitung taz, dem öffentlich-rechtlichen TV-Sender arte, der Wochenzeitschrift Die Zeit, Buchverlagen wie Bastei Lübbe oder Diogenes, Infostände von Ländern wie Slowenien oder Italien, dem Deutschen Bundestag, den nationalen Hörfunkprogrammen Deutschlandfunk / Deutschlandfunk Kultur / Deutschlandfunk Nova, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder dem Umweltbundesamt. Ich mag die Buchmesse auch besonders gern, weil sie mir beruflich viele neue Perspektiven und Anreize vermittelt.

Meine Mitbringsel
Meine Mitbringsel.

Bei jedem meiner Besuche auf der Leipziger Buchmesse habe ich mir ein Buch gekauft. Das ist schon Tradition. Diesmal wurde ich am Stand von Bastei Lübbe fündig und entschied mich für den Titel „Schön hier! 365 Abenteuer, die direkt vor deiner Haustür beginnen“ von Elisa Buberl. Es behandelt die kleinen und schönen Dinge des Lebens, an denen man sich erfreuen kann und gibt jedem Tag im Jahr einen Unternehmungstipp. Es zählt zum Genre Lifestyle und ich bin schon sehr gespannt, es jeden Tag aufzuschlagen und mich von neuen Ideen inspirieren zu lassen.

Das Buch "Schön hier! 365 Abenteuer, die direkt vor deiner Haustür beginnen"
Das Buch „Schön hier! 365 Abenteuer, die direkt vor deiner Haustür beginnen“.

Im Anschluss an die Buchmesse haben wir noch einen kurzen Abstecher in die Altstadt von Leipzig gemacht. Unser Ziel: Die leckere Currywurst mit Pommes an der Imbissbude Curry Cult direkt in der Petersstraße 10. Mit Abstand eine der besten Currywürste, die ich je gegessen habe! Nur dafür lohnte sich der Weg vom Messegelände in die Stadt trotz stärkerem Wind und Schneetreiben. Danach haben wir uns noch einen heißen Chai Tea Latte bei Starbucks zum Aufwärmen gegönnt, bevor wir unsere Heimreise wieder angetreten sind. Ein wirklich gelungener Tag!

Wunderbar leckere Currywurst!
Wunderbar leckere Currywurst!
Chai Tea Latte zum Aufwärmen!
Chai Tea Latte zum Aufwärmen!

Auf Wiedersehen du schöne Stadt Leipzig. Bis zum nächsten Mal.

„Erfurter handmade, design und Kreativmarkt“ 2018

„Erfurter handmade, design und Kreativmarkt“ 2018

Am vergangenen Wochenende wurde es kreativ in der hübschen Stadt Erfurt, denn es war Kreativmarkt. Und ich war dabei. Zu den angebotenen Produktbereichen gehörten u.a. feines Kunsthandwerk, Bastelzubehör (Kleber, Bänder, Stempel, etc.), Häkeln, Nähen, Patchwork, Stoffe (Baumwolle, Jersey, Bündchen, etc.), Schmuck, Knöpfe, Perlen, Dekoration, Backzubehör, Taschen & Beutel, Applikationen, aber auch süßes Gebäck aus Italien für die kulinarische Abwechslung zwischendurch. Für mich die ideale Gelegenheit, mich mit ein paar neuen Backutensilien und Stoffen einzudecken. Begleitet hat mich meine sehr gute Freundin.

Hier seht ihr meine kleine Ausbeute und ein paar Schnappschüsse:

Für mich gab es 12 schwarz-weiße Mini-Cupcake-Förmchen, 6 rot-weiße Kuchenformen, 2 Ausstechförmchen (Motive: Klavier, Wal), bronze-farbenes Deko-Puder (im Pump-Zerstäuber, zum Verzieren von Plätzchen, Kuchen oder Pralinen), 4 Stoffrollen (Baumwolle und Jersey) mit unterschiedlichen Motiven (Kirschen, Füchse, Musikinstrumente und Äffchen) und ein Tütchen mit Hundekuchen (Pansen-Brezeln) einer regionalen Tierkeks-Manufaktur
Für mich gab es 12 schwarz-weiße Mini-Cupcake-Förmchen, 6 rot-weiße Kuchenformen, 2 Ausstechförmchen (Motive: Klavier, Wal), bronze-farbenes Deko-Puder (im Pump-Zerstäuber, zum Verzieren von Plätzchen, Kuchen oder Pralinen), 4 Stoffrollen (Baumwolle und Jersey) mit unterschiedlichen Motiven (Kirschen, Füchse, Musikinstrumente und Äffchen) und ein Tütchen mit Hundekuchen (Pansen-Brezeln) einer regionalen Tierkeks-Manufaktur.

Knöpfe, Knöpfe und noch mehr Knöpfe …

20180203_145729_wp

Ein Paradies für Stoffliebhaber, Nähfans und sonstige kreative Köpfe …

20180203_141600_wp

Richtig angetan und begeistert war ich von der Idee einer regionalen Tierkeks-Manufaktur, die liebevoll verpackte Leckerlis für Hunde und Katzen herstellt. Von Kürbisblumen, Salami-Stangen, Leberwurst-Törtchen, Käse-Crackern, Atemfrisch-Keksen, Wild-Brocken über Geflügelleber-Brocken bis hin zu Dorschnuggets, Lachsfischlis oder Thunfisch-Herzen. Eine so wunderbare Idee für die kleinen Haustiere. Ich musste einfach eine Tüte für den Hund meiner Eltern mitnehmen und hatte mich für „Pansen-Brezeln“ entschieden …

20180203_144101_wp

An einem der zahlreichen Stände wurden hangemachte Gebäcke aus Italien – laktose- und glutenfrei – angeboten, die sehr köstlich waren. Ich hatte mich an den leckeren Sorten Pistazie, Kokos, Haselnuss und Amarena-Kirsch probiert.

20180203_154426_wp

Danach schloss sich ein herrlicher Winterspaziergang an, denn es hatte am Wochenende in Mitteldeutschland sehr viel geschneit. Die Luft war frisch und klar und eingepackt in eine dicke Pudelmütze, 3 paar Socken, Wintermantel und Handschuhe war es eine Wohltat. Wunderbar!

20180204_122051_wp

20180204_124944_wp

Zu meiner Freude sprießen derartige Kreativmärkte gerade aus dem Boden und ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch!