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Kategorie: Eis & Parfait

Apfelmus-Waffeln (plus selbstgemachtes Zimt-Apfelmus)

Apfelmus-Waffeln (plus selbstgemachtes Zimt-Apfelmus)

Kann es etwas Schöneres geben als frisch gebackene Waffeln zum Frühstück? Besonders an Sonntagen setzt sich diese Tradition bei mir gerade durch. Diesmal sollten es süße Waffeln sein, gefüllt mit selbstgemachtem Zimt-Apfelmus. Für zwei Gläser Apfelmus habe ich vier Äpfel eingekocht und sie mit sowohl Nelken, als auch Zimtrinde und Zimtblättern gewürzt. Die Zimt-Gewürze habe ich auf einem großen Markt auf den Seychellen eingekauft während meines 3-monatigen Aufenthaltes im Indischen Ozean. Wenn man dort durch die Wälder spaziert, trifft man auf jede Menge Zimtbäume, das ist herrlich und ein völlig unbekanntes Gefühl, wenn man aus der gemäßigten Klimazone kommt. Und überall duftet es dort nach Zimt. Da musste ich einfach reichlich Gewürze mit nachhause nehmen. Und die erinnern mich nun jedes Mal bei ihrer Verarbeitung an meine schöne Zeit in den Tropen.

Apfelmus-Waffeln. Yummy!
Apfelmus-Waffeln. Yummy!

Zutaten (für 4 Doppelwaffeln bzw. 8 Single-Waffeln)

Für die Apfelmus-Waffeln
50 g weiche Butter | 50 ml Buttermilch | 80 g Zucker | eine Prise Salz | 2 Eier | 250 g Mehl | 50 g Speisestärke | 1 Pck. Backpulver | 50 g Mandelsplitter | Sonnenblumenöl für das Waffeleisen | 500 g Apfelmus (siehe unten)

Für das Zimt-Apfelmus
4 säuerliche Äpfel (z.B. Sorte Elster) | 1 TL abgeriebene Zimtrinde | 1/2 Zimtblatt | 3 Nelken | 50 ml Wasser | 1 Pck. Vanillezucker | 40 g Zucker | 2 saubere Gläser mit Bügelverschluss (à 250 g)

Zimtrinde und Zimtblätter von den Seychellen ... für mein Apfelmus
Zimtrinde und Zimtblätter von den Seychellen … für mein Apfelmus.

Zubereitung
Zuerst das Zimt-Apfelmus zubereiten. Dazu vier Äpfel schälen, die Kerne entfernen und in Spalten schneiden. Apfelstücke in einen Topf geben und das Wasser angießen. Dann Vanillezucker, Zucker, Nelken, Zimtrinde und Zimtblatt hinzufügen. Aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze einköcheln lassen bis die Äpfel weich sind. Dabei gelegentlich umrühren. Das Ganze hat bei mir zirka 18 Minuten gedauert. Zum Schluss das Zimtblatt und die Nelken entfernen, nochmal mit einem Kochlöffel gründlich durchrühren und in saubere Gläser füllen. Gut verschließen und zügig verbrauchen. Hält sich im Kühlschrank für 3 bis 4 Tage. Ich hatte das Apfelmus einen Tag vor dem Waffel-Frühstück zubereitet.

Im nächsten Schritt zu den Waffeln. Butter, Zucker und Salz mit dem Handrührgerät cremig quirlen. Daraufhin Eier, gesiebtes Mehl, Speisestärke, Buttermilch, Backpulver und 250 g vom selbstgemachten Zimt-Apfelmus unterrühren.

Das Waffeleisen leicht mit Sonnenblumenöl einschmieren und gut vorheizen. Teig in die heiße Waffelform einfüllen, mit Mandelsplittern bestreuen und binnen 5 bis 6 Minuten fertig backen. Alle restlichen Waffeln auf die gleiche Weise nacheinander goldbraun backen. Die fertigen Waffeln auf einem bereitliegenden Teller stapeln, so bleiben sie länger warm. Gegebenenfalls auch im Backofen bei niedriger Hitze warm halten. Mit dem restlichen selbstgemachten Zimt-Apfelmus servieren. Sehr lecker!

Dazu passt zusätzlich auch noch Ahornsirup sehr gut.

An die Teller, fertig, looos!
An die Teller, fertig, looos!
Vanille-Eis (Crème anglaise) nach Gordon Ramsay

Vanille-Eis (Crème anglaise) nach Gordon Ramsay

Bisher habe ich mich häufiger an Sorbets probiert, doch niemals zuvor an richtiger Eiscrème. Das liegt daran, dass ich leider keine eigene Eismaschine mehr besitze. Die einzige Eismaschine, die ich mal mein Eigen nannte, war gebraucht und funktionierte nie richtig. Während meines 2-wöchigen Aufenthaltes in der Hansestadt Bremen hatte mir ein lieber Mensch kürzlich gezeigt, wie man echtes Vanille-Eis genau herstellt. Am Silvestervorabend wurde spontan das Kochbuch „Geschmack pur – meine besten Rezepte“ des britischen Fernsehkochs Gordon Ramsay herausgekramt, der eine ganz vorzügliche Crème anglaise mit diversen Aromazutaten (z.B. Vanille, Zimt, Ingwer, Pflaumen-Armagnac) darin beschreibt. Als spezielle Aromazutat verwendeten wir echte Vanille in Form zweier Vanilleschoten. Die noch warme Vanille-Crème schmeckte sehr nach der selbstgemachten Vanillesoße meiner Oma in alten Kindertagen. Das fertige Eis ist ein Gedicht und obendrein eine kulinarische Liebeserklärung! Der Nachteil: Vanille-Eis beim örtlichen Eismann wird mir nie mehr schmecken ^^

 

Zutaten (für 6 große oder 8–10 kleine Portionen)

500 ml Milch | 500 ml süße Sahne | 12 Eigelb | 180 g Zucker | Aromazutat: 2 Vanilleschoten

 

Zubereitung

Zuerst die Aromazutat vorbereiten: in meinem Fall das Mark aus beiden Vanilleschoten auskratzen (später kommen sowohl das Mark als auch die leeren Schoten in die Milch-Sahne-Mischung). Gordon Ramsay beschreibt in seinem Buch ebenfalls Zimt-, Ingwer- oder Pflaumen-Armagnac-Eis, die neben ihrer jeweiligen Aromazutat ebenfalls aus der gleichen Crème anglaise hergestellt werden!

Folglich Milch, Sahne und die ausgewählte Aromazutat (Vanillemark und -schoten) in einen schweren Topf geben und aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und den ganzen Aromaträger für 10 Minuten in der Mischung ziehen lassen.

Währenddessen eine große Rührschüssel auf einen rutschfesten Untergrund stellen (z.B. auf ein feuchtes Tuch) und die Eigelbe zusammen mit dem Zucker kräftig so aufschlagen, dass man die Zahl „8“ auf die Oberfläche mit den Rührstäben „zeichnen“ kann.

Jetzt die Sahne-Milch-Mischung auf den Herd zurückstellen und nochmals aufkochen. Sobald die Mischung aufzuwallen beginnt, den Topf vom Herd nehmen und die Hälfte der Flüssigkeit zu den Eigelben geben und gründlich unterrühren. Wenn alles gut vermischt ist, kommt die restliche „Sahnemilch“ hinzu (gegebenenfalls erneut aufwärmen).

Die Crème zurück in den Topf gießen und auf kleinstmöglicher Flamme für etwa 2 Minuten mit einem Holzlöffel durchrühren, bis sie leicht einzudicken beginnt (eine auf dem Löffelrücken mit dem Finger gezogene Linie sollte sich nicht sofort wieder schließen). Achtung: die Crème darf nicht aufkochen, sonst gerinnt sie! Sollte man tatsächlich ein Zuckerthermometer parat haben, liegt die ideale Temperatur bei 82 Grad Celsius.

Im nächsten Schritt die Mischung durch ein feines Sieb in eine andere Schüssel umgießen, die Aromaträger (also beide Vanilleschoten) entfernen und das Ganze so schnell wie möglich abkühlen, indem die Schüssel in Eiswasser gestellt wird (z.B. in die Spüle voll kaltem Wasser, gern auch mit Kühlakkus). Rühren, damit sich keine Haut bildet.

Die Eismaschine
Die Eismaschine.

Im letzten Schritt die Crème in den Eisbehälter der Eismaschine umfüllen und für zirka 50 Minuten rühren lassen. Das Eis wird dabei auf etwa -26 Grad heruntergekühlt. Danach das fertige Eis in einen verschließbaren Plastikbehälter umschichten und über Nacht ins Tiefkühlfach legen. Fertig ist das perfekte Dessert!

Heidelbeer-Parfait

Heidelbeer-Parfait

Gerade erst hat die Heidelbeer-Saison begonnen. Und weil ich nur noch drei Tage Urlaub habe, wollte ich zumindest noch ein Parfait von den süß-säuerlichen Beeren zubereiten. Es geht schnell, einfach und schmeckt nach Sommer. Ich hatte das Eis auf einen Spiegel aus Vanillejoghurt gebettet.

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Zutaten (für 4 Personen)

Für das Parfait

250 g frische Heidelbeeren | 80 g Puderzucker | 2 Eigelb | 1 Pck. Vanillin | 200 ml Milch | 200 ml süße Sahne

Zum Verzieren

frische Heidelbeeren | frische Zitronenmelisse | evtl. Vanillejoghurt

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Zubereitung

Zuerst Heidelbeeren gründlich abspülen und trocknen. Die Beeren mit 30 g Puderzucker pürieren und kurz im Kochtopf aufkochen. Abkühlen lassen.

Nun die Eigelbe mit den restlichen 50 g Puderzucker sowie Vanillin schaumig rühren. Anschließend die pürierten Beeren und die Milch hinzufügen. Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben.

Als Nächstes die Masse in eine verschließbare Plastikdose füllen und im Gefrierfach kalt stellen. In den nächsten zwei Stunden alle 30 Minuten umrühren und über Nacht im Tiefkühlfach frieren lassen (ich besitze nämlich keine Eismaschine ^^). Vor dem Verzehr gegebenenfalls noch mit frischen Heidelbeeren und Zitronenmelisse garnieren.


Quelle: Inspiriert und abgewandelt von der Zeitschrift „LandIdee – Land erleben und genießen“, Juli & August 2016, Nr. 4, S. 52