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Kategorie: Natur

DIY: Nisthilfen für Insekten

DIY: Nisthilfen für Insekten

Die intensive Landnutzung und der Einsatz sämtlicher Chemikalien auf den Feldern in unseren Breiten führt zunehmend zum Insektensterben. Das ist dramatisch und besorgniserregend. Umso mehr ist jeder Einzelne gefragt, etwas für den Schutz und die Erhaltung von Bienen, Fliegen, Schmetterlingen und Co. zu tun. Ich habe hübsche Nisthilfen gebastelt, die einfach aus Konservendosen hergestellt und mit Materialien aus der Natur befüllt werden. Beim Verzieren und Bekleben sind der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Meine sechs Dosen hängen nun auf unserem Balkon und in unserem Garten. Jetzt muss der Besuch nur noch einziehen 🐝

Bastelutensilien (für 6 Nisthilfen)

6 Konservendosen | Deko-Gewebeklebeband | verschiedenfarbiger Fleece (weiß, schwarz, orange) | Baumwollstoff (blau) | Sekundenkleber | silberner Basteldraht | Hammer und Nagel | Füllmaterial aus der Natur (z.B. Laubblätter, Tannenzweige, Rinde, Fichtenzapfen, Lärchenzweige und -zapfen, sonstige Stöckchen und Zweige, o.Ä.) | Bastelschere und Heckenschere

Anleitung

Zuerst die Konservendosen von ihrem jeweilig bedruckten Klebepapier befreien. Ich habe die Dosen dazu in den Geschirrspüler getan, danach ließ sich das Papier problem- und restlos entfernen und sie waren innen sowie außen picobello sauber.

Danach die Dosen auf den Kopf stellen (mit der Öffnung nach unten) und vorsichtig ein Loch pro Dose in den Boden schlagen. Das geht gut mit Hammer und einem Nagel.

Nun die Dosen beliebig von außen verzieren. Stoffe auf die etwaige Größe der Dosenaußenflächen zurechtschneiden. Dosen mit Sekundenkleber von außen einschmieren und die Dosen im Anschluss vorsichtig über die Stoffe rollen (Stoffe dabei etwas straff ziehen, damit keine Luftlöcher entstehen). Mit den Händen andrücken und überstehende Stoffreste mit einer scharfen Schere abschneiden. Das Deko-Gewebeklebeband ist hingegen selbstklebend und kann direkt auf die Dose aufgerollt werden.

Im nächsten Schritt Basteldraht mit einer Heckenschere auf die gewünschte Länge schneiden. Es dient später als Aufhängung für die Dosen. Den Draht durch das Loch am Boden stecken und ihn vorn aus der Dose wieder herausleiten. Beide Drahtenden zusammendrehen, es ist am Ende wie ein Henkel, der sich bequem biegen und anpassen lässt, je nachdem, wo die Dosen später mal hängen sollen.

Jetzt die Dosen mit den Naturmaterialien befüllen. Zum Schluss im Garten oder auf dem Balkon anbringen.

To Bee or not to Bee: Herzensangelegenheit!

To Bee or not to Bee: Herzensangelegenheit!

In diesen Tagen beschäftigt mich ein Thema ganz besonders, mit dem ich auf zweierlei Wegen wieder einmal in Kontakt gekommen bin: Die Bienen.

Hummel und Biene in einer Blüte

Zurzeit lese ich das Buch „Die Geschichte der Bienen“ von der norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde, welches ich in der Spiegel-Bestsellerliste gesehen und mir von meiner Oma (die sehr viel liest) ausgeliehen habe. Es schildert in drei Erzählsträngen Familiengeschichten aus unterschiedlichen Epochen, die alle etwas gemeinsam haben: Eine Verbindung zu den Bienen. Das Buch ist besonders im Hinblick auf die derzeitige Klimadebatte ergreifend und alarmierend zugleich und sehr empfehlenswert.

Und auch die aktuelle Ausgabe (02/2020) des Naturkostmagazins „Schrot und Korn“ wirbt mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten!“ und fordert darin die EU-Kommission auf, synthetische Pestizide ad acta zu legen, die Biodiversität anzukurbeln und Bauern bei der Umrüstung auf eine ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.

Wer auch einen persönlichen Beitrag leisten möchte, dem empfehle ich, über das folgende Formular an der Initiative teilzunehmen und abzustimmen. Ziel sind 1 Million Stimmen aus mindestens 7 EU-Ländern binnen eines Jahres. Ich habe meine Stimme bereits abgegeben. Mehr Infos findet ihr unter diesem Link.