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Kategorie: Natur

Mein Gartenjahr 2020

Mein Gartenjahr 2020

Ist es nicht wunderbar, wenn das eigene Gemüse und Obst direkt aus dem heimischen Garten oder zumindest aus der umliegenden Natur kommt? Mein Herzblatt und ich bauen jedes Jahr selbst an. Dazu nutzen wir unseren Garten und Balkon. Manches gelingt, anderes geht auch mal daneben. Die Arbeit zwischen Beeten, Blumenerde und Sträuchern ist Balsam für die Seele und, wenn am Ende auch noch etwas Genießbares dabei rauskommt, dann ist die Freude doppelt groß. Hier ein paar gelungene Aufnahmen der diesjährigen Ernte aus Frühjahr, Sommer und Herbst als Inspiration für die noch unentschlossenen Hobbygärtner. Der eine oder andere Schnappschuss aus der sonstigen Natur ist auch dabei 🥕🍅🥒🌶🍏🍓

Bärlauch der Sorte Gismo im Frühling, den wir in unserem Garten angepflanzt haben und der tatsächlich jedes Jahr wiederkommt:

Sommerzeit ist Tomatenzeit, hier Eiertomaten:

Rispentomaten:

Eine hübsche, dunkelrote Tomatensorte, deren Namen ich leider nicht mehr weiß. Im Hintergrund sind diverse Paprikasorten zu sehen, die weiter unten mit konkreten Sortenbezeichnungen vermerkt sind:

Cocktail-Tomaten:

Gelbe Tomaten und Harzfeuer-Tomaten:

Sommerflieder (Buddleja) mit einem Tagpfauenauge und noch einem anderen (mir leider jedoch unbekannten) Schmetterling:

Meine selbstgezogenen Sprossen (Alfalfa, Linsen, Rettich, Mungbohnen und Radies Sango) und unsere Bio-Zucchinis der Sorte Zuboda aus dem Garten:

Gelbe Midi Blockpaprikas der Sorte Almira® Midi Yellow:

Rote Mini-Snackpaprikas der Sorte Lubega® Mini Red:

Noch unreife Bio-Peperoni Mild der Sorte Sweet Dreams:

Sehr reife Bio-Paprika der Sorte Puszta Gold:

Unsere Calamondin-Orange, die eine Kreuzung aus Mandarine und Kumquat und im Übrigen sogar essbar ist. Daneben u.a. Rosmarin:

Stachelbeeren und ein gelber 22-Punkt-Marienkäfer im Garten:

So langsam aber sicher naht der Frühherbst. Fallobst aus dem Garten: leckere rotbäckige Äpfel der Sorte Jamba:

Und zwei weitere alte Apfelsorten aus dem Garten, die ich bisher aber nicht zuordnen konnte:

Kunterbunte Heidekräuter (Erica) schmücken unseren Balkon:

Frischer Pflücksalat der Sorte Grand Rapids:

Bunte Kapuzinerkresse und späte Erdbeeren (Sorte: Rosana) auf dem Balkon:

Zwischen Juni und Juli findet die Lindenblüte statt. Schon mit meiner Oma habe ich früher in Kindertagen Lindenblüten gesammelt, getrocknet und später in Schraubgläsern verstaut. Im kalten Winter werden die Gläser dann wieder herausgeholt, um Lindenblütentee davon zu kochen. Der wärmt richtig schön durch. Zum Glück gibt es in unserer Umgebung jede Menge Lindenbäume:

Frische Kräuter, wie z.B. Zitronenmelisse, Thymian, Bohnenkraut, Rosmarin und Petersilie:

Gartenkresse geht immer!

Im Frühjahr pflanzen wir gern mehrere Kästen voll bienenfreundlicher Pflanzen auf unseren Balkon, die von Bienen, Hummeln, Spinnen, Marienkäfern und anderen Insekten sehr gern angenommen werden. Die Pflanzen bleiben dann bis zum Frostbeginn stehen. In diesem Jahr waren u.a. Tauben-Skabiose, Blaukissen und Schleifenblume mit dabei.

Ein neugieriger Grashüpfer und eine flinke Hornisse:

Brombeersträucher und rosafarbene Herbstanemonen hinter unserem Haus:

Gelbe und pinke Herbst-Chrysanthemen (Chrysanthemum indicum):

Selbstgezogene Kornblumen:

Selbstgezogene Kugelmöhren der Sorte Pariser Markt 5:

Von Ende September bis in den November hinein haben Maronen ihre Erntezeit. Aber Vorsicht: Die Stacheln der Edel- oder auch Esskastanie sind extrem dünn und spitz und tun beim Schälen richtig weh, wenn man keine brauchbaren Handschuhe trägt. Dafür schmecken sie besonders gut als herbstliche Beilage, z.B. zu Klößen und Wild:

Fazit

Ich bin ein großer Freund der Übergangsjahreszeiten – wie Frühling oder Herbst – und genieße die langen, hellen Tage im Sommer, weil man schier unendlich viel unternehmen kann. Doch nun steht leider erstmal der Winter wieder vor unserer Tür. Heißt also: Abwarten bis der nächste Frühling kommt und die ersten Anzuchten und Aussaaten des neuen Jahres stattfinden können. Ich freue mich schon darauf! 🌿🌱

DIY: Nisthilfen für Insekten

DIY: Nisthilfen für Insekten

Die intensive Landnutzung und der Einsatz sämtlicher Chemikalien auf den Feldern in unseren Breiten führt zunehmend zum Insektensterben. Das ist dramatisch und besorgniserregend. Umso mehr ist jeder Einzelne gefragt, etwas für den Schutz und die Erhaltung von Bienen, Fliegen, Schmetterlingen und Co. zu tun. Ich habe hübsche Nisthilfen gebastelt, die einfach aus Konservendosen hergestellt und mit Materialien aus der Natur befüllt werden. Beim Verzieren und Bekleben sind der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Meine sechs Dosen hängen nun auf unserem Balkon und in unserem Garten. Jetzt muss der Besuch nur noch einziehen 🐝

Bastelutensilien (für 6 Nisthilfen)

6 Konservendosen | Deko-Gewebeklebeband | verschiedenfarbiger Fleece (weiß, schwarz, orange) | Baumwollstoff (blau) | Sekundenkleber | silberner Basteldraht | Hammer und Nagel | Füllmaterial aus der Natur (z.B. Laubblätter, Tannenzweige, Rinde, Fichtenzapfen, Lärchenzweige und -zapfen, sonstige Stöckchen und Zweige, o.Ä.) | Bastelschere und Heckenschere

Anleitung

Zuerst die Konservendosen von ihrem jeweilig bedruckten Klebepapier befreien. Ich habe die Dosen dazu in den Geschirrspüler getan, danach ließ sich das Papier problem- und restlos entfernen und sie waren innen sowie außen picobello sauber.

Danach die Dosen auf den Kopf stellen (mit der Öffnung nach unten) und vorsichtig ein Loch pro Dose in den Boden schlagen. Das geht gut mit Hammer und einem Nagel.

Nun die Dosen beliebig von außen verzieren. Stoffe auf die etwaige Größe der Dosenaußenflächen zurechtschneiden. Dosen mit Sekundenkleber von außen einschmieren und die Dosen im Anschluss vorsichtig über die Stoffe rollen (Stoffe dabei etwas straff ziehen, damit keine Luftlöcher entstehen). Mit den Händen andrücken und überstehende Stoffreste mit einer scharfen Schere abschneiden. Das Deko-Gewebeklebeband ist hingegen selbstklebend und kann direkt auf die Dose aufgerollt werden.

Im nächsten Schritt Basteldraht mit einer Heckenschere auf die gewünschte Länge schneiden. Es dient später als Aufhängung für die Dosen. Den Draht durch das Loch am Boden stecken und ihn vorn aus der Dose wieder herausleiten. Beide Drahtenden zusammendrehen, es ist am Ende wie ein Henkel, der sich bequem biegen und anpassen lässt, je nachdem, wo die Dosen später mal hängen sollen.

Jetzt die Dosen mit den Naturmaterialien befüllen. Zum Schluss im Garten oder auf dem Balkon anbringen.

To Bee or not to Bee: Herzensangelegenheit!

To Bee or not to Bee: Herzensangelegenheit!

In diesen Tagen beschäftigt mich ein Thema ganz besonders, mit dem ich auf zweierlei Wegen wieder einmal in Kontakt gekommen bin: Die Bienen.

Hummel und Biene in einer Blüte

Zurzeit lese ich das Buch „Die Geschichte der Bienen“ von der norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde, welches ich in der Spiegel-Bestsellerliste gesehen und mir von meiner Oma (die sehr viel liest) ausgeliehen habe. Es schildert in drei Erzählsträngen Familiengeschichten aus unterschiedlichen Epochen, die alle etwas gemeinsam haben: Eine Verbindung zu den Bienen. Das Buch ist besonders im Hinblick auf die derzeitige Klimadebatte ergreifend und alarmierend zugleich und sehr empfehlenswert.

Und auch die aktuelle Ausgabe (02/2020) des Naturkostmagazins „Schrot und Korn“ wirbt mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten!“ und fordert darin die EU-Kommission auf, synthetische Pestizide ad acta zu legen, die Biodiversität anzukurbeln und Bauern bei der Umrüstung auf eine ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.

Wer auch einen persönlichen Beitrag leisten möchte, dem empfehle ich, über das folgende Formular an der Initiative teilzunehmen und abzustimmen. Ziel sind 1 Million Stimmen aus mindestens 7 EU-Ländern binnen eines Jahres. Ich habe meine Stimme bereits abgegeben. Mehr Infos findet ihr unter diesem Link.