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Kategorie: Suppen/Eintöpfe

„Moro’sche Möhrensuppe“ gegen Magen-Darm-Viren

„Moro’sche Möhrensuppe“ gegen Magen-Darm-Viren

Im Herbst leiden viele Menschen am Magen-Darm-Virus und damit verbundenem Durchfall. Ein Rezept, welches super gegen diese Viren hilft, ist diese einfache Möhrensuppe, die nur aus drei Zutaten besteht: Möhren, Wasser und Salz. Ein mittlerweile altes Hausmittel, das immer noch nicht jedem bekannt ist.

Einst erfand sie der Heidelberger Kinderarzt Ernst Moro, der Anfang des 20. Jahrhunderts ein Heilmittel gegen die damals hohe Kindersterblichkeit aufgrund von Durchfallerkrankungen suchte. Man fand erst später heraus, warum sein Rezept so wirkungsvoll ist: Wenn Möhren sehr lange gekocht werden, dann bilden sich sehr kleine Zuckermoleküle, die sogenannten Oligosaccharide. Diese haben eine ähnliche Struktur wie die Darmrezeptoren, an die sich die Viren andocken wollen. Stattdessen verbinden sie sich aber mit diesen Oligosacchariden und werden vom Körper infolge des Verdauungsprozesses wieder ausgeschieden. Also ein gutes Hausmittel, um die Magen-Darm-Viren schnell und schonend loszuwerden. Das Salz hingegen hilft, den Elektrolyt-Haushalt wieder aufzufüllen.

Zutaten (für 3 bis 4 Portionen)

1 kg Bio-Möhren | 2 l Wasser | 2 TL Salz (am besten Meersalz, ich habe Meersalz mit getrockneten Blüten verwendet)

Zubereitung

Die grünen Strunken der Möhren entfernen, Möhren halbieren und in Wasser rund 1 1/2 Stunden kochen. Fein pürieren und mit abgekochtem Wasser soweit aufgießen, dass wieder 2 Liter Flüssigkeit entstehen. Salzen und warm essen. Ich habe noch ein paar Stücke Zwieback dazu serviert.

Ungarisches Pörkölt (Gulasch) nach Károly Gundel

Ungarisches Pörkölt (Gulasch) nach Károly Gundel

In meiner Kindheit war ich gemeinsam mit meiner Familie häufig in Ungarn im Urlaub. Ich erinnere mich an wundervolle Badenachmittage am Balaton, Abende in den Weinbergen mit hellem, süßem Traubensaft, den intensiven Geruch von Weinkellern, frischen Fisch von ungarischen Imbissbuden, freundliche und hilfsbereite Einheimische, ungarische Tänze und vieles mehr. Das war eine wunderbare Zeit. Und durch Zufall fiel mir kürzlich das Werk „Kleines ungarisches Kochbuch“ von Károly Gundel in die Hände. Gundel war ein berühmter ungarischer Koch aus Budapest, der besonders von der französischen Küche inspiriert wurde und die Küche Ungarns im 20. Jahrhundert stark geprägt hat. Ich habe mich an einem ungarischen Eintopf probiert: Gulasch – sogenanntes Pörkölt – das sehr köstlich geworden ist.

Zutaten (für 4 Portionen)

1,5 kg gutes Fleisch (Rind, eine Beinscheibe und ein Stück Tafelspitz) | 5 Paprikaschoten (2 rote, 2 gelbe, 1 grüne) | 8 mittelgroße Tomaten | 2 rote Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 120 g Butter | Gemüsebrühe | Salz | schwarzer Pfeffer | ungarisches Paprika-Gewürz | Kümmel | 1/2 Bund frische Petersilie | 250 g Spätzle | 1 Becher saure Sahne

Zubereitung

Tafelspitz in 2 bis 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schnibbeln und in einem großen, heißen Topf mit Butter anschwitzen. Hitze verringern, Paprika-Gewürz schnell in die Butter-Schwitze einrühren, Tafelspitz-Würfel und ganze Beinscheibe hineingeben, salzen, pfeffern und anrösten. Mit etwas Gemüsebrühe auffüllen, Kümmel hinzugeben, und abgedeckt bei mäßiger Hitze rösten, dabei gelegentlich umrühren (die Beinscheibe zerfällt von allein, später noch den Knochen aus dem Topf nehmen). Sobald der Saft verkocht ist, neue Gemüsebrühe nachgießen, sodass das Fleisch nicht stark kocht, sondern in wenig Saft (quasi im eigenen Fett) schmort. Wenn das Rindfleisch beginnt, weich zu werden, gewürfelte Paprikaschoten und gewürfelte Tomaten zugeben und fertig schmoren. Gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer, Paprika-Gewürz und Kümmel nachwürzen.

Als Beilage Spätzle nach Packungsanleitung garen. Frische Petersilie klein hacken. Pörkölt mit Spätzle, Petersilie und einem Klecks saurer Sahne auf tiefen Tellern anrichten.

Linsen-Kürbis-Eintopf mit Porree & Hirtenkäse

Linsen-Kürbis-Eintopf mit Porree & Hirtenkäse

Ich mag Eintöpfe sehr gern und besonders in der Herbst- und Winterzeit wärmen sie gut durch. Die Beluga-Linsen sind reich an Mineralien (Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink), Ballaststoffen, Eiweiß, Provitamin A und B-Vitaminen. Also eine gelungene, vollwertige Kost, auch ganz ohne Fleisch.

Zutaten (für 6–8 Portionen)

1 große Stange Porree | 900 g Hokkaido-Kürbis | 2 rote Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 2 EL Butter | 2 EL Olivenöl | 250 g Beluga-Linsen | 1 l Gemüsebrühe | 150 g Hirtenkäse | Salz | schwarzer Pfeffer | Zucker | weißer Balsamico | 1 EL Mehl

Zubereitung

Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein würfeln. Hokkaido abwaschen, trocknen, vierteln, Kerne und Stiel entfernen und das Kürbisfleisch in zirka 2 cm große Würfel schnibbeln. Porree unter fließendem Wasser abspülen, trocknen und das Weiße klein schneiden. Das Grüne in Streifen zerteilen.

Einen großen Topf auf dem Herd erwärmen. Zwiebel- und Knoblauchstücke sowie weiße Lauchwürfel in Butter und Olivenöl andünsten. Zuckern und kurz karamellisieren lassen. Beluga-Linsen und Gemüsebrühe hinzufügen und zugedeckt für insgesamt 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Nach 10 Minuten der Kochzeit die Kürbisstücke dazugeben. Nach 5 weiteren Minuten das Lauchgrün hineingeben. Nach der gesamten Kochzeit mit Salz, Pfeffer und weißem Balsamico würzen.

Hirtenkäse in Stücke schneiden, mit Mehl bestäuben und in einer Pfanne mit heißem Olivenöl von beiden Seiten zirka 2 Minuten anbraten.

Linsen-Kürbis-Porree-Eintopf mit Hirtenkäse servieren.