Tel Aviv, Eilat, Haifa (Israel) und Suezkanal

Tel Aviv, Eilat, Haifa (Israel) und Suezkanal

Hallo ihr Lieben.

Heute melde ich mich das erste Mal von unterwegs zurück. Seit 1 Woche arbeite und lebe ich nun schon auf der AIDA und es liegen noch genau 116 Tage vor mir. Bisher vermisse ich meine eigene Küche noch nicht, denn für Essen ist an Bord reichlich gesorgt.

Obwohl an diesem Wochenende Ostern ist, gibt es für mich keinen Urlaub. Das ist auf Kreuzfahrtschiffen nicht üblich, wenn man zur Besatzung gehört. Ich arbeite also jeden Tag, auch an Wochenenden und Feiertagen. Gelegentlich darf ich mich über einen Landgang freuen. Heute ankert das Schiff in Antalya (Türkei), das Wetter ist sonnig bei etwa 20 °C, das Meer schimmert türkisblau und die Luft riecht supersalzig. Eine schöne Arbeitsumgebung.

Meine tatsächliche Reise begann jedoch in Israel, denn dort bin ich auf die AIDA aufgestiegen. Nachdem ich in Tel Aviv (Norden) in einen anderen Flieger nach Eilat (Süden) umgestiegen war, musste ich noch eine Nacht im Hotel verbringen. Dabei sind folgende Bilder entstanden:

Flieger nach Tel Aviv
Über den Wolken – Im Flieger nach Tel Aviv.
Flughafen Tel Aviv
Am Flughafen von Tel Aviv.
Mein Hotel in Tel Aviv
In diesem Hotel in Eilat habe ich einmal übernachtet. Es war ganz nett.
Palmen
Überall Palmen bei Nacht in Eilat.
Art Gallery
Art Gallery in der Fußgängerzone von Eilat.
Auf den Straßen von Eilat
Auf den Straßen von Eilat.
Viel Verkehr in Eilat
Viel Verkehr in Eilat und alle hupen bis zum Umfallen.

Am nächsten Morgen kam dann mein Aufstieg, die sogenannte Embarkation. Mich erwarteten an Bord sehr viele Informationen, beispielsweise zum Sicherheits- oder Brandschutz. Nachdem ich meine Bettwäsche und Arbeitskleidung in Empfang genommen hatte, bekam ich einen Rundgang auf dem Schiff. Obwohl ich mich mittlerweile ganz gut zurechtfinde, bin ich anfangs wie Falschgeld die verwinkelten Wege entlang geschlichen. Das war ziemlich verwirrend. An meinem ersten Tag blieb die AIDAaura im Hafen von Eilat liegen, sodass die Gäste die Stadt besuchen konnten. Ich blieb stattdessen im Büro, um mich mit meinen neuen Aufgaben vertraut zu machen. Dazu zählen das Erstellen, Prüfen und Drucken der Bordzeitungen, aber auch sämtlicher anderer Printsachen wie zum Beispiel Restaurantschilder, Kabinenbriefe, Gutscheine, Newsletter oder Hafeninformationen. Nebenbei bastele ich noch News-Tafeln, die über hiesige TV-Geräte für Gäste bestimmt sind. Die Arbeit macht großen Spaß. Trotzdem ist die Einarbeitungszeit auch anstrengend, weil alles neu ist und so viele fremde Gesichter um mich herumwuseln. Auf meiner Kabine fühle ich mich wohl und auch meine Mitbewohnerin ist sehr nett.

Nachdem das Schiff für einen Tag in Eilat lag, verließ es am Abend den Hafen, um innerhalb von zwei Seetagen den Suezkanal vom Roten Meer aus in’s Mittelmeer zu passieren. Das war für mich ein besonderes Highlight, da ich die Passage zwischen dem afrikanisch-asiatischen und europäischen Raum bisher nur aus dem Geographieunterricht kannte. Die Landschaft war erstaunlich anders als ich dachte. Aber seht selbst:

Auf dem Weg zur Suezpassage
Rotes Meer – Auf dem Weg zur Suezpassage in der Nacht, von Eilat (Israel) kommend.
Suezpassage
Durchquerung der Suezpassage.
Suezpassage
Immernoch Durchquerung der Suezpassage mithilfe von Lotsenbooten.
Suezpassage
Die Durchquerung der Suezpassage dauerte viele, viele Stunden, bis zum nächsten Tag.

An meinem vierten Tag ankerte das Schiff schließlich noch einmal in Israel, aber diesmal in der Hafenstadt Haifa. Dort hatte ich meinen allerersten Landgang. Ich war ziemlich aufgeregt. Hier weitere Fotos:

Hafen von Haifa
Der Hafen von Haifa.
AIDAaura im Hafen von Haifa
Die AIDAaura im Hafen von Haifa.
Haifa
Auf dem Weg in’s Zentrum von Haifa.
Auslaufen aus dem Hafen von Haifa
Ein Lichtermeer – Auslaufen aus dem Hafen von Haifa am späten Abend und direkt auf dem Weg nach Limassol (Zypern).

Mein Fazit:

Obwohl ich mich freue, ein paar Seiten von Israel kennengelernt zu haben, muss ich gestehen, dass ich mich nicht eine Sekunde lang dort wohlgefühlt habe. Zwischen Israel und Europa liegen Welten. Gleichzeitig war es schwierig, ständig von Euro in die israelische Währung (Neue Israelische Schekel, Wechselkurs 1:5) umzudenken. Auch die Sprache war weder zu verstehen, noch zu lesen. Ich war wirklich verloren. Nach unzähligen Sicherheitskontrollen, tausend bohrenden und unangenehmen Fragen, misstrauischen Blicken und der anfänglichen Verweigerung, meinen Anschlussflug sowie den Aufstieg auf das Schiff antreten zu dürfen, war ich heilfroh, als die AIDA am Abend meines vierten Tages endlich wieder in Richtung Europa aufbrach.

Nachts auf dem Meer
Nachts auf dem stillen Ozean – Blick von der Reling auf’s Meer mit Mondlicht.

Der nächste Halt auf dem Plan war schließlich das schöne Limassol in Zypern, worauf ich mich riesig gefreut habe. Aber dazu mehr in meinem nächsten Beitrag.

Ahoi und einen lieben Gruß nachhause!

4 Gedanken zu „Tel Aviv, Eilat, Haifa (Israel) und Suezkanal

  1. Mausi, schön von dir zu lesen 🙂 Tolle Bilder und viele Eindrücke. Freue mich, dass es dir scheinbar gut geht und du von Tag zu Tag viel erlebst. Ich hoffe die kommenden Städte sagen dir mehr zu und es läuft alles nach Plan! Freue mich schon bald mehr von dir zu lesen und denke fest an dich! :-*

    1. Danke, meine liebe Steffi. Ja, es geht mir gut, aber die Tage sind sehr lang. Gestern habe ich z.B. von 9 bis 23 Uhr gerarbeitet, zwar mit kurzen Pausen, aber ohne Wochenende ist das auf Dauer schon sehr kräftezehrend. Allerdings entschädigen die Langgänge schon ein wenig. Sind gerade auf dem Weg von Heraklion (Griechenland) nach Dubrovnik (Kroatien), aber dazwischen kommt noch ein Seetag. Denke auch an dich und freue mich sehr auf unser Wiedersehen :*

      1. Ohje, das sind wirklich lange Tage!!! Aber wenn du dich erstmal eingearbeitet hast, wird es vielleicht leichter?!? Ich hoffe es sehr für dich! In Dubrovnik sind wir ja dann auch. Bin gespannt was du berichtest 🙂

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