Limassol im Süden von Zypern

Limassol im Süden von Zypern

Ahoi vom Schiff!

Seit genau zwei Wochen arbeite ich nun schon als Redakteurin für Bordmedien auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAaura und habe mich gut eingelebt. Das tägliche Arbeitspensum ist straff organisiert und nicht selten arbeite ich zurzeit von früh bis abends nach 22 Uhr, natürlich mit kleinen Pausen. Einmal sogar bis nach 23 Uhr. Solche Arbeitszeiten kenne ich aus Deutschland gar nicht, was mich ziemlich schlaucht. Man sagt, dass die Umstellung auf das Schiffsleben und die hier anfallende Arbeit zwischen zwei und vier Wochen liegt. Mal schauen, wie es mir in den kommenden Wochen ergeht.

Auf See
Auf See.

Das Bearbeiten, Drucken und Falzen der Zeitungen, Briefe, Plakate und sonstigen Schilder nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Zwischendurch übernehme ich aber auch gelegentlich andere Aufgaben, sogenannte „Side Duties“, wozu beispielsweise das Verkleiden und Tragen von Ganzkörperkostümen beim „Kids & Teens Club“, das Einchecken von neuen Gästen an der Rezeption oder auch das Austauschen von Handtüchern auf dem Pooldeck gehören. Das ist mal eine schöne Abwechslung zur Büroarbeit. Ansonsten repariere ich nebenbei auch die Drucker und Falzmaschine, bestelle alle benötigten Papiersorten nach und tausche Druckerpatronen und Toner aus. Die Arbeit ist sehr umfangreich, aber macht mir sehr viel Spaß.

Vor ein paar Tagen hatte ich endlich mal wieder die Gelegenheit, auf einen Landgang zu gehen. Und zwar im schönen Limassol im Süden von Zypern. Dieser Teil der Insel ist griechisch, doch viele sprechen dort englisch oder auch ein bisschen deutsch. Um vom Hafen schnellstmöglich in die Stadt zu kommen, musste ich einen Shuttlebus nehmen, der etwa 15 Minuten brauchte. Da meine Landgangszeit begrenzt ist, muss ich stets darauf achten, dass ich nicht allzu viel Zeit für den Pendelverkehr vergeude. Daher freue ich mich immer über Häfen, die nicht so weit weg vom Stadtkern liegen. In Limassol war ich knappe zwei Stunden unterwegs und habe, zusammen mit ein paar anderen Crew-Mitgliedern, in einer Gaststätte Mittag gegessen. Wir saßen draußen unter der Sonne und haben uns zu sechst eine Fisch- und Fleischplatte plus Salat, griechischem Brot sowie verschiedenen Dips (Tsatsiki, Knoblauch, Tarama und noch eine Kräuter-Zitronen-Mischung) geteilt. Jeder Gang kam als eine Art Tapas und anfangs glaubte ich nicht, dass wir alle davon satt werden würden. Doch zum Schluss war ich tatsächlich pappensatt und noch dazu war es wirklich lecker!

Mittagessen in Limassol
Ein Teil der Fischplatte. Im Hintergrund Fleisch.
Noch mehr Fisch
Noch mehr Fisch und hinten rechts ein Knoblauch-Dip.
Tintenfischringe, Kartoffelschnitze und Fleisch
Tintenfischringe, Kartoffelschnitze und Fleisch.

In Limassol war alles osterhaft geschmückt, es waren um die 24 °C, die Sonne lachte und überall standen Zitronenbäume. Und eine Passage, die mit kleinen Verkaufsläden ausgestattet war, war zugleich mit hübschen, bunt leuchtenden Regenschirmen überdacht. Eine schöne Idee!

Zitronenbaum und ein unbekanntes Türmchen dahinter
Zitronenbaum und ein unbekanntes Türmchen dahinter.
Bunte Regenschirme
Bunte Regenschirme über der Fußgängerpassage.

Hinterher ging es noch in einen Souvenirladen hinein, in dem ich mir ein griechisches Kochbuch, Olivenöl und einen Magneten von Zypern gekauft habe. Magneten zu sammeln gehört nämlich zu den liebsten Beschäftigungen eines „Seefahrers“ auf dem Landgang. Alle meine gesammelten Reise-Magneten hängen mittlerweile über meiner Koje in der Kabine, denn die Wände sind alle magnetisch und halten meine vielen Fotos von der Familie und engen Freunden fest. So sehe ich sie täglich beim Aufstehen und Zubettgehen.

Hier noch ein paar weitere Schnappschüsse aus Limassol:

Schachbrett
Ein Schachbrett mitten in der Fußgängerpassage lädt zum Spielen ein.
Wasserpfeife
Wasserpfeifen in den Kneipen.

 

Damit verabschiede ich mich erstmal wieder und gehe jetzt schlafen. Da sich das Schiff zurzeit auf dem Weg von Triest (Italien) nach Korfu (Griechenland) befindet, passieren wir in der kommenden Nacht erneut die Zeitzonengrenze, d.h., dass mir eine Stunde geklaut wird. Die bekomme ich erst in ein paar Tagen zurück, wenn es wieder in Richtung Venedig geht.

In meinem nächsten Beitrag werde ich über die schöne Insel Rhodos berichten. Bis dahin Ahoi und eine erholsame Nacht!

4 Gedanken zu „Limassol im Süden von Zypern

  1. Deine Fotos sind wunderschön und deine Texte dazu hinterlassen bei mir Urlaubsfeeling. Ich will noch so viele Beiträge von dir lesen. Freue mich schon total auf den nächsten!! 🙂

  2. Ui das klingt alles so spannend 😀 Aber auch mächtig stressig.
    Dass beim Einchecken der Gäste immer alle möglichen Crewmitglieder anwesend sind, hatte ich auf die bisherigen Fahrten mitbekommen. Das ist für den Gast wohl immer einer der schönsten Momente, weil man weiß „gleich ist es soweit!“ 😉
    Deine Fotos sind toll! Bin gespannt wieviele du am Ende insgesamt mitbringst.
    Und das mit den Magneten einen süße Idee!!!

    Hab dich lieb :-*

  3. Wow, ich bin ganz neidisch!
    Letzten Sommer schipperte ich mit der Aida Bella rund um die Ostsee!!
    Übrigens habe ich gestern deinen Blog Award in meinem Blog erwähnt und die Fragen brav beantwortet 🙂

    Viel Spass noch!!
    Lg Sabine

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