Istanbul – Stadt zwischen Orient und Okzident … Facettenreichtum en masse

Istanbul – Stadt zwischen Orient und Okzident … Facettenreichtum en masse

Türkische Flaggen und türkischer Nationalstolz
Türkische Flaggen und türkischer Nationalstolz.

Heute schreibe ich über die bevölkerungsreichste Stadt in der Türkei, welche zugleich als türkischer Mittelpunkt für Handel, Finanzen, Kultur und Medien gilt. Mit knapp 15 Millionen Einwohnern ist Istanbul eine riesige Metropole, die mich vom ersten Besuch mit AIDAaura vollkommen fasziniert hat. In meinen Augen der interessanteste Hafen auf der gesamten Schwarzmeer-Route. Das Schiff lag die meiste Zeit am Liegeplatz „Karaqouy Quay“ im Karaköy-Viertel (gehört zum europäischen Teil Istanbuls), von dem aus man bequem zu Fuß unterwegs sein und doch alle berüchtigten Plätze und Moscheen besuchen konnte.

Von meinen unzähligen Fotos habe ich die schönsten herausgesucht und das sind eigentlich immer noch viel zu viele für meinen Blog. Deshalb will ich mich nun nicht länger mit Texten aufhalten, sondern präsentiere euch eine Bilderflut. Go!!!

AIDAaura im Hafen von Istanbul
AIDAaura im Hafen von Istanbul, mitten auf dem Bosporus, welcher die Stadt in einen europäischen und einen asiatischen Teil trennt.
Sitzmöglichkeiten am Hafen für einen schnellen Imbiss
Sitzmöglichkeiten am Hafen für einen schnellen Imbiss.
Fischer-Utensilien auf der "Galata-Brücke"
Fischer-Utensilien auf der „Galata-Brücke“, welche das „Goldene Horn“ (zirka 7 km lange Bucht des Bosporus) zwischen dem Viertel Eminönü (Stadtteil Fatih) und dem Hafenviertel von Karaköy (Stadtteil Beyoğlu) überspannt.
Ein Fischer auf der "Galata-Brücke"
Ein Fischer auf der „Galata-Brücke“ sehnt den großen Fang herbei.
Wasserpfeifen
Wasserpfeifen in einer der zig Tavernen, die sich unterhalb der „Galata-Brücke“ befinden.
Frisch gebratener Fisch und Gemüse auf einem Grill am Hafen
Frisch gebratener Fisch und Gemüse auf einem Grill am Hafen. Und es roch überall nach leckeren Röstaromen und Essen.

 

Auf dem Basar

In einer Broschüre habe ich gelesen, dass Istanbul über 200 Basare besitzt. Ziemlich viel. Dort findet man vor allem typisch türkische Süßspeisen (sogenanntes „Turkish Delight“), undurchschaubar viele Gewürze, getrocknetes Obst, aber auch Kleidung, Honig, Tee, Kaffee oder golden sowie silbern schimmerndes Geschirr:

Auf dem Basar
Auf dem Basar.
Getrocknete Blüten
Getrocknete Blüten für Tee.
Getrocknete Früchte
Getrocknete Früchte.
Kunterbunt und bauchfrei
Kunterbunt und bauchfrei.
Hibiskus-Tee
Hibiskus-Tee.
Ein Sack voll Grünes
Ein Sack voll Grünes.
Schick glänzendes Tee-Geschirr
Schick glänzendes Tee-Geschirr.
Noch mehr getrocknete Früchte, Süßes und Nüsse
Noch mehr getrocknete Früchte, Süßes und Nüsse.

 

Ramadan

Während ich alle 14 Tage in Istanbul war, hat gerade der große Fastenmonat Ramadan stattgefunden, genauer gesagt vom 28. Juni bis zum 30. Juli. Total aufregend für mich, weil ich sowas noch nie hautnah miterlebt habe. Es ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und eine Zeit, in der abends (also nach Sonnenuntergang) das Leben auf der Straße tobt. Überall auf den Bänken und Grünflächen der Parks saßen Familien mit ihren Kindern und haben quasi ein riesengroßes Picknick veranstaltet. Es gab reichlich Essen, denn im Verlauf der Fastenzeit darf tagsüber weder getrunken, gegessen, noch geraucht werden. Stattdessen finden Gebete statt und man übt sich in Zurückhaltung und Spendenbereitschaft für die Armen. Direkt gegenüber von der großen „Blauen Moschee“ fand zudem ein spätabendlicher Markt statt mit vielen Verkaufsständen. Es hat mich ein wenig an Weihnachtsmarkt in Deutschland erinnert. Doch seht selbst, was ich in der Stadt für Bilder eingefangen habe:

Ramadan in Istanbul
Ramadan in Istanbul. Bunte Wimpel hängen herab und werben für das eigene Land.
Eine Art Kunsthandwerker-Markt, der mich optisch an Weihnachten erinnert hat
Eine Art Kunsthandwerker-Markt, der mich optisch an Weihnachten erinnert hat. Man konnte Gemälde kaufen oder Bilder selbst malen. Auch türkische Süßigkeiten gab es an jeder Ecke. Weiterhin Schmuck, Keramik, eine Schmiede für Kupfer und Silber, eine Bäckerei, einen Stand mit Kosmetik aus Rosenprodukten, ein Filzarbeiter und so weiter. Das Ganze hatte etwas sehr Nostalgisches.
Wunderschöne, bunte Mosaiklampen
Wunderschöne, bunte Mosaiklampen. Schade, dass man Glas und Keramik als Seefrau so schlecht transportieren kann, sonst hätte ich welche mitgenommen. Doch jedes Kilo ist am Ende zu viel bei einem begrenzten Koffergewicht im Flugzeug.
Deko mit Süßigkeiten und Blumen
Deko mit Süßigkeiten und Blumen.
Zuckerwatte-Straßenverkauf und Leuchtstäbe für Kinder
Zuckerwatte-Straßenverkauf und Leuchtstäbe für Kinder.
Farbenfrohe Lampen in der Fußgängerzone
Farbenfrohe Lampen in der Fußgängerzone.
Bingo und Cocktails auf dem Kunsthandwerker-Markt
Bingo und Cocktails auf dem Kunsthandwerker-Markt.
Eingewecktes Obst und Gemüse
Eingewecktes Obst und Gemüse.
Lampen, Teppiche und Taschen
Lampen, Teppiche und Taschen.
Die "Blaue Moschee" ist gut besucht
Die „Blaue Moschee“ ist gut besucht. Ich war auf meiner Reise insgesamt dreimal drin. Es ist eine grandiose Erfahrung. Bei Frauen müssen Haare, Schultern und Knie bedeckt sein, weshalb ich immer ein großes Tuch in meiner Handtasche hatte, für alle Fälle. Ach ja: Und ein paar Socken sind auch ein guter Tipp (sollte man nicht ohnehin schon welche tragen), weil es drinnen wirklich streng nach Fuß riecht.
In der "Blauen Moschee"
In der „Blauen Moschee“.
Immer noch in der "Blauen Moschee"
Immer noch in der „Blauen Moschee“.
"Blaue Moschee"
„Blaue Moschee“.
Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern und einer Kugel Vanilleeis
Zur Stärkung gab es für mich und meine Kollegin einen kleinen Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern und einer Kugel Vanilleeis. Dazu mal wieder einen frisch gepressten O-Saft, der in der Türkei wirklich empfehlenswert ist.
Ein Obelisk mit sehr alten Zeichen und Symbolen im Zentrum der Stadt
Ein Obelisk mit sehr alten Zeichen und Symbolen im Zentrum der Stadt. Im Hintergrund die Minarette der „Blauen Moschee“.
In den Straßen und Parks steppt nachts der Bär, vor allem in der Zeit von Ramadan
In den Straßen und Parks steppt nachts der Bär, vor allem in der Zeit von Ramadan.
Derwisch
Ein sogenannter Derwisch. Er gehört zu einem islamisch-religiösen Orden, gilt als diszipliniert und bescheiden und sticht durch besondere Musik, Riten und rhythmische Tänze hervor. Hier mitten in einer Taverne auf einer Tanzfläche, nachts in Istanbul.
Sultanahmet
Sultanahmet.
Traditioneller türkischer Bohnensalat, Brot und Rote-Trauben-Limonade
In der Nähe der „Cisterna Basilica“ (Yerebatan Sarayı, eine Zisterne) war ich mit zwei Kollegen zum Mittagessen. Bei mir gab es einen traditionellen türkischen Bohnensalat (Ispir Fasulyesinden Piyaz). Dazu Brot und Rote-Trauben-Limonade. Jamjam!

 

Zurück am Hafen:

Schiffe, eine Moschee und das blaue Wasser des Bosporus'
Schiffe, eine Moschee und das blaue Wasser des Bosporus‘.
Überall am Wasser sind Imbissmöglichkeiten
Überall am Wasser sind Imbissmöglichkeiten.

 

Weitere schöne Schnappschüsse:

Granatäpfel
Granatäpfel.
Straßenbahn zum "Taksim-Platz"
Die Straßenbahn in Istanbul, die direkt zum berühmten, aber auch mit Vorsicht zu genießendem „Taksim-Platz“ fährt.
"Galata-Turm"
„Galata-Turm“. Von dort oben hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt am Bosporus.
"Taksim-Platz"
„Taksim-Platz“.
Wahlkampf in Istanbul
Wahlkampf in Istanbul.
Ein riesiger Döner am Spieß
Ein riesiger Döner am Spieß.
Maronen
Maronen.
Ein nostalgischer Buchladen
Ein nostalgischer Buchladen. Bisschen wie im Märchen.
Süßigkeiten am Stiel entstehen
Süßigkeiten am Stiel entstehen mitten auf der Straße.
Süßes: "Turkish Delight"
Süßes: „Turkish Delight“. Eine Art Mandelküchlein, aber viel zu süß für mich.
Ein reich verzierter Baum im Park um den bekannten "Topkapı-Palast"
Ein reich verzierter Baum im Park um den bekannten „Topkapı-Palast“, dem jahrhundertelangen Regierungs- und Wohnsitz der Sultane. Gleichzeitig war der Palast das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches.
Türkischer Apfeltee
Türkischer Apfeltee in einer Taverne unter der „Galata-Brücke“.
Es wird allmählich dunkel in Istanbul
Es wird allmählich dunkel in Istanbul. Das Foto ist auf der „Galata-Brücke“ entstanden.

Und hier kommen noch ein paar kulinarische Highlights, die es mir schwer angetan haben:

Türkische Dips
Eine leckere Platte für mich und zwei Kollegen, auf der verschiedene Dips angerichtet waren, z.B. Hummus (u.a. aus Kichererbsen- und Sesammus), Schafskäsecreme, türkisches Tzatziki, russischer Dip mit Ei oder Knoblauch-Joghurt-Dip. Dazu gab es traditionelles Fladenbrot.
"Akdeniz Salata" oder auch Mediterraner Salat
„Akdeniz Salata“ oder auch Mediterraner Salat mit reichlich Zwiebeln und Käse. Dazu mal wieder frisch gepresster O-Saft.
Crêpe à la Schoko-Banane
Crêpe à la Schoko-Banane.
Oliven und Brot
Oliven und Brot.
Homemade Lemonade
Homemade Lemonade mit Pfefferminze. Super!
"Hellim Cheese Salad"
„Hellim Cheese Salad“ mit Walnüssen, Grilled Halloumi, Gemüse und Balsamico-Soße.

Und zum Abschluss noch eine schöne Nachtaufnahme von mehreren Wasserfontänen im Zentrum der Stadt:

Wasserfontänen in der Nacht
Wasserfontänen in der Nacht.

 

Fazit

Istanbul ist und bleibt fortan eine meiner Lieblingsstädte auf dem Erdball. Ich verbinde sehr viele einzigartige Momente mit der Metropole am Bosporus. Unzählige Male habe ich mit meinen lieben Kollegen die Nacht unsicher gemacht, denn das Schiff lag alle 14 Tage overnight, also die ganze Nacht über im Hafen. Wir haben Tavernen, Shisha-Bars und Cafés besucht, auf dem Basar gefeilscht (das gehört dort zum guten Ton, wenn man sich nicht über den Tisch ziehen lassen möchte), frische Melonen, Orangen, Sesam-Kringel oder Fisch auf den Straßen gekauft und für gut befunden, den regelmäßigen Gesängen der Gebetsrufer aus den Minaretten gelauscht, Moscheen besucht oder einfach einen Spaziergang bei nächtlich warmen Temperaturen genossen. Istanbul war für mich DAS Highlight auf der Schwarzmeer-Tour von AIDAaura. Ich kann nur jedem, der noch nie dort war, wärmstens empfehlen, der Weltstadt einen Besuch abzustatten. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Istanbul-Besuch, der schon im nächsten Monat stattfinden wird. Hurra!

What is next … ?

In meinen nächsten Reisebeiträgen soll es um die bulgarische Hafenstadt Varna sowie um die rumänische Hafenstadt Konstanza gehen. Seid gespannt!

4 Gedanken zu „Istanbul – Stadt zwischen Orient und Okzident … Facettenreichtum en masse

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