Kalbsleber mit roter Zwiebel, Apfel, Kartoffelbrei und Spinat

Heute gibt es eines meiner allzeit liebsten Gerichte, die ich bereits als Kind sehr mochte: Leber. Die Erfahrung lehrt mich, dass diese für meine Begriffe köstliche Innerei bei vielen Menschen eher auf Ablehnung stößt. Einerseits aus Unkenntnis und andererseits, weil sie eben ein Entgiftungsorgan ist. Aus letzterem Grund esse ich Leber tatsächlich nur in großen Abständen und keinesfalls regelmäßig. Auch verzichte ich mittlerweile auf Schweineleber. Für mich kommt Leber nur auf den Tisch, wenn es entweder Geflügel- oder Kalbsleber ist und von einem regionalen Schlachter stammt. Die hier verwendete Kalbsleber habe ich auf dem Wochenmarkt in Bremen von einem norddeutschen Schlachthof eingekauft. Sie hatte eine sehr gute Qualität und wurde in der Pfanne schön cremig-zart. In Kombination mit einer roten Zwiebel, einem süßen Apfel und Baby-Spinat war es eine sehr gelungene Mahlzeit zum Mittagessen!

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Zutaten (für 2 Portionen)

300 g Kalbsleber | 1 reifer, rotbäckiger Apfel | 150 g Baby-Spinat | 5 mittelgroße Kartoffeln (mehligkochend) | 1 rote Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | schwarzer Pfeffer | Muskatnuss (gemahlen) | Kräutersalz | etwas Mehl | etwas Butter | ein paar Schluck Milch | Olivenöl

Ein Teil meiner Einkäufe: Rote Zwiebel, Apfel, Muskatnuss, Baby-Spinat, Kartoffeln und Kalbsleber

Ein Teil meiner Einkäufe: Rote Zwiebel, Apfel, Muskatnuss, Baby-Spinat, Kartoffeln und Kalbsleber.

 

Zubereitung

Zuerst den Kartoffelbrei zubereiten. Dazu Kartoffeln schälen, vierteln und unter fließendem Wasser abspülen. In einen Topf mit ausreichend Wasser geben und solange kochen, bis sie weich sind. Abseihen, zurück in den Topf geben. Zwei Prisen Salz, etwas Muskatnuss und einen Schluck Milch hinzufügen und zerstampfen. Je nach Sämigkeit etwas mehr oder weniger Milch hinzugeben. Ich mag selbstgemachten Kartoffelbrei am liebsten cremig, aber mit noch kleinen, groben Stücken darin. Die Kartoffelmasse mit Hilfe eines Deckels im Topf warm halten.

Jetzt die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen und in kleine Stücke zerteilen. Apfel schälen, halbieren, entkernen und anschließend in halbe Scheiben schneiden. Alle drei Zutaten erstmal beiseite stellen.

Spinat abwaschen und in einem kleinen Topf voll Wasser auf dem Herd blanchieren. Danach das Wasser abgießen und den Spinat mit einem Stück Butter im Topf kurz anschwitzen. Nach und nach fällt der Spinat in sich zusammen. Mit Kräutersalz und schwarzem Pfeffer nebenbei würzen. Nicht zu lange im Topf anschwitzen, sonst wird der Spinat bitter!

In einer weiteren Pfanne die Zwiebelringe in heißem Olivenöl anschwitzen. Nach zirka 2 Minuten die Apfelscheiben und Knoblauchstücke mit hineingeben. Alles mit einer halben Tasse Leitungswasser auffüllen, damit daraus eine Soße entsteht.

Nun zur Leber. Die Leber mit den Fingern abtasten und eventuell Sehnen vorsichtig mit einem spitzen, scharfen Messer entfernen. Da mein Schlachter die Leber bereits so gut wie möglich vorbereitet hatte, musste ich auch keine Haut mehr extra entfernen. Wenn die Leber dann küchenfertig ist, von beiden Seiten pfeffern und mehlieren. Eine große Pfanne stark erhitzen. Butter hineingeben und ebenso einen Klecks Olivenöl, damit die Butter nicht gleich verbrennt. Die Leberstücke in die heiße Pfanne geben und von beiden Seiten scharf anbraten. Dabei jede Seite ungefähr 3 bis 4 Minuten braten. Nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst werden sie zu fest. Erst nach dem Braten salzen!

 Zum Schluss alle Zutaten auf jeweils zwei Tellern zusammenfügen. Mittels eines Servierrings den Kartoffelbrei anrichten. Den Spinat daneben legen und als dritte Komponente die Leber beifügen. Zuletzt die Zwiebel-Knoblauch-Apfel-Mischung darübergeben.

Herrlich lecker!

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3 responses to “Kalbsleber mit roter Zwiebel, Apfel, Kartoffelbrei und Spinat

  1. Steffi

    Also ich mags auch hin und wieder, sie muss ab GUT DURCH sein!!!! 😉 Erinnert mich immer wieder ans Andreaskavalier und den armen Mann, dessen Kreation du einfach nicht so wolltest 😛

  2. Bleike

    Nicht nur geschmacklich ein voller Erfolg, sondern auch optisch. Kompliment für die gelungenen Bilder.

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Herzlich Willkommen!

Ich bin eine junge Thüringerin mit Wurzeln im italienischen Mittelmeerraum.

Auf meinem Blog dreht sich alles um die Liebe zur Küche. Weil ich aber seit April 2014 als Redakteurin auf den Kreuzfahrtschiffen von AIDA arbeite, schreibe ich zeitweise auch Reiseberichte von unterwegs, in welche die kulinarischen Genüsse fremder Kulturen ebenso münden.

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