Mary Kay Andrews „Winterfunkeln“

Mary Kay Andrews „Winterfunkeln“

Von Oktober über die Vorweihnachtszeit, Weihnachten, Neujahr bis in den späten Januar hinein hatte ich wieder auf einem AIDA Kreuzfahrtschiff – diesmal im Indischen Ozean – gearbeitet und mich hin und wieder in der bordeigenen Bibliothek an interessanten und spannenden Büchern bedient. Über die Festtage musste leichte Kost her, etwas zum Schwelgen, Schmunzeln und Entspannen. Das Buch „Winterfunkeln“ von der US-amerikanischen Schriftstellerin Mary Kay Andrews bot für mich genau den richtigen Stoff. Es passt sowohl zu Weihnachten, als auch in den Winter mit all seinem Zauber!

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Einband

„Das Buch für die romantischste Jahreszeit!“

Eloise Foley liebt die Weihnachtszeit von ganzem Herzen. Dieses Jahr soll es besonders schön werden, denn ihr Traummann Daniel will sie ausgerechnet am 24. Dezember vor den Altar führen. Die Antiquitätenhändlerin ist überglücklich. Doch als der große Tag näher rückt, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken: Das Brautkleid – passt nicht. Die Trauzeugin – steht kurz vor der Entbindung. Der Zukünftige – wird mit einer heißen Italienierin in New York gesehen. Wird es an Weihnachten nun doch nicht das lang ersehnte Fest der Liebe geben?

„Große Gefühle und der Zauber von Weihnachten liegen in der Luft.“

Verlag: FISCHER Taschenbuch, Frankfurt am Main, 4. Auflage (Dezember 2014) | Seitenzahl: 283

Meinung

Das Buch „Winterfunkeln“ ist leichte Kost und passt ideal zu warmen Winterabenden mit heißem Tee und einer Wolldecke. Hin und wieder etwas kitschig und nicht immer sehr tiefgründig, aber unterhaltsam und witzig geschrieben. Die Antiquitätenhändlerin Eloise hat sehr viel für die Weihnachtszeit übrig und plant deshalb auch ihre Hochzeit am Weihnachtstag. Sie verbringt zwischendrin ein paar Tage inmitten des Weihnachtstrubels in der Großstadt New York (um ihren „Bald-„Ehemann Daniel zu sehen), in der allerhand schief geht. Etwas turbulent, doch für mich amüsant, zu lesen.

Sie ist immer auf der Suche nach alten Schätzen für ihr eigenes Antiquitätengeschäft in Savannah oder manchmal auch für ihren privaten Besitz. So erfreut sie sich einmal an hübschem, uraltem Geschirr oder ein anderes mal an verstaubtem, fast vergessenem Weihnachtsschmuck. Ich mochte ihren Geschmack nach alten, aber doch schönen Dingen und ihre Bescheidenheit, New York zwar eindrucksvoll zu finden, sich jedoch in ländlicher Gegend ein gemütliches Leben mit Daniel auszusuchen und aufzubauen.

Sie ist kein anstrengender Charakter und wirkte auf mich als Leser sympathisch und liebenswürdig. Das Buch las sich in einem Ritt zügig weg. Das einzig Ungewöhnliche dabei war die Tatsache, dass die Erzählperspektive stetig wechselte. Der „Ich“-Erzähler war mal Eloise und mal ihre beste Freundin Bebe. Einen solchen Schreibstil hatte ich zuvor noch in keinem Buch gelesen und ich musste mich erst daran gewöhnen. Es war jedoch beim Lesen keinesfalls hinderlich.

Das Buch ist übrigens die Fortsetzung des Titels „Weihnachtsglitzern“. Wer das nicht gelesen hat, kein Problem, es ist für das Verständnis nicht notwendig. Ich hatte es zuvor auch nicht gelesen.

„Winterfunkeln“ hatte genau die weihnachtliche Leichtigkeit mit liebenswerten, fast schrulligen Hauptcharakteren, die ich mir für die besinnliche Adventszeit gewünscht hatte.

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