Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

Im vergangenen September war ich gemeinsam mit meinem Partner für 10 Tage in Schweden, genauer gesagt in Südschweden, in der historischen Provinz Småland. Die Region werden die meisten von euch höchstwahrscheinlich mit der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren verbinden. Ich liebe ihre Geschichten über Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder auch die Kinder aus Bullerbü. Sie erinnern mich an meine glückliche Kindheit auf dem Land. Die Reise hatten wir ganz spontan entschieden, nachdem ich auf einer Online-Plattform für schwedische Ferienhäuschen ein gutes Angebot entdeckt hatte. Gesehen, gebucht und losgefahren.

Anreise

Wir fuhren in den frühen Morgenstunden Anfang September mit einem voll beladenen Auto los und unser erster Stopp sollte der norddeutsche Fährhafen Puttgarden auf der Insel Fehmarn sein. Ein Fährticket hatten wir bereits online gebucht und bezahlt – das geht problemlos über die deutsch-dänische Reederei „Scandlines“.

Die Überfahrt dauerte zirka 45 Minuten und die Fähren starteten etwa alle 30 Minuten.

Zielhafen war schließlich der Fährhafen Rødby (deutsch: Rödby) auf der dänischen Insel Lolland. Von dort ging es dann mit dem Auto einmal quer durch Dänemark bis nach Kopenhagen. In Kopenhagen befindet sich die Anschlussstelle nach Schweden. Zum ersten Mal habe ich die berühmte Øresundsbron (deutsch: Öresundbrücke) mit dem Auto überquert. Sie ist die längste Schrägseilbrücke der Welt (7845 m), auf der sowohl der Auto- als auch der Eisenbahnverkehr drüberrollt. Sie führt bis nach Malmö in Schweden und eine Überfahrt kostete uns eine Mautgebühr von 50 Euro (für PKW bis 6 m). Von der südlichen Großstadt Malmö (Provinz: Skåne län) waren es dann nochmal gute 330 km bis nach Vimmerby in Småland. Und weil in Schweden eine deutlich geringere Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen erlaubt ist, fühlte sich die Autofahrt seeehr laaang an.

Das rote Ferienhäuschen & Vimmerby

Uns erwartete ein wunderhübsches, kleines, rotes Ferienhäuschen mit zwei Etagen, komplett eingerichtet, mit Kamin, voll ausgestatteter Küche, Bad mit Dusche, mehreren Schlafplätzen, TV, Terrasse und einem PKW-Stellplatz.

Auch die Umgebung verhieß ruhige, naturnahe und erholsame Stunden. Es sah alles sehr malerisch aus.

Die Inneneinrichtung des roten Holzhäuschens war urgemütlich und sehr wohnlich.

Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche
Unten: Noch ein alter Holzofen mit Herd in der Küche.

Blick in die Küche. Neben dem alten Holzherd gab es auch einen neueren Elektroherd. Desweiteren Kühlschrank, Spüle, Mikrowelle und sonstige Schränke mit Geschirr und Töpfen. Eine vollwertig brauchbare Küche.

Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig
Oben: Einfahrt zum Grundstück: Unten: Blick ins Wohnzimmer mit ausgezogenem Sofa. Sehr kuschelig und heimelig.

Hinter dem Häuschen war ein großer See, der voller Teichrosen war.

Die Umgebung einmal zu Fuß erkundet.

Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird
Oben: Schöne Natur. Unten: Die Sauna, welche von mehreren Familien aus der Umgebung gern gemeinsam genutzt wird.

Unser Nachbar (ein ehemaliger Pilot in Rente), welcher zugleich Vermieter unseres Holzhäuschens war, kam hin und wieder mal bei uns vorbei und zeigte uns die Umgebung. Bei einem Spaziergang kroch zufällig diese schwarze Schlange an uns vorbei. Unser freundlicher Schwede erklärte, dass es in der Gegend zwei schwarze Schlangenarten gibt, von denen eine harmlos und die andere giftig sei. Er war sich nicht 100%ig sicher, um welche der beiden Schlangen es sich hierbei handelte, tippte jedoch auf die giftige Variante. Vermutlich eine Kreuzotter? Daraufhin suchten wir uns einen anderen Weg durch das Unterholz am See, um der Schlange sicherheitshalber aus dem Weg zu gehen.

Eine Kreuzotter?
Eine Kreuzotter?

Morgendämmerung mit Blick auf das Nachbarhaus.

Schweden ist landschaftlich so hübsch!

Hyggelig!

Unsere hübsche, rote Holzfassade.

Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster
Oben: schwedische Holzfassade. Unten: nostalgisches Tapetenmuster.

Gemütliche Inneneinrichtung. Der Kamin war ein Geschenk, denn wir hatten im September bereits ein paar sehr kalte Nächte in Schweden.

Schwedische „Deko“ über dem Kamin und in der Küche.

Eine typisch schwedische Milchkanne vor der Grundstückseinfahrt.

Mit dem Auto brauchten wir nur ein paar Minuten durch ein Waldstück, bis wir im Zentrum von Vimmerby ankamen.

Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus
Oben: Das historische Rathaus von Vimmerby. Unten: Der Marktplatz vor dem Rathaus.
Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis)
Oben: Springbrunnen auf dem Markt. Unten: Ein Trödelflohmarkt (schedisch: Loppis).

Auf dem Marktplatz prangte eine Statue von Astrid Lindgren an der Schreibmaschine. Sie wuchs in Vimmerby und Umgebung auf.

Und auch an einzelnen Häuserfassaden tauchten immer wieder Elemente aus den Lindgren-Geschichten auf. Hier Zöpfe, Strümpfe und Schuhe von Pippi Langstrumpf.

In Schweden pflegt man tägliche Kaffeepausen, die in der Landessprache als „Fika“ bezeichnet werden. Zahlreiche Cafés bieten dafür allerlei Süßkram, Gebäck und sogar belegte Brote in großen Auslagen an. In Vimmerby ließen wir uns im Café „Bakfickan“ nieder, um Herzhaftes sowie Espresso zu probieren. Das Süße kam später. Hauptsache eine kleine Pause für die Seele. Wir hatten schließlich jede Menge Zeit.

Im Café "Bakfickan"
Im Café „Bakfickan“.

Herbstmarkt in Eksjö (Provinz Jönköping)

An einem anderen Tag haben wir einen Ausflug in die Stadt Eksjö im Norden von Småland gemacht. Dort war gerade eine Art Herbstmarkt zugange. Eksjö bildet eine von drei berühmten Holzstädten in Schweden. Mitten im Ortskern („Gamla Stan“) wurde einst eine ganze Reihe von alten Holzhäusern aufwändig saniert, was dazu führte, dass die Altstadt wiederbelebt wurde und heute wieder viel besucht wird. Sowohl von Einheimischen als auch von Touristen.

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Ein Stand voll Preiselbeeren auf dem Markt. Die holzigen Häuserfassaden im Stadtkern finde ich besonders schön.

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Pflaumen an einem anderen Marktstand. Und ein weiterer Händler verkaufte selbstgemachte gebrannte Mandeln.

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Zeit für die nächste „Fika“. Nach einem ausgiebigen Marktbummel besuchten wir das „Bakeri Café“ und gönnten uns neben Espresso und Cappuccino auch noch einen großen „Eksjöknuten“ (Zimtschnecke, typisch schwedisch), einen kunterbunten „Kalasboll“ (Partyball, rundes Küchlein mit Zuckerstreuseln) und ein kleines Heidelbeertörtchen.

Oben: Unsere kleine "Fika"-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche
Oben: Unsere kleine „Fika“-Pause im Café. Unten: Reiterstatue auf dem Marktplatz vor der Kirche.

Die Kirche von 1784 direkt am Marktplatz. Sie wurde nach Zerstörungen zwischen 1887 und 1889 wiederaufgebaut.

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Werbung mit der Aufschrift „Schokolade wie früher“ … verschiedene Schoko-Küsse.

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Äpfel mit Zucker- oder Schokoladen-Dekor oder kandierte Äpfel.

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In der Altstadt „Gamla Stan“ (hier in der Straße „Norra Storgatan“) mit seinen zahlreichen restaurierten Holzhäusern. Sehr hübsch anzuschauen.

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Am späten Nachmittag fuhren wir zurück in unser Ferienhäuschen. Die Entfernung von Eksjö nach Vimmerby dauerte zirka 50 Minuten über die Route 40.

„Astrid Lindgrens Värld“ (Familien- & Erlebnispark)

In Vimmerby gibt es einen sehr sehenswerten Theater- und Erlebnispark namens „Astrid Lindgrens Värld“, welcher besonders bei Familien beliebt ist. Wer Kinder hat oder selbst mit den Astrid-Lindgren-Geschichten aufgewachsen ist, wird den Park lieben. Er existiert seit über 30 Jahren und eine Eintrittskarte (Erwachsener) kostete im September (Nebensaison) 270 Schwedische Kronen (26 Euro). Neben der Villa Kunterbunt und der Hoppetosse (Pippi Langstrumpf) konnte man z.B. auch die Mattisburg (Ronja Räubertochter), das Kirschblüten- und Heckenrosental (Brüder Löwenherz) oder den Katthult-Hof (Michel aus Lönneberga) besuchen.

Zu bestimmten Tageszeiten liefen diverse Theateraufführungen und Rollenspiele. Hier eine Szene aus „Michel aus Lönneberga“ sowie „Pippi Langstrumpf“.

Auf der Mattisburg. Und im Anschluss Pippis Hoppetosse.

Zwischendrin gönnten wir uns eine kleine Pause mit Waffeln, Erdbeeren und Apfelkompott. Es gab kleine Imbissbuden und zahlreiche Picknickplätze im Park.

Hübsch angelegte Gärten. Und man kann im Park den Miniatur-Nachbau der Stadt Vimmerby bestaunen.

In ein paar Boutiquen gab es Souvenire en masse.

Ein schöner Tag geht zu Ende, an dem wir viele tolle Einblicke in die Welt der Lindgren-Figuren erhalten haben.

„Astrid Lindgrens Näs“

Ein weiterer sehenswerter Fleck in Vimmerby ist das Kulturzentrum „Astrid Lindgrens Näs“. Hier dreht sich alles um das Leben der Autorin – ihr Werdegang vom Anfang bis zu ihrem Tod, ihr soziales Engagement und wichtige Wendepunkte – mitunter auf humorvolle Art und Weise erzählt. Mithilfe eines Audioguides spazierte man durch die Einrichtung.

Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die "Michel" für jeden seiner Streiche in den "Michel aus Lönnerberga"-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil
Oben: Die Holzschnitzereien symbolisieren die Schnitzfiguren, die „Michel“ für jeden seiner Streiche in den „Michel aus Lönnerberga“-Filmen schnitzte. Übrigens heißt die Hauptfigur in Schweden gar nicht Michel, sondern Emil.

Eine Sammlung sämtlicher Pippi-Figuren aus aller Welt.

Zum Schluss war immer noch Zeit für eine entspannte Kaffee- und Kuchenpause mit Espressi, dem berühmten schwedischen „Ostkaka“ (Käsekuchen) und Blaubeer-Krümelkuchen. Hmm!

„Virum Älgpark“ (Elchpark)

Im September ist es gar nicht so einfach, einen Elchpark zu finden, in dem man noch an einer Elch-Safari teilnehmen und Elche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und auch füttern kann. Es ist nämlich schon knapp außerhalb der Sommersaison. Doch dank unseres Reiseführers konnte ich noch einen Park in der Nähe von Vimmerby ausfindig machen, der noch an zwei Wochenenden derartige Touren anbot. Also fuhren wir früh los und bekamen noch zwei Tickets (je 180 Schwedische Kronen, zirka 17,50 Euro) für die dunkelgrünen Safari-Busse. Es war eine wunderbare Begegnung mit diesen scheuen Königen der schwedischen Wälder mit ihren großen Kulleraugen.

Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern
Oben: Hungrige Elche. Unten: Grünzeug zum Verfüttern.
Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse
Oben: Fliegenpilze im Wald. Unten: Die grünen Safari-Busse.

Achtung: Älg Crossing!

Die Elche waren sehr hungrig und neugierig.

In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum
In der Nähe des Elchparks gab es sogar ein schwedisches Schul-Museum.

Und natürlich durfte eine „Fika“-Kaffeepause nicht fehlen … mit Zimtschnecke, Plätzchen und Birnensaft.

Auf dem Rückweg nach Vimmerby passierten wir allerlei neckische Foto-Motive. Wie hier z.B. diese alte Tankstelle.

Die Gegend besteht zu einem Großteil aus Wäldern. Einfach bezaubernd! Und immer wieder tauchen pittoreske, kleine Dörfer auf. Hier beispielsweise ein hübscher Bahnübergang mit bunten Häuschen drumherum. An einem roten Holzhaus wird für „Thunfisch, Zimmerei & Handwerk“ („Tuna, Snickeri & Hantwerk“) geworben. Auf dem oberen Bild sind Flechten zu sehen.

Katthult, Bullerbü, Pelarne & Mariannelund

Unweit von Vimmerby befinden sich zahlreiche kleine Ortschaften, die als Schauplätze in Astrid Lingrens Kinderbüchern dienten, wie beispielsweise der Katthult-Hof sowie der Ort Mariannelund aus „Michel“ oder auch die drei Wohnhäuser der „Kinder aus Bullerbü“. Unser erster Stopp war der Katthult-Hof. Das Grundstück mit Hof gehören heute in private Hand und sind bewohnt. Um den Mythos am Leben zu halten, haben sich die Besitzer jedoch bereit erklärt, Gästen den Zutritt zum Gelände zu gewähren. Es wird am Eingang um eine kleine Spende gebeten.

Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof
Oben: Historische Kutschen auf dem Katthult-Hof. Unten: Der Eingang zum Katthult-Hof.
Unten: Das Wohnhaus aus "Michel aus Lönneberga"
Unten: Das Wohnhaus aus „Michel aus Lönneberga“.

Ich habe noch nie so viele verschiedene Pilze gesehen wie in den Wäldern und auf den Wiesen in Schweden.

Ganz typisch: Weil viele Schweden sehr ländlich wohnen, stehen an den Verkehrsstraßen zahlreiche Briefkästen, von wo aus die Post mit dem Auto eingesammelt wird.

Die Höfe aus den Büchern „Kinder von Bullerbü“ direkt in Bullerbü. Es sieht sehr idyllisch aus.

Es gibt ihn wirklich: den Limonadenbaum aus „Pippi Langstrumpf“! Und die Scheune, von der Astrid Lindgren häufig aus ihrer Kindheit berichtete – hier ist sie von den obersten Balken ins weiche Stroh gesprungen. Das erinnert mich sehr an meine Kindheit, denn es gab auch eine derartige Scheune voller Stroh und Holzbalken.

Anschließend machten wir einen Abstecher nach Pelarne. Dort steht eine der ältesten Holzkirchen Schwedens. Sie wird noch immer für Gottesdienste genutzt. Das Besondere: In ihr heirateten im Jahr 1905 die Eltern von Astrid Lindgren. Pelarne gehört zur Provinz Kalmar.

Wenn man in Südschweden mit dem Auto unterwegs ist, passiert man an den Straßen immer mal wieder Seen mit großen Steinen und kleinen Inseln darin. Die Umgebung ist alles in allem wunderschön.

Zuletzt besuchten wir an diesem ereignisreichen Tag die „Karamellkokeri“ in Mariannelund. Wer sich erinnert: In Mariannelund war „Michel“, wenn er hin und wieder zum Arztbesuch gehen musste, z.B. in der Geschichte mit der berühmten Suppenschüssel.

Die Süßigkeiten-Fabrik ist recht klein, doch bietet sie sehr farbenfrohe Leckereien an. Auch Lakritz, Marshmallows und Schokolade konnte man einkaufen.

Köstlich!
Köstlich!

Wandern im Moor: Nationalpark „Store Mosse“

Wandern in der Natur gehört zu meinen Hobbys. Und weil Schweden voll von Wäldern ist, suchten wir uns ein paar passende Wanderrouten heraus. Der Nationalpark „Store Mosse“ (deutsch: Großes Moor) befindet sich in der Nähe der Kleinstadt Värnamo (Provinz Jönköpings län) und besteht aus rund 40 km Wanderwegen. Es gilt als das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Von Vimmerby fuhren wir mit dem Auto knapp 2 Stunden bis zum Nationalpark und unsere Wanderung durch’s Moor dauerte über 5 Stunden. Ein herrlicher Tagesausflug mit viel Bewegung.

Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden
Links: Die großen Moorfelder wurden teilweise mit Holzplanken ausgelegt, damit man ihn zu Fuß durchqueren kann. Rechts: Unzählig viele Pilze wuchsen an Bäumen und auf dem Boden.

Hier und da lagen große umgestürzte Bäume, die mit samt ihrem Wurzelwerk umkippten, vermutlich im Sturm.

Pilze soweit das Auge reicht.

Sträucher mit Wild-Preiselbeeren und noch mehr Pilze.

Mitten im Moor.

Pilze, Pilze.

„Auf, auf, ihr Wandersleut“ …

Alles ist mit Moosen und Flechten bewachsen.

Auf dem Heimweg passierten wir wieder ein paar Seen. Es war ziemlich windig und die See schlug Wellen.

Västervik

Gegen Ende unseres Urlaubs statteten wir noch der zirka 45 Minuten östlich von Vimmerby gelegenen Stadt Västervik (Provinz Kalmar län) einen Besuch ab. Sie wird auch „Perle der Ostküste“ (schwedisch: „Ostkustens pärla“) genannt und ist berühmt für seine niedrigen Fischerhäuser. Auch das Ex-ABBA-Mitglied Björn verbrachte einen Großteil seiner Kindheit hier.

Unser Mittagessen bestand aus einem belegtem Baguette und einer vegetarischen Quiche im „Espresso House“.

An diesem Tag war es etwas verregnet, davon ließen wir uns allerdings nicht beeindrucken.

Besuch einer typisch nordischen Kirche. Skandinavischer Sakralbau. In Schwedens Kirchen hängen auffällig viele Holzschiffe von den Decken, vermutlich ein Hinweis auf die Seefahrer- und Wikingerzeit.

Eine hübsche bunte Holzhäuserreihe. Typisch Schweden.

Wer in Schweden Alkohol von mehr als 3,5 Volumenprozent kaufen möchte, der muss in einen sogenannten „Systembolaget“ gehen. Durch dieses staatliche Unternehmen, welches nicht gewinnorientiert arbeitet, wird hochprozentiger Alkohol verkauft – sie haben das Alkoholmonopol. Dazu muss man mindestens 20 Jahre alt sein. Mit dieser Einrichtung versucht Schweden, Alkoholmissbrauch vorzubeugen und ich finde das eine super Idee. An Tankstellen oder in herkömmlichen Supermärkten bekommt man hingegen keinen hochprozentigen Alkohol.

Zu guter Letzt an diesem Tag besuchten wir noch die knallrote, sehr ansehnliche, neugotische Sankt-Petri-Kirche, welche im Jahr 1905 erbaut wurde. Beeindruckend!


Wandern: „Brantestad Naturrunda“

In Vimmerby und Umgebung gibt es nahezu 170 km Wanderwege, auf denen jeder – egal, ob Anfänger oder nicht – seine Route findet. Wir hatten uns diesmal die „Brantestad Naturrunda“ rausgesucht, mit 9,9 km durch Wälder und Kulturlandschaft. Unterwegs kommt man an etlichen Picknickplätzen, Pilzen und anderen schönen Pflanzen sowie Höfen vorbei. Hier folgen noch ein paar Schnappschüsse von unserer letzten Wanderung durch Schwedens wunderbare Natur.

Schwedische Lebensmittel & Mitbringsel

Wie ich bereits häufiger erwähnt habe, gehe ich wirklich gern in Supermärkte im Ausland und probiere Neues und Unbekanntes aus. Eben Dinge, die ich nicht alltäglich in Deutschland kaufen kann. Das gehört für mich zum Kennenlernen einer fremden Kultur dazu und ist immer etwas Besonderes. Hier seht ihr ein paar der Lebensmittel, die wir während unseres Schweden-Aufenthaltes eingekauft oder auch als Mitbringsel mit nachhause genommen haben.

Schwedisches Bier, diverse Säfte ("Erdbeer-Limette", "Schwarze Johannisbeere" und "Flieder"), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen
Schwedisches Bier, diverse Säfte („Erdbeer-Limette“, „Schwarze Johannisbeere“ und „Flieder“), Himbeer-Quark, Roggenbrot, schwedischer Käse und Punsch-Rollen.
Schwedische Schokolade der Marke "Marabou" in der Sorten "Daim", "Zartbitter-Schokolade", "Salz-Lakritz" und "Apfelsine-Krokant"
Schwedische Schokolade der Marke „Marabou“ in der Sorten „Daim“, „Zartbitter-Schokolade“, „Salz-Lakritz“ und „Apfelsine-Krokant“.
Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte "Mojito"
Schwedisches Backzubehör: Milch, Kakao, Mehl, Vanillezucker und Puderzucker. Außerdem noch Thunfisch und die Schweppes-Sorte „Mojito“.
Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!
Schwedischer geräucherter Lachs. Hmm njam njam!
Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und "bliw". "Bliw" ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten "Brombeere" und "Veilchen" gekauft
Schwedische Butter, Schnittlauch, Vanille-Quark, Erdbeer-Rhabarber-Passionsfrucht-Tee (lose) und „bliw“. „Bliw“ ist eine typisch schwedische Seife in einer praktischen Verpackung mit Schraubverschluss für das Waschbecken. Die kenne ich nur aus Schweden und finde sie ganz neckisch. Ich habe mir die Sorten „Brombeere“ und „Veilchen“ gekauft.
Pfirsich-Cider
Pfirsich-Cider.
Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark
Schwedische Eier, Vollkorn-Knäckebrot, Schokoladen-Orangen-Pudding, Vollkorn-Brot und Blaubeer-Himbeer-Quark.
Schwedisches Bier und Cider
Schwedisches Bier und Cider.
Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste
Schwedischer Frischkäse mit Garnele und Languste.
Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden
Roggenbrot, Brie-Käse und ein Daim-Schoko-Riegel mit Lakritz. Letzteres tifft genau meinen Geschmack, doch leider konnte ich den noch nie in einem deutschen Supermarkt zuhause finden.
Schwedisches Knäckebrot
Schwedisches Knäckebrot.

Die Reise nach Schweden war schon lange mein Traum und endlich wurde er wahr. Ich bin beeindruckt von der vielfältigen Natur- und Tierwelt. Man ist umgeben von Wäldern, Seen und den Geschichten von Astrid Lindgren. Wer mit Pippi, Michel & Co. aufgewachsen ist – so wie ich – wird sich dort wohlfühlen und häufig in Erinnerungen schwelgen. Es gibt bedeutend weniger Autos und Menschen in Südschweden als in deutschen Großstädten und Ballungszentren. Für mich war es eine Flucht aus dem Alltag. Die Luft roch frisch, süßlich nach Blüten und Bäumen und hatte eine belebende Wirkung. Unsere Spaziergänge und Wanderungen in Schwedens Wäldern haben mich sehr zufrieden gemacht. Ich möchte unbedingt wieder nach Schweden reisen und am liebsten einen Teil der Ruhe und Energie mit nachhause nehmen.

4 Gedanken zu „Auf Astrid Lindgrens Spuren: Småland (Südschweden)

  1. Ach wie schön und idyllisch!! Die Landschaft (besonders die Wälder) sehen so toll und ruhig aus bzw. die bunten Häuser machen gleich gute Laune. Am besten ist das Bild von dir als Pippi 😀

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