Basenfasten im Winter – Tag 1

Basenfasten im Winter – Tag 1

Die Adventszeit und das Weihnachtsfest liegen noch nicht allzu lang zurück. Und auch im neuen Jahr ging es mit den Kalorien munter weiter. Doch mit fleischhaltiger Kost, Kuchen, Milchprodukten und kohlenhydratreicher Ernährung (einzige Ausnahme ist die Kartoffel) ist jetzt erstmal Schluss, denn gestern fiel der Startschuss für mein erstes Basenfasten.

Basenfasten Sabine Wacker

Das bedeutet nicht, dass nun radikal gefastet wird, sondern lediglich, dass sich die Mahlzeiten vor allem aus saisonalen Obst- und Gemüsesorten zusammensetzen. Es darf also sättigend gegessen werden, aber bitte nur mit basenbildenden Nahrungsmitteln. So kann der Körper entsäuern, entgiften und überflüssige Pfunde loswerden.

Damit die Umstellung auf’s Basenfasten keine zu große Belastung wird, sollte die Ernährung bereits ein paar Tage vorher bewusst reduziert werden, das heißt, weniger fette Kost und mehr Obst und Gemüse.

Ein idealer Begleiter ist dabei das Buch „Basenfasten – Essen und trotzdem entlasten“ von Sabine Wacker.

 

Vorbereitung

Um genügend Nahrungsmittel-Alternativen vorrätig zu haben, bin ich ein paar Tage vor der Fastenkur losgezogen und habe jede Menge Gemüse, Obst und Fastentee eingekauft. Dazu zählten unter anderem Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Paprika, Wurzelpetersilie, Avocados, Fenchel, Schnittlauch, Mairübchen, Orangen und Clementinen, Kiwis, Rotkraut, Lauchzwiebeln, Feldsalat, Physalis, Gartenkresse, eine Süßkartoffel, Bananen, Äpfel, eine Sellerieknolle, Brokkoli sowie rote Bete aus dem Garten meiner Eltern. Eine ordentliche Portion, wie ich finde. Aber es muss ja auch für zwei Personen ausreichen, denn ich faste mit meinem Freund zusammen.

Obst und Gemüse 1

Obst und Gemüse 2

Das Buch enthält zahlreiche Rezeptideen, sodass man sich schon vorher einen Essensplan zusammenstellen kann. Denn Vorbereitung ist wichtig. Nicht, dass man hinterher verzweifelt in der Wohnung herumrennt und statt basische nur saure Kost vorfindet. Es ist daher empfehlenswert, das Buch vorher gründlich zu lesen.

Glaubersalz

 

Sonntag fing alles an …

Gestern ging es dann richtig los. Mein erster Basenfastentag begann vormittags mit einem Glas Glaubersalz, sogenanntes F.X. Passagesalz von Wörwag Pharma (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich), damit der Darm auf sanfte Art leer wird. Dabei werden pro Person etwa zwei gestrichene Dosierlöffel (etwa 15 g) auf ein Glas lauwarmes Wasser gegeben. Es war bekömmlicher als ich erwartet hatte, da es nach Zitrone schmeckte. Nach einer Stunde wirkte das Abführmittel schließlich.

Bezüglich des Zeitraums haben wir uns erstmal für vier Tage entschieden. Am Donnerstag wird dann geschaut, wie das allgemeine Wohlbefinden ist. Basenfasten kann man nämlich durchaus auch ein bis zwei Wochen machen, vorausgesetzt man hält es neben dem Alltagsleben solange aus.

Wichtig ist außerdem, dass man jeden Tag etwa zwei bis drei Liter verdünnten Tee oder Wasser ohne Kohlensäure trinkt.

 

Mittagessen: Gedämpftes Gemüse

Zum Mittag gab es also gedämpftes Kartoffel-, Möhren-, Fenchel- sowie Wurzelpetersiliengemüse, das warm verzehrt wird, und dazu Feldsalatblätter und frische Gartenkresse.

gedämpftes Gemüse

Zutaten (für 2 Personen)

4 Kartoffeln (vorwiegend festkochend) | 3 kleine Möhren | 1 Fenchelknolle | 2 Wurzelpetersilien | 2 EL kaltgepresstes Olivenöl | Bio-Kräutersalz | weißer Pfeffer | 1 Schale Gartenkresse | 100 g Feldsalat

Zubereitung

Zuerst Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Dann Möhren und Wurzepetersilien abwaschen, die Strunken entfernen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Fenchelknolle gründlich waschen, halbieren, den Strunk entfernen und in Streifen beziehungsweise grobe Stücke schneiden. Alles zusammen im Schnellkochtopf zirka 10 bis 15 Minuten dampfgaren.

Danach das fertige Gemüse in eine große Schüssel umfüllen. Anschließend Olivenöl, Bio-Kräutersalz und weißen Pfeffer hinzufügen. Gartenkresse abschneiden und gleichfalls darüberstreuen. Alles vorsichtig miteinander vermengen.

Zu dem gedämpften Gemüse habe ich noch frisch abgewaschenen Feldsalat gereicht.

Nach dem Mittagessen haben wir dann einen 30-minütigen Spaziergang eingeschoben. Mäßige Bewegung ist wichtig während des Fastens und außerdem war supersonniges Wetter draußen, geradezu einladend.

 

Abendessen: Porree-Kartoffel-Suppe

Zum Abendessen habe ich eine Gemüsesuppe zubereitet. Von der Menge her sollte es nicht zu viel sein und auf keinen Fall nach 18 Uhr eingenommen werden.

Kartoffel-Lauch-Suppe

Zutaten (für 3 bis 4 Portionen)

1 Stange Porree | 6 kleine Kartoffeln (vorwiegend festkochend) | 2,5 l Wasser | Bio-Gemüsebrühe (ohne Geschmacksverstärker) | 1 Bund Schnittlauch

Zubereitung

Zunächst Porree gründlich waschen, Wurzel und trockene Blattenden entfernen und in dünne Ringe schneiden. Kartoffeln schälen und in Würfel zerteilen. In einem großen Topf Wasser erhitzen und die Gemüsebrühe einrühren. Wenn das Wasser kocht, Gemüse hinzugeben und innerhalb von 10 bis 12 Minuten bissfest garen.

Schnittlauch abwaschen, auf Küchenkrepp trocken schütteln und klein hacken. Zur Suppe geben und das Ganze heiß servieren.

 

Fazit

So, damit war der erste Fastentag erfolgreich überstanden und es ging mit leicht knurrendem Magen zu Bett. Aber alles halb so wild, schließlich ist es keine Null-Diät.

 

Quelle: Buch „Basenfasten – Essen und trotzdem entlasten“ von Sabine Wacker, 2. Auflage, 2008, Gräfe und Unzer Verlag (GU) GmbH, München

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